LKW/Berufskraftfahrer...

Mitglied #759644

Power Mitglied
Paar (Mann+Frau) Österreich, Steiermark Dieser Benutzer hat 8 Checks
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Man hört doch immer die Geschichten der Asphalt Cowboys, wie einsam und alleine M/man/n doch ist. Ein leben voller Entbehrungen und verzicht.
Wochenlang nicht zuhause bei Frau oder Freundin, eben ein Leben als Nomade und fast schon Zeit seines Lebens keine Heimkehr.

Die Frage die mich allerdings beschäftig ist, ist es wirklich so hart?
Keine Frauen?
Keinen Sex ?
Keine Liebe?

Liebe Berufskraftfahrer wie ist es bei euch?,
ist es wirklich so ?

Wie oder was macht ihr um euch hin und wieder, gelegentlich oder sogar des öffteren ein "happy end" zu organisieren?, tut mir leid ich finde keinen passenden Satz dazu, soll nicht abwertend klingen. 😊

Lasst mal eure Erfahrung hier, bin gespannt.

PS: und mal ein Lob von mir, schimpfen hört man e leichter😅 danke das ihr bringt, was wir täglich brauchen🤩

Und jetzt ran an die Tasten
 
Die Frage die mich allerdings beschäftig ist, ist es wirklich so hart?
Ja als Fernfahrer und international schon. Manche Fahrer aus den osteuropäischen Ländern sind 3 Monate Saisonfahrer und transportieren verschiedene Auflieger von a nach b um dort den nächsten dann nach c zu bringen.
Die regionalen Fahrer sind meist über Nacht wieder zu Hause.
 
Ich glaube das stellen sich manche etwas romantischer vor als es ist. Falls die noch jemand kennt, ich war ein großer Fan der Serie "Auf Achse". Einen LKW Schein habe ich deswegen natürlich nie gemacht, aber 2014 konnte ich bei einem Freund die Tour Wien - Madrid als Beifahrer mitfahren um lebenswichtiges Katzenfutter zu liefern.

Irgendwie wurde alles dafür getan es den Fahrern so unangenehm wie möglich zu machen.

Das fängt schon mit dem verbauten Geschwindigkeitsbegrenzer an. Mehr als 90 Kmh sind technisch gar nicht möglich.
Das Überholen von anderen LKWs und großen Fahrzeugen wird damit zur echten Belastungsprobe.
Aber damit nicht genug darf man scheinbar in der Nacht nicht einmal die Geschwindigkeit fahren?! Stellenweise musste mein Freund in der Nacht 60 fahren.

Dazu kommen die Schlafenszeiten. Egal ob man nun wirklich müde ist oder nicht. Die muss man einhalten, weil ansonsten die Hölle los ist. Flexibilität die den Fahrer als Mensch behandelt habe ich da keine erkennen können.

Auf der ersten Raststätte war es absolut unheimlich. Polen, Türken, Bulgaren und soweit ich das erkennen konnte auch Fahrer aus Usbekistan. Jeder so ein wenig in seiner "Sippe" mit fast hierarchischer Aufteilung.
Als Frau hätte ich mich da nicht hingetraut und auch als Mann wollte ich da nicht zu weit vom Fahrzeug weg. Da erzählte mir auch mein Freund das er schon ausgeraubt, betäubt, überfallen und einmal der Anhänger geplündert wurde.

In Madrid war dann noch ein ziemlicher Stress weil man nicht wie geplant abgeladen hat, großer Streit, viel Geschreie, hektisches Telefonieren.

Und dann die ganze Geschichte rückwärts.

Zugegeben, ein paar Momente hatte die Sache. Aber trotzdem weit weg von dem was man sich in den 80er Jahren vorgestellt hat.

Sexuell war wahrscheinlich nur sein portabler DVD Player von Bedeutung! :D
 
Also, das mit den Regeln für Fernfahrer: Klar, dass die Fahrer die Geschwindigkeitsregler nicht mögen. Trotzdem sind sie nötig, denn der Druck auf die Fahrer, so schnell wie möglich zu sein, ist sehr stark. Und aus Sicherheitsgründen ist es absolut sinnvoll, dass die nicht schneller als 90 fahren dürfen. Das betrifft natürlich auch die Ruhezeiten: Für mich als harmloser Fahrer, ist es absolut notwendig, dass die Fahrer einigermaßen fahrfähig sind. Es mag sein, dass die Fahrer länger fahren könnten. Aber wenn man das frei gibt, dann müssen die Fahrer bald 24 oder var 36 Stunden durchfahren.

Zum Thema zurück: Ich habe ein Haus in der Nähe eines riesigen Autobahnparkplatzes. Dort tauchen am Freitag/Samstag plötzlich Frauen auf. Und am Sonntag in der Nacht auf Montag verschwinden die wieder.
 
Also, das mit den Regeln für Fernfahrer: Klar, dass die Fahrer die Geschwindigkeitsregler nicht mögen. Trotzdem sind sie nötig, denn der Druck auf die Fahrer, so schnell wie möglich zu sein, ist sehr stark. Und aus Sicherheitsgründen ist es absolut sinnvoll, dass die nicht schneller als 90 fahren dürfen. Das betrifft natürlich auch die Ruhezeiten: Für mich als harmloser Fahrer, ist es absolut notwendig, dass die Fahrer einigermaßen fahrfähig sind. Es mag sein, dass die Fahrer länger fahren könnten. Aber wenn man das frei gibt, dann müssen die Fahrer bald 24 oder var 36 Stunden durchfahren.

Zum Thema zurück: Ich habe ein Haus in der Nähe eines riesigen Autobahnparkplatzes. Dort tauchen am Freitag/Samstag plötzlich Frauen auf. Und am Sonntag in der Nacht auf Montag verschwinden die wieder.
Ja die Trucker Rastplatz werden von gewerblichen Damen bedient. Wie schon erwähnt gibt's da auch Nationen die sich dort vereint treffen. Da viele LKW Tanks nur zu geschraubt sind ohne Schloss werden da oft welche geleert... das ist noch das harmloseste...
 
Natürlich treffen sich Leute, die mit einander reden können. Das liegt in der Natur der Sache.

Dass so viele Trucker aus Niedriglohnländern kommen, liegt hingegen an unserem Konsumverhalten. Wenn der Transport nichts kosten darf, dann muss man logischerweise bei den Fahrern sparen.

Kriminalität gab es immer im Transportgewerbe, es wird die auch immer geben. Das hat nicht viel mit der Herkunft der Fahrer zu tun, sondern damit, dass die Fracht kaum gesichert werden kann.
 
Natürlich treffen sich Leute, die mit einander reden können. Das liegt in der Natur der Sache.

Dass so viele Trucker aus Niedriglohnländern kommen, liegt hingegen an unserem Konsumverhalten. Wenn der Transport nichts kosten darf, dann muss man logischerweise bei den Fahrern sparen.

Kriminalität gab es immer im Transportgewerbe, es wird die auch immer geben. Das hat nicht viel mit der Herkunft der Fahrer zu tun, sondern damit, dass die Fracht kaum gesichert werden kann.
mein bester Freund ist Chef einer Spedition und ich sehe da immer, wie Fahrer ausgebeutet werden. Heimlich überwacht werden, und die Gesetze gebrochen werden, wo es nur geht. Wir leben in schrecklichen Zeiten, und das schlimmste ist, er meint, er muss die Leute ausbeuten, weil sonst kannst du nicht überleben als Österreichischer Spediteur. Warum man so viele Osteuropäsiche Fahrer beschäftigt, man findet kaum echte Österreicher und natürlich ist alles eine Preissache. Da wird ja auch manipuliert, wo es nur geht. Die käuflichen Damen an den Rastpläzten sind da sehr verbreitet, nur mit Romantik hat der ganze Job nichts zu tun.
 
mein bester Freund ist Chef einer Spedition und ich sehe da immer, wie Fahrer ausgebeutet werden. Heimlich überwacht werden, und die Gesetze gebrochen werden, wo es nur geht. Wir leben in schrecklichen Zeiten, und das schlimmste ist, er meint, er muss die Leute ausbeuten, weil sonst kannst du nicht überleben als Österreichischer Spediteur. Warum man so viele Osteuropäsiche Fahrer beschäftigt, man findet kaum echte Österreicher und natürlich ist alles eine Preissache. Da wird ja auch manipuliert, wo es nur geht. Die käuflichen Damen an den Rastpläzten sind da sehr verbreitet, nur mit Romantik hat der ganze Job nichts zu tun.
Wenn man solche "beste Freunde" hat braucht man wenigstens keine Feinde mehr.
 
Hast du da persönliche Erfahrungen?
Bin LKW und Sprinter bis 7,5t gefahren selten mal über Nacht oder WE eher regional. Ich bin oft angesprochen worden wenn ich gestanden bin musste ja auch die Pausen einhalten. Dienste habe ich nicht in Anspruch genommen weil die Situation dort mich eher abtörnt. Habe aber einiges beobachtet.
 
Bin selber mit dem Reisebus unterwegs. Es ist wirklich sehr schwierig, unterwegs jemanden für einen erotischen Abend zu finden. Habe sogar das OK meiner Partnerin. Dabei kann ich ein Hotelzimmer mit Dusche und WC anbieten. Das wir im LKW schon schwieriger. Und die Damen mit Eurozeichen in ihrer Annonce möchte ich nicht in Anspruch nehmen.
 
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