Pornos können Kinder/ Jugendliche auf eine bestimmte sexuelle Reizbarkeit konditionieren, was letztlich ihre im Erwachsenenalter zutage tretende sexuelle Präferenz prägt. Und da liegt die Gefahr und das Risiko, wenn sie zu früh damit konfrontiert werden. BDSM/ Fetisch/ Bizarr lässt grüßen. Neben anderen möglicherweise damit verbundenen Beziehungsproblemen. Nicht umsonst schützt das Gesetz Kinder vor Pornografie.
Die Bravo, Musikvideos auf MTV, der allgemein verbreitete Schönheits- und Modewahn, Ideale und Rollenbilder von der Kinoleinwand und 100.000 andere Dinge können das aber auch?!
Werden Menschen zB durch die Mode und Modellindustrie nicht standardmäßig auf ein gewisses Schönheitsideal geprägt? Durch klassisch heterosexuelle, monogame Beziehungsmodelle in Filmen und Medien? Werden Männer nicht standardmäßig auf eine Rolle als Beschützer/Versorger/Helden in vielen Filmen (ich denke an klassische JamesBond uÄ) geprägt wären Frauen öfters mal in die Rolle der Damsel in Distress oder eher passive Rollen gedrängt werden?
Ich will hier, für alle die darüber nachdenken wollen, mal einfach einen kleinen Input zu diesem Thread geben:
Schon im Eingangsposting erwähnt
@Mitglied #456556 eine Abgrenzung zwischen "moderaten Sexfilmen" (was immer damit nun gemeint ist) und einer anscheinend deffinierten Gruppe von "extremen Sexfilmen" (die sich aus der ersten Erwähnung ergibt).
Nun finde ich das ein bisschen seltsam wo wir uns in einem sehr liberalen, freigeistigen Forum bewegen wo fast jede Vorliebe toleriert, bejubelt oder diskutiert werden darf

. Ab einem gewissen Alter scheinen wir es zu begrüßen wenn Menschen einfach ihre Sexualität ausleben und zu sich finden. Da vögeln Leute Gummireifen, nageln sich die Schwänze an Bretter, lassen sich durch die Nase pissen, frieren ihr
Sperma wochenlang ein um sich dann einen ganzen Becher zu gönnen... alles Dinge die nicht jeder nachvollziehen kann, nicht jeder gut oder erotisch findet... aber so gut wie jeder hier toleriert. Über klassische BDSM Beziehungen und gelegentlichen Einsatz von Nippelklammern oder Peitschen im Bett hebt doch hier nicht mal mehr jemand eine Augenbraue würd ich schätzen.
Aber sobalds an Aufklärung geht oder darum was man Kindern zumuten kann wissen alle sofort wieder Bescheid was "guter" oder "normaler" Sex ist. Und es scheint vollkommend undenkbar Kinder mit den Realitäten des Alltags zu konfrontieren die wir alle längst akzeptiert haben. Weil Angst da ist Kinder zu prägen oder in eine Richtung zu lenken. Die Frage die sich mir dabei stellt ist: Lenkt man sie nicht so automatisch in eine Richtung? Erzeugt man nicht so die verschämten BDSM-Liebhaber oder Menschen mit unterdrückten Neigungen die ihr Leben lang (oder große Teile davon) in einem Schrank verbringen weil sie scheinbar nicht der akzeptierten, tolerierten Norm entsprechen?
Kann nicht auch diese Einteilung schädlich sein?
Ich selbst habe mit etwa 11 den ersten Porno gesehen und war dann recht bald (13-14) auch in RICHTIG abgedrehten BDSM Bereichen unterwegs. Hab mich früh (schon lange vor meinem 18 Geburtstag) in erstmal dem Xnxx Forum angemeldet und wurde dann ("das gibts auch in Deutsch") hier her verwiesen.
Ob mir das geschadet hat oder nicht kann ich nicht sagen. Aber ich wurde sicher nicht in eine extrem gewalttätige Richtung geprägt und kann auch ansonsten nicht sagen dass meine Sexualität sich meinem frühen und übermäßigen Pornokonsum entsprechend entwickelt hat. Und ich hab mir sehr früh sehr heftiges Material von so gut wie JEDEM Fetisch den ich finden konnte reingezogen. Schon aus reiner Neugier. Also ich hab wirklich Sachen gesehen die die wenigsten hier als Porno deffinieren würden. Dinge die schwer zu vergessen sind und (in meinen Augen) nichts mehr mit Erotik oder Sex zu tun haben. Verstörende Scheiße und Extrembeispiele die, der hier vermutlich einheitlichen Meinung nach, kein Kind zu Gesicht bekommen sollte.