Ich möchte hier nicht Traumlos Thread kapern. Auch will ich nicht den Eindruck vermitteln, ich möchte hier Dampf ablassen. Ich habe die Gedankenspiele ja schon durch. Ich wollte nur meine persönliche Erfahrung und den Umgang damit hier wiedergeben.
Ich möchte aber klarstellen, dass meine Frau nicht "die Böse" ist!
Ich werfe ihr auch nicht persönlich irgendetwas vor. Sie wartet auch nicht mit dem Messer und will mich kastrieren. Am besten wäre ja aus ihrer Sicht, dass alles so bleibt, wie es ist, nur das ist (für mich) nicht möglich. Das ich mich kastrieren lasse, wäre ihr nur lieber, als dass ich mit jemand anderen intim werde (wobei Kastration eher eine "chemische/hormonelle" wäre, als eine chirugische).
Ich weiß, dass ich beim Versuch, mein Problem für mich irgendwie bewältigbar zu machen, auch Ihr einen Teil aufladen muss (für sie z.B. die Angst, dass sie mich verlieren könnte, ich mich in eine andere Frau verliebe (was nicht passieren wird!) bzw. möglicherweise auch Eifersucht ihrerseits (wobei es nicht danach aussieht, aber das kann ja noch kommen)). Das hat es mir besonders schwer gemacht.
"Perfekt" ist unser Familienleben sicher nicht. Leute die so etwas vorgaukeln, sind mir grundsuspekt. Aber es ist doch recht harmonisch, auch wenn es natürlich auch Sachen gibt, die einen im Altag nerven (z.B. meine Vergesslichkeit oder DER Klassiker: Geschirrspüler

).
Im Übrigen glaube ich auch, dass es gar nicht so selten vorkommt, dass in einer Beziehung bewusst Sex mit Dritten toleriert, manchmal sogar gewünscht wird, um so mit einem ähnlichem Problem umzugehen. Aber natürlich gibt es auch Menschen, die exklusive Sexualität als Bedingung für eine Partnerschaft sehen. Sehr oft wird daher auch ein Partner auch seine eigene Sexualität verzichten. Aber in den meisten Fällen wird die Beziehung wohl scheitern.
@Mitglied #411667: In deinem Fall kommt erschwerend hinzu, dass dein Mann auch noch eifersüchtig ist und ihr schon noch länger zusammen seid. Mag sein, dass es für eine Frau noch schwieriger ist, mit so einer Situation umzugehen. Schlussendlich ist der Leidensdruck immer individuell. Ich wünsche es jedenfalls niemand und wer es nicht erlebt hat, wird sich sehr schwer tun, das Alles irgendwie nachzuvollziehen. Ich wünsche dir, dass du einen guten (am wenigsten schlechten) Weg für dich findest!