Dom/ Sub und der Alltag

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vorweg: er schreibt

Ich denke, man kann das nicht pauschalisieren. Es gibt m.E.n. kein richtiges oder falsches BDSM. Ja, es gibt immer die, die bspw. die Geschichte der O als einzig wahres Vorbild nehmen. Ich halte das für Unsinn, da man damit nur etwas nachspielt. Jeder sollte seinen eigenen Weg finden, denn letztlich sind wir ja alle unterschiedlich. Wir haben ja auch nicht alle die gleichen Lieblingsspeisen.

In unserem Fall haben wir es einfach probiert und sich entwickeln lassen und dabei unser eigenes BDSM Model entwickelt. Sexuell habe ich das sagen, auch kann ich es einfordern, wann immer mir danach ist. Im "normalen" Leben, sind wir jedoch völlig gleichberechtigt, da ich eine unterwürfige Partnerin im Alltag nicht aushalten würde. Das reale Leben macht uns eine 24/7 BDSM Beziehung einfach unmöglich.

Wir unterscheiden also das "nomale" und das "BDSM" Leben, wobei ich bestimme, wann welche Situation vorherrscht. Und natürlich -bevor jetzt wieder welche losbrüllen- entscheide ich das mit Gefühl und Respekt vor den Bedürfnissen meiner Sub. Schliesslich sind wir ja ein echtes Paar mit Gefühlen für einander und kein Spielpaar.
 
Ehrlich gesagt, ich kann mir ein echtes bdsm-Verhältnis innerhalb einer normalen Beziehung/ Ehe überhaupt nicht vorstellen. Da kann doch eine zeitweilige "Session" nur eine Spielrei sein, die immer mehr zu einer Routinehandlung nach bekannten Wünschen wird.

Damit will ich das nicht abwerten, aber ich unterscheide schon recht deutlich zwischen einem mit Spannung geladenen Abenteuer, auf das ich mich auch mit Fremden einlassen kann, und einer "Family-Session", bei der ich schon vorher weis, was kommt.
 
Ich könnte mir so etwas schon vorstellen aber nur so, wie es das O_paar beschreibt.
 
F
Ehrlich gesagt, ich kann mir ein echtes bdsm-Verhältnis innerhalb einer normalen Beziehung/ Ehe überhaupt nicht vorstellen. Da kann doch eine zeitweilige "Session" nur eine Spielrei sein, die immer mehr zu einer Routinehandlung nach bekannten Wünschen wird.

Damit will ich das nicht abwerten, aber ich unterscheide schon recht deutlich zwischen einem mit Spannung geladenen Abenteuer, auf das ich mich auch mit Fremden einlassen kann, und einer "Family-Session", bei der ich schon vorher weis, was kommt.


Das ist Ansichtsache. Für mich kann ich sagen, dass ich richtig guten Sex nur in einer Beziehung habe. Man kennt sich eben und vertraut einander. Ein one night stand ist dagegen nur eine müde Nummer. Bei BDSM ist das bei mir noch deutlicher ausgeprägt. Ohne das Vertrauen und die Basis einer Beziehung, könnte ich das womöglich gar micht ausleben.

Und es ist kein Spiel sondern eine innere Einstellung. Das ist ein geosser Unterschied! Wir spielen nie im Rahmen einer Session, sondern sind wir selbst.
 
Ich denke es hängt von der Kunstfertigkeit und Kreativität des Dom ab, jede Session wie ein "mit Spannung geladenes Abenteuer" zu führen (sofern der Sub das auch möchte).
Abwechslung ist das Salz in der Suppe, würde es immer nach Schema-F ablaufen, würde es es sehr schnell langweilig werden und mal ehrlich, dann würde es doch niemand von uns mehr tun, oder?

@Marlene32: Du spielst mit "Fremden"?! Das ist doch gefährlich, spricht da dein Selbsterhaltungstrieb nich dagegen?
 
Ich denke es hängt von der Kunstfertigkeit und Kreativität des Dom ab, jede Session wie ein "mit Spannung geladenes Abenteuer" zu führen (sofern der Sub das auch möchte).
Abwechslung ist das Salz in der Suppe, würde es immer nach Schema-F ablaufen, würde es es sehr schnell langweilig werden und mal ehrlich, dann würde es doch niemand von uns mehr tun, oder?

@Marlene32: Du spielst mit "Fremden"?! Das ist doch gefährlich, spricht da dein Selbsterhaltungstrieb nich dagegen?

Mit "Fremden" meine ich Bekannte außerhalb meiner festen Beziehung, also quasi ein erlaubtes Fremdgehen. Ich weis schon, auf was ich mich da einlasse. Ich bin Mitglied in einem privaten Club, in dem man sich untereinander ganz gut kennt und manchmal sind auch Gäste dabei, die ich zwar nicht kenne, aber Vertrauen haben kann, weil die anderen Mitgliedern bekannt sind. So ist es immer sehr abwechselungsreich und naürlich auch spannend, weil ich als devote Sub vorher nie so genau weis was kommt. Das ist für mich der Kick und das, was mich eigentlich daran erregt.

