Hochzeitsnacht....

Weil der Bräutigam sich über alle Maßen besoffen hat nachdem irgendein Spezi von früher die Edelbrände mitgebracht hat und angefangen hat Shots zu verteilen.
Weil irgendein Elternteil oder Verwandter sich aufgeführt hat wie der letzte Arsch und der/die Partner/in nichts dagegen getan oder gesagt hat.
Weil die Gesamtrechnung präsentiert wurde und beide ein bissi angespannt sind weil sie jetzt nach der Hochzeit 12.000€ Schulden beim Veranstalter, Fotografen uÄ haben.
Weil er/sie lange gezögert haben und ernsthaft überlegt hat beim "Ja!" sagen.
Weil er einer Brautjungfrau zu lang oder intensiv auf den Arsch gestarrt hat.

...ich glaub es gibt 1000 Gründe in der Hochzeitsnacht zu streiten. Wie eigentlich nach jeder Familienfeier wo große Teile von gleich 2 Familien auftauchen gibts da Konfliktpotentiale.

Ich schreibs dann in den "heute schon gefickt" Thread, falls es bei mir jemals so weit kommt.

Ein paar deiner Möglichkeiten kommen einem durchaus bekannt vor, wenn man mal in der Branche gearbeitet hat. 😅
 
Die meisten Paare (außer die streng katholischen vielleicht) hatten vorher schon Sex und sind sicher froh, wenn sie dann todmüde ins Bett fallen können.
Wir sind nicht katholisch und waren vor der Hochzeit trotzdem auf Wunsch meiner Frau keusch, wie dies damals in "gehobenen Kreisen" üblich war. Wir verzogen uns um zehn Uhr abends von der Familienfeier. Aber erst nach fünf Tagen gutem Zureden war es so weit.
 
Ich bin froh, auch wenn glücklicherweise geschieden, solche Gruselgeschichten weder an meiner noch an denen die ich besuchte, an der Tagesordnung standen.
Aber Sex nach so einem langen Tag, dass muss dann echt nicht sein und eben nachgeholt werden.
 
Wir haben nach 11 Jahren geheiratet. Ich hatte eine vom Hotel beworbene Hochzeitssuite in der Innenstadt gebucht, mit allem netten drum und dran. Dort angekommen war die leider nicht frei und die wollten uns in ein anderes Zimmer stecken. Ich hab aus unerfindlichen Gründen niemanden dort erschlagen, ein anderes Hotel gesucht und gefunden, romantische Stimmung vorprogrammiert. Wir hatten dann noch Sex, bombastisch wäre eine zarte Nuance übertrieben.
 
Obwohl zweimal verheiratet, hatte ich beide Male keinen Sex in der Hochzeitsnacht. Beim ersten Mal war der Ehemann zu besoffen und die Schwiegermutter im Nebenzimmer, beim zweiten Mal war es so ähnlich, ohne Schwiegermutter, besoffen, aber ich schon im 5. Monat, da bestand für ihn keine Notwendigkeit.
 
Schön war es.
Wir waren weder betrunken noch vollgefressen, wir waren wunderschön, das Idealpaar dieser Zeit, frisch wie junge Götter, 60 Leute, die wir alle kannten, ob verwandt oder befreundet, viel gelacht, getanzt - mein jüngster Tanzpartner war 6, der älteste 92. Einfach die Welt und die Menschen zu denen wir gehören und die zu uns gehören alle umarmen.
Ein Hotelzimmer fürs Hochzeitspaar dazu, aber wir wollten heim (mit unseren Geschenken).
Bäckerei und Süßes haben wir mitgegeben, mein blaues Strumpfband ging an deine Cousine weiter, so wie ich es von einer Tante bekam.
Der Hochzeitsstrauß so fein und zart wie eine junge Braut ihn nur tragen kann, hängt bis heute im dunklen und trockenen Keller meiner Eltern, anfassen darf man ihn nimmer. :)

Sex war kein Thema, wir haben die Hochzeitsnacht unzählige Male bereits vorgezogen und später unzählige Male nachgeholt.
Keine Sekunde möchte ich missen, von 6:00 morgens beginnend bis in den nächsten Morgen.

(Ansich wollten wir nur standesamtlich heiraten, eine undichte Stelle und es wurde aus unserer nüchternen Betrachtung und einem Formalakt ein Märchen das wahr wurde.)
Dank an das Schicksal für diesen Tag und die vielen guten Jahre in denen so unheimlich viel Unvergessliches und Gutes folgte.
(das würde übrigens die zweite Seite des einstigen Dreamteams ebenso bestätigen.)

o.t. Da wir keinen Ritualen unterworfen sind, die das 1. Mal in der Hochzeitsnacht fordern, konnten wir uns dieses fürchterliche erzwungene, weil es sein muss, selig schlummernd ersparen.

o.t. Es ist schade, dass bsoffene Leut, Schwiegermütter, Streitereien, Grausliches halt überwiegend für viele übrig blieb.
Da ist es wahrlich schad ums Geld, weil Herz, Verstand und Freude kann kaum viel dabei gewesen sein.
 
Wir hatten schon oft genug Sex bevor wir geheiratet hatten, in der Hochzeitsnscht bestand diesbezüglich keinerlei Bedarf. Wir freuen uns noch heute jeden Tag das damals gemacht zu haben. Die 20 engsten Verwandten, ein gutes Essen, ein schöner Tag. Um 22:00 war Schluss und niemand war besoffen.😂
 
Und meine Cousine ist Steirerin mit Landjugenderfahrung... die mag 10 Jahre jünger sein als ich und 50kg weniger wiegen... aber die hat mich trotzdem unter den Tisch gesoffen wie nix
Dank der trinkfreudigen Steirer kam mein Bruder sogar auf 20.000€. 😁 Aber das hat ganz klassisch der Brautvater zum größten Teil übernommen. Ich persönlich mag aber solche klassischen Hochzeiten mit hundert Gästen, etwas Prominenz, Tanzsaal, Band und Paraden von Behörden und wenn ein ganzes Hotel vom Dachboden bis zum Keller bebt. Und ein paar Streitereien gehören schon dazu. Darüber redet man dann noch Jahre, wenn man sich am nächsten Tag noch erinnern kann!
Aber ehrlich gesagt ziehe ich so etwas nur als Gast in betracht!

Den Kulturschock zwischen unseren Familien und einer klassischen Hochzeit im steirischen Lande hätte ich mir persönlich nie angetan, dazu kommen diverse Freunde die wahrscheinlich noch heimlich an Odin oder Kali glauben und sich nach ein paar Bieren wie Wikinger benehmen. Da würden geschätzt vier Welten miteinander kollidieren!
Und wie alle Wissen, die Welten dürfen nicht kollidieren!!!
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Außerdem würde ich mir eher ein Cabrio kaufen als so viel Geld für eine Fütterung plus Umtrunk auszugeben um dann die Stimmung von einem Oktoberfest zu erlangen.

Für meine Frau und mich war immer klar, die reale Hochzeit läuft mit Niveau und weit, weit entfernt der Alpen ab. Und außerdem hätte ich mich eher von einem bärtigen Druiden der Bananen raucht in einem Fluss trauen lassen als in einer Kirche!

Wer vielleicht einen wirklich romantischen Weg gehen möchte sollte vielleicht in Richtung Kombination aus Urlaub und Hochzeit denken. Ein befreundetes Paar oder jeweils eine Person nach Wahl kann man dazu einladen und bei der Gestaltung hat man dann freie Hand. Keine Omis, Tanten, Eltern, aber Magie und Luxus. Und ungestörter Sex in der Hochzeitsnacht ist dann auch garantiert!
 
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