Ein feindlich geführter Thread geradezu, schau, schau, sämtliche Über- und Untergriffe, nun gut.
"Die Frau" und "der Mann" sind exemplarische und entsprechen überhaupt nicht individueller Persönlichkeiten?
Gegen das "feindlich" oder "freundlich" habe ich mich in Erstmeldung bereits verwehrt.
Die herangezogenen Einzelbeispiele greifen nicht sondern führen zu eskalierendem Diskurs über nicht Greifbares, wild Interpretierbares.
Weil´s jetzt schon wurst ist, gönne ich mir etwas, nicht ohne an die eigene Nase zu fassen, denn ja das Bild "der schönen Frau" hat sich auch ihn mich geprägt, es ist mir mittlerweile bewusst (anderen nicht), ich kann es mittlerweile real komplett ausblenden.
FRAUENSCHÄDIGEND meist unbewusst. Hier sehe ich den Ursprung schädigenden Verhaltens (von Frauen, von Männern und von Frauen sich selbst gegenüber)..
Deshalb stelle ich Frauenschädigendes in den Raum. (Wohlbedacht, dass gesellschaftlich was Frauen schadet in weiterer Sicht auch männerschädigend. (sind Frauen doch Mütter, Kolleginnen, Schwestern, Töchter, Partnerinnen, Freundinnen oder Bekannte u.s.w.)
Ich nehme mal ein heißes Thema, das hier immer aufflammt und - tja - oft feindselig und abwertend umstritten ist - ganz sicher einige (stille LeserInnen) verletzt:
Schönheit - Aussehen - Bewertung, das Idealbild:
Ich beziehe mich auf einen heutigen Presseartikel
"Dünn und weiß: Körperideal der Modewelt haben sich kaum verändert".
Das ist ein Beispiel eines Themas, das viele gar nicht wahr nehmen, tatsächlich unglaubliche Wirkung haben kann.
(stellenweise habe ich mir helfen lassen/verwende dafür 2. Schriftart/Quelle: Die Presse):
Der Artikel berichtet über eine Studie zur Entwicklung von Schönheitsidealen in der Modebranche zwischen 2000 und 2024. Ein internationales Forschungsteam analysierte knapp 800.000 Bilder aus Modenschauen, Werbung und Magazinen.
Kurze Zusammenfassung:
- Die sichtbare Vielfalt unter weiblichen Models hat zwar zugenommen.
- Das dominante Schönheitsideal ist jedoch weitgehend unverändert geblieben: Die bevorzugten Merkmale sind weiterhin ein sehr schlanker Körper und eine weiße Erscheinung.
- Die größere Diversität wird von den Forschenden als eher symbolisch denn strukturell bewertet.
- Plus-Size-Models sind zwar häufiger vertreten, liegen aber selbst noch unter den durchschnittlichen Körpermaßen vieler Bevölkerungsgruppen, insbesondere in den USA.
- Nicht-weiße Models sind heute deutlich häufiger vertreten als früher, werden aber überproportional oft in der Plus-Size-Kategorie dargestellt.
- Bei männlichen Models zeigt sich sogar noch weniger Vielfalt als bei weiblichen.
- Regulatorische Maßnahmen gegen extrem dünne Models könnten teilweise Wirkung zeigen, die Studienautoren sehen jedoch keinen eindeutigen Kausalnachweis.
Die zentrale Aussage lautet: Trotz sichtbarer Diversitätsbemühungen haben sich die grundlegenden Schönheitsnormen der Modewelt in den vergangenen 25 Jahren kaum verändert.
Ist der Artikel feindlich? NEIN
- Frauen werden nicht abgewertet oder herabgesetzt.
- Es werden keine negativen Eigenschaften pauschal Frauen zugeschrieben.
- Frauen werden nicht als minderwertig, irrational oder unfähig dargestellt.
- Es gibt keine Forderung nach Benachteiligung von Frauen.
- Es werden keine stereotypen Geschlechterrollen propagiert.
Inwieweit ist das jahrzehntelang propagierte Bild schädlich?
Der Zusammenhang zwischen Schönheitsidealen in Medien und Mode einerseits und dem Selbstwert vieler Frauen andererseits ist in der psychologischen Forschung gut dokumentiert. Studien zeigen, dass die wiederholte Konfrontation mit sehr schmalen, schwer erreichbaren Schönheitsstandards bei einem Teil der Frauen mit Folgendem verbunden ist:
- höherer Körperunzufriedenheit,
- verstärktem sozialen Vergleich,
- geringerem Selbstwertgefühl,
- erhöhtem Risiko für Essstörungen,
- stärkerer Beschäftigung mit Gewicht und Aussehen.
Über Jahrzehnte vermittelte Schönheitsideale haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass zahlreiche Frauen ihren eigenen Körper als unzureichend wahrnehmen und ihren Selbstwert stärker an äußerer Attraktivität festmachen, als dies sonst der Fall wäre.
Wir stellen aber fest, es zieht Männer mit:
Interessanterweise zeigt die Forschung, dass ähnliche Mechanismen zunehmend auch Männer betreffen, dort allerdings häufiger in Bezug auf Muskulosität, Körperfettanteil und körperliche Leistungsfähigkeit als auf extreme Schlankheit.
Einfluss auf Männer und Partnerwahl:
Wenn Männer über viele Jahre hinweg vor allem sehr schlanke, junge und bestimmte Körperformen repräsentierende Frauen als „Ideal“ präsentiert bekommen, kann das ihre Vorstellungen von Attraktivität beeinflussen. Aus der Sozialpsychologie ist bekannt,
dass Menschen dazu neigen, häufig gesehene Merkmale als normal, erstrebenswert oder besonders attraktiv wahrzunehmen.
- Männer bewerten Frauenkörper tendenziell stärker anhand gesellschaftlicher Schönheitsideale.
- Einige Männer entwickeln unrealistisch hohe Erwartungen an Aussehen oder Körperform.
- Frauen, die diesen Idealen nicht entsprechen, könnten bei ersten Attraktivitätseinschätzungen benachteiligt werden.
- Männer können den tatsächlichen Durchschnitt weiblicher Körperformen schlechter einschätzen, wenn sie überwiegend idealisierte Darstellungen sehen.
Aber es gibt durchwegs den Matchingeffekt (etwas Entwarnung)
Ein gut belegtes Phänomen ist, dass Menschen häufig Partner wählen, die ihnen hinsichtlich wahrgenommener Attraktivität, Bildung, sozialem Status oder Lebensstil ähnlich sind. Dadurch fallen die Auswirkungen medialer Ideale auf reale Partnerschaften oft geringer aus, als man aufgrund von Werbe- oder Modedarstellungen vermuten würde.
Einfluss auf Frauen in der Partnerwahl?
Wenn viele Frauen das Gefühl entwickeln, einem gesellschaftlichen Ideal nicht zu entsprechen, kann das folgende Auswirkungen haben:
- Selbstvertrauen beim Dating
- Verhalten in Beziehungen
- sexuelle Zufriedenheit
- Bereitschaft, sich auf Beziehungen einzulassen
In diesem Fall beeinflusst das Schönheitsideal die Partnerwahl nicht nur über die Präferenzen der Männer, sondern auch über die Selbstwahrnehmung der Frauen.
Männer unter Männer (auch das schädigend)
Männer überschätzen die Präferenzen anderer Männer. Viele Männer glauben beispielsweise, dass andere Männer extrem schlanke Frauen bevorzugen, während tatsächliche Befragungen oft ein breiteres Spektrum attraktiver Körperformen zeigen. Ähnliches findet man bei Frauen, die häufig überschätzen, wie wichtig bestimmte Schönheitsmerkmale Männern tatsächlich sind.
F E I N D L I C H K E I T - F E I N D L I C H E S K L I M A
Jetzt sind wir da - und das alles vom Artikel/Idealbild weg:
Oft nicht in einem bewussten Gedanken wie „Du bist weniger wert“, sondern in einer Kette unbewusster Prozesse:
- Jemand entspricht nicht dem eigenen Attraktivitätsideal.
- Das löst wenig Interesse oder sogar Ablehnung aus.
- Die Person wird stärker über dieses Merkmal definiert.
- Empathie sinkt.
- Die Zurückweisung erfolgt weniger rücksichtsvoll.
- In Gruppen oder online wird daraus leichter Spott.
Die eigentliche Härte entsteht häufig dort, wo fehlendes Interesse mit fehlendem Respekt verwechselt wird.
Man kann jemanden ablehnen, ohne ihn zu entwürdigen. Das Problem beginnt meist dann, wenn die Ablehnung nicht mehr nur das romantische Interesse betrifft, sondern den Wert der Person insgesamt. Das ist der Punkt, an dem aus Präferenz oder Desinteresse Verachtung wird.
Die Erfahrung von Ablehnung erklärt feindselige Reaktionen, sie rechtfertigt sie nicht.
Wenn jemand über Jahre erlebt:
- ignoriert zu werden,
- ausgelacht zu werden,
- nur wegen seines Aussehens ausgeschlossen zu werden,
kann daraus Wut, Verbitterung oder Menschenfeindlichkeit entstehen.
Hier handelt es sich um eine einfache und erklärbare Dynamik.
Es ist des Öfteren real zu beobachten.
Vielleicht sollten wir alle mal nachdenken und nicht von Normmenschen mit dicken Fell ausgehen.
Es gibt Leut, die gibt Menschen, die aus Verbitterung gerne verletzen, es gibt Menschen die sich selbst zunehmend hassen und solche, die sich zu Tode kränken.
Angefeindet. Feindlich gegen sich selbst. Feindlich gegen andere. Das Ende von Lied in der einen oder in allen drei Varianten.
(Nimmer ganz so selten. Wir verrohen zunehmend.)
(Bei Schönheits-OPs-Diskussionen, waren auch Passagen dabei, die keineswegs als freundlich zu betrachten waren, bis hin zu sexuellen Avancen die an Qualtingers Krüppellied und die Episode mit der Einbeinigen erinnerten.)