Es geht dabei nicht hauptsächlich um sm-Spielchen, sondern auch um Vorführungen, Verführungen, Orgasmuskontrolle usw. Da meistens mehrere beteiligt sind, ist das Risiko nicht so groß, als wäre man nur einem Partner ausgeliefert.
 
"Fremde" bereichern auch unsere Sessionen hier und da. Wobei es dann eher Vorführungen sind und die zusätzlichen MitspielerInnen i.d.R. nicht wissen, was es eigentlich für uns ist. Kopfkino eben.

Einem anderen Dom würde ich meine Sub niemals überlassen. Dazu bin ich wohl zu besitzergreifend :-)

Wir sind gern passiv auf solchen O-Veranstaltungen anwesend, können uns aber mit einem "zur Verfügung stellen" nicht anfreunden. Vielleicht weil ich Macht nicht gern teile und ihr das nötige Vertrauen zu Fremden fehlt.

So ist eben jeder anders gestrickt.
 
"Fremde" bereichern auch unsere Sessionen hier und da. Wobei es dann eher Vorführungen sind und die zusätzlichen MitspielerInnen i.d.R. nicht wissen, was es eigentlich für uns ist. Kopfkino eben.

Einem anderen Dom würde ich meine Sub niemals überlassen. Dazu bin ich wohl zu besitzergreifend :-)

Wir sind gern passiv auf solchen O-Veranstaltungen anwesend, können uns aber mit einem "zur Verfügung stellen" nicht anfreunden. Vielleicht weil ich Macht nicht gern teile und ihr das nötige Vertrauen zu Fremden fehlt.

So ist eben jeder anders gestrickt.

"Macht nicht gerne teilen" und "besitzergreifend sein " ist ein "Leiden", dass die meisten Doms haben. :)

Diese Doms wollen dann aber auch meistens 24/7 dominant sein und suchen eine Frau, die sich ihnen unterwirft. Mit solchen Kontakten habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie eben eine Frau als ihr Eigentum betrachten und nicht fähig sind, eine gleichberechtigte Partnerschaft oder Sm-Verhältnis zu führen. Oft ist ihnen sogar die Dominanz im Alltag das Wichtigere und sind bdsm-sexuell ausgesprochene Nieten.

In einem Club treffe ich erfahrene Mitspieler/Innen, die mit mehr als nur einer Person ihre Erfahrungen gemacht haben.
 
"Macht nicht gerne teilen" und "besitzergreifend sein " ist ein "Leiden", dass die meisten Doms haben. :)

Diese Doms wollen dann aber auch meistens 24/7 dominant sein und suchen eine Frau, die sich ihnen unterwirft. Mit solchen Kontakten habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, weil sie eben eine Frau als ihr Eigentum betrachten und nicht fähig sind, eine gleichberechtigte Partnerschaft oder Sm-Verhältnis zu führen. Oft ist ihnen sogar die Dominanz im Alltag das Wichtigere und sind bdsm-sexuell ausgesprochene Nieten.

In einem Club treffe ich erfahrene Mitspieler/Innen, die mit mehr als nur einer Person ihre Erfahrungen gemacht haben.


Deine Erfahrungen akzeptiere ich natürlich, muss aber für unseren Fall widersprechen, was die Dominanz im Alltag angeht. Nochmal, wir sind da absolut gleichberechtigt und sie ist dann eher Prinzessin als Sub.

Wie gesagt, wir haben da unser ganz eigenes Modell entwickelt um allen Bereichen unseres Lebens gerecht zu werden.

Was den Besitzanspruch betrifft, sollte ich vielleicht klarstellen, dass dieser rein sexuell ist und auch nur im Zusammenhang mit BDSM. Wir haben bspw. auch völlig "normalen" Sex in SC's und sind da sehr wohl in der Lage zu teilen / zu tauschen.
 
Deine Erfahrungen akzeptiere ich natürlich, muss aber für unseren Fall widersprechen, was die Dominanz im Alltag angeht. Nochmal, wir sind da absolut gleichberechtigt und sie ist dann eher Prinzessin als Sub.

Wie gesagt, wir haben da unser ganz eigenes Modell entwickelt um allen Bereichen unseres Lebens gerecht zu werden.

Was den Besitzanspruch betrifft, sollte ich vielleicht klarstellen, dass dieser rein sexuell ist und auch nur im Zusammenhang mit BDSM. Wir haben bspw. auch völlig "normalen" Sex in SC's und sind da sehr wohl in der Lage zu teilen / zu tauschen.

Was ich schreibe, soll keine persönliche Bewertung sein. Ich gebe nur meine eigene Erfahrung und Einstellung als Beitrag zum Thema wieder.

Selbstverständlich wird jeder seine persönliche Vorlieben, einen machbaren Weg, aber auch unrealisierbare Fantasien haben. Es wäre ja auch schlimm, wenn es da ein einheitliches Denkmuster gäbe.

Für mich ist ausschlaggebend, ob mich etwas in eine innere Erregung versetzt. Und das klappt leider bei Hobby-Sadisten nicht. Vielleicht bin ich da auch eine Ausnahme, aber eh ich mich auf langweilige 08/15-Spielchen einlasse, riskiere ich lieber was oder lass es ganz.
 
Was ich schreibe, soll keine persönliche Bewertung sein. Ich gebe nur meine eigene Erfahrung und Einstellung als Beitrag zum Thema wieder.

Selbstverständlich wird jeder seine persönliche Vorlieben, einen machbaren Weg, aber auch unrealisierbare Fantasien haben. Es wäre ja auch schlimm, wenn es da ein einheitliches Denkmuster gäbe.

Für mich ist ausschlaggebend, ob mich etwas in eine innere Erregung versetzt. Und das klappt leider bei Hobby-Sadisten nicht. Vielleicht bin ich da auch eine Ausnahme, aber eh ich mich auf langweilige 08/15-Spielchen einlasse, riskiere ich lieber was oder lass es ganz.


Sadismus spielt bei uns z.B. gar keine Rolle. Haben wir probiert, ist nicht unser Ding. Uns geht es um Benutzung, Erniedrigung, Fixierung usw.
 
Gehört Benutzung, Erniedrigung, Fixierung nicht zu bdsm?


natürlich - ich wollte damit nur sagen, dass "Hauen" für viele der einzige oder zumindest der wichtigste Bestandteil ist. Für uns ist das nichts. Eher schon leichtes Würgen, grobes Anfassen. Wir haben schon einiges in der Szene ansehen dürfen und zumeist ist es schnödes Popohauen mit unterschiedlichen Geräten. Macht uns nicht an, andere schon.
 
Und dass ist das schöne an Bdsm D/S es gibt soviele unterschiedliche Arten zu leben.
Für mich ist es wichtig ab "wann" und "wie" der Stein ins rollen gebracht wird.
Ich kann es mir nichtmehr vorstellen das genau um 21:00 es losgeht..
Und obwohl ich Sadist bin ist ein hirnloses einschlagen gleichzustellen mit dem Schnitzelklopfen.. Sub ist immer Mensch und kein Stück Fleisch!!
Bdsm D/S ist so schön wenn Niveau und Stil gewart bleiben .
 
Ich für meinen Teil könnte das nie nur auf den Sex beschränken.
Denn meine ganze Art ist so, ich bin so. Und ich will das leben. ;)
 
Man muss sich gut austauschen zb.: wie? Zu welcher Zeit? 24/7? ...
Wichtig ist umso kreativer man (dazu gehören beide) ist desto schöner wird der Tag.
 
Auch wenn ich da ein Neuling bin, Eure Unterhaltung ist wahrlich eine Wonne zu lesen, keine dummen Kommentare, klare Aussage, darüber hinaus auch noch die Informationen wie und warum für jeden seine Neigungen vertreten kann und will, letztendlich auch die Gegendarstellung akzeptiert!

Mein Fazit, das beste was ich jetzt mal virtuell kennengelernt habe!

PS eigentlich hat mich ja "Geisterlicht" auf diese Rubrik gebracht,....Danke an der Stelle !! :-)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich bin im Beruf die Chefin meines Doms und auch in unserem Haushalt treffe ich die meisten Entscheidungen (vor allem, weil ich das sehr gerne tue und er diesen Dingen nicht soviel Bedeutung zumisst wie ich es tue). In unserer Partnerschaft bin ich Sub und er Dom, und zwar nicht nur beim Sex sondern auch in unserem Alltag. Klingt für Neulinge eventuell schwierig oder widersprüchlich, ist es aber nicht.
Ja. Erwachsene, reife Menschen können in einer BDSM Beziehung Spiel und Alltag trennen. Wobei ich persönlich den "fliegenden Wechsel" zwischen den Zuständen sehr liebe ;)
 
Ist (hier jedenfalls ein Niveau volle Art und auch für neue sicher verständlich, jedem das seine was es zu erfahren gilt!
 
seit 20 Jahren lebe ich mit meiner Frau, wir haben Kinder und einen Alltag. Es ist bei uns bei BDSM wie beim 0815 Sex, wir haben nicht immer Lust, wenn aber dann geht es relativ spontan.
Abmachungen wie um 21:00 beginnen wir etc. stammen vom Wunschzettel - machen wenige tatsächlich.
Außer wir machen ein nettes Rollenspiel. Aber da tastet sich derjenige "Lüsternde" heran - wie den die Stimmung ist und dann beginnt das mit Kopfkino und Vorbereitung den Tag über .....
 
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