Offensichtlich möchte der Durchschnittsanwender einen Computer sein Eigen nennen, den er beim Hofer zwischen Gurken und Klopapier - wie es einst so schön hieß - kauft und um den er sich danach nicht mehr zu kümmern braucht.
Das spielt's leider nicht.
Man möchte gerne loslegen und eine Maschine vor sich haben, die weder Wartung noch Zeit benötigt. Ähnlich einem Fernseher, der einmal nach den eigenen Ansprüchen richtig eingestellt für Jahre sein Werk verrichtet.
Bei einem Computer ist das leider anders: Dort haben unzählige Leute ihr eigenes Süppchen gekocht und durch Betriebssystem-Patches finden mitunter Verbesserungen in Sachen Sicherheit statt. "Viele Köche verderben den Brei" bewahrheitet sich hierbei mal wieder. Schaut man sich die ganzen Abkürzungen an, wirken diese nur verwirrender als aufklärender. Vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, dass Speicherplatz früher begrenzt war. Schon Bill Gates sagte einmal, er wüsste nicht, wofür es mehr als eine bestimmte Anzahl an Bytes benötigte (->
Mooresches Gesetz), die heute undenkbar werden. Schon eine kleine .dll braucht mehr als "Sodan" damals mit den riesigen, beeindruckenden Sprites auf dem C64.
Man hechelt sozusagen ständig hinterher. Verlautbart eine Regierung, ihr System wäre bombensicher, kommt ein neuer
Hacker daher und belehrt sie eines Besseren, indem er wie vor einigen Monaten das tschechische Fernsehen (?) hackte und dort einen Atombombenangriff vorgaugelkte.
Lieber auf die eigene, abwägende Entscheidung verlassen, als auf ein vielversprechendes Anti-Virenprogramm.