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Weil hier auch Verhütung angeführt wurde: Meine Schwiegermutter ist ein Jahrgang, welcher die Einführung der hormonellen Verhütungsmethode mit der Pille erlebte. Sie nahm dabei wahr, dass vor dieser Einführung Kinder in der Gesellschaft als willkommen angesehen wurden. Mit der Einführung dieser Möglichkeit verschob sich dies, laut ihrer Wahrnehmung. Plötzlich wurde man schief angesehen, wenn man mit mehr als zwei Kindern öffentliche Verkehrsmittel benutzte. Kommentare wie: warum hat die so viele Bälger, kann die nicht verhüten?, tauchten auf.
Ich selber kann diese Wahrnehmung leider bestätigen: Ich selber war mit meinem zweiten Kind mit sichtbarem Bauch schwanger in einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs. An der Hand hatte ich drei weitere Kinder, Drillinge, vierjährig. Die Drillinge waren Kinder von meinem Familