Ich glaube die letzte Wurst habe ich vor 16 Monaten im Burgenland gegessen. Und auch nur weil diese besonderen Käsekrainer vom Landeshauptmann ausgezeichnet wurden und ich den Fleischer dahinter persönlich kenne.
Wurst ist irgendwie so eine Geschichte mit der ich nicht viel anfangen kann, weil ich den Inhalt nicht vollständig erfassen kann.
Gedanklich habe ich da immer im Hinterkopf das man dafür auch Lippen und Arschlöcher verarbeiten könnte und wahrscheinlich keiner einen Unterschied merkt.
Wenn ich mal so eine typische Extrawurst zerlege:
Schweinefleisch (66 %), Speck, Trinkwasser, Kartoffelstärke, Speisesalz, Gewürze, Gewürzextrakte, Maltodextrin, Dextrose, Farbstoff: Echtes Karmin, Stabilisator: Di-, Tri-, Polyphosphate, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat, Antioxidationsmittel: Ascorbinsäure, Konservierungsstoff: Natriumnitrit.
Da habe ich also "Abschnitte" vom Schwein wo ich an der Qualität vor allem in Zeiten der Inflation und Preissteigerungen meine Zweifel habe und 34% Zeug das ich mir teilweise eigentlich nur mit einer Knarre am Kopf zuführen würde.
Da habe ich also "echtes Karmin", was nichts anderes als gepulverte Insekten ist, wobei mir das aber noch lieber als das künstliche Derivat ist, welches im Verdacht steht Krebs zu erregen.
Dann Phosphate die komischerweise bei den Gammelfleischdönern immer angeprangert, bei der Wurst aber brav ignoriert werden.
Nitrat, was im Körper zu Nitrit werden kann, wo die Leute schon beim zu viel Düngen mit Nitrit Angst bekommen. Stichwort Nitrosamine.
Maltrodextrin, ein Kohlenhydrat, in etwa vergleichbar mit Zucker. Insulinanstieg. Wird auch schon mal im Sport verwendet. Aber dann vor dem Krafttraining. Ob man nach einer Wurst ein paar Hanteln hebt stelle ich aber einmal in Frage?!
Natrium. Da steht oft nur Speisesalz. Welches genau ist unbekannt. Jodiertes Steinsalz? Meersalz? Schmecks! Ich persönlich gebe sehr kontrolliert Salz in meine Nahrung, meistens Meersalz. (Nicht das ich gegen die Jodierung wäre!)
Ob ich da täglich eine Extradosis Salz in Wurst benötige bezweifle ich aber. Blutdruck, Nieren.
Zum Schwein selbst, das ist schon meistens Fett und mit Speck wird es auch nicht besser. Weniger Protein als Huhn oder Rind.
Der einzige Vorteil wäre Vitamin B1, das ist beim Schwein mehr enthalten als bei Rind oder Huhn. Aber das Vitamin ist auch nicht endlos beständig und bei der Herstellung der Wurst wird der Großteil davon zerstört.
Mein Fazit, definitiv nicht viel besser als ein Döner, sogar wesentlich ungesünder als das meiste vom Schachtelwirt. Greife da wenn es nach Aufschnitt verlangt eher zu gegrillter Hühnerbrust, gibts auch ungepökelt.
Und wenn schon Schwein, lieber eine Karreerose am Grill. Als Ersatz für Hartwurst mache ich oft Beef Jerkey selber.