Lola trotzdem liebhaben
Vielleicht waren es ja alte Sabbersäcke wie der Schreiberling
dieses Machwerks, die dazu den letzten Ausschlag gaben.
Oder es ist einfach der Lauf der Dinge im Hurenland.
Jedenfalls ist nun auch die gute
Lola der immer stärker werdenden
Dreiviertel-Sekte beigetreten.
Die wichtigsten Glaubensinhalte dieser vom
Heiligen Turiner Feuchttuch-Orden abgespalteten Strömung sind neben strikter Einhaltung des namensgebenden
Dreiviertelgebots (nur drei Viertel des Schwanzes dürfen rein) auch das umfassende
Bekenntnis zum Gleitgel und das
Dogma der körperlichen Unberührbarkeit: Haare und Gesicht sind Tabu, von den Geschlechtsorganen ganz zu schweigen - auch die des Kunden sind
Haram! Auch für ihn selbst!
Du sollst nicht greifen. Auf dein…
Ding! Vor allem wenn es fixfertig aufgummiert ist. Weil weiß der Herrgott, wo die böse Hand da vorher schon überall dran war!
Und wie bei allen religiös Verblendeten hilft in so einem Fall nur liebevolles Gewährenlassen.
Noch niemand ist je mit klugen Argumenten aus einer wahnhaften Überzeugung herausbugsiert worden, darum muss man sich in Geduld und Nachsicht üben. Mit gerade 22 Lebensjahren ist die gute Lola noch formbar wie Plastilin, unstet im Charakter, und dem Reiz der Extreme ausgesetzt, da muss man Verständnis haben. Irgendwann kommt ohnehin entweder der Goldprinz, das eigene Sonnenstudio, oder einfach nur die Weisheit des Alters, wo man auf derlei Mätzchen glücklich verzichtet.
Aber bis dahin hat man mit Lola kärglichen Hand-dazwischen-Sex und lässt sich so gut es geht - zu 75 traurigen Prozent - in Reiterstellung abmelken.
Gottseidank hat man ja ohnehin einen Spermarückstau, der bis in die Tränensäcke reicht. Und Gottseidank darf man wenigstens Lolas - der Schreiberling sagte damals
Quasteln - nach Herzenslust küssen und kosen, sodass man nach wenigen Minuten trotz allem zur Erfüllung kommt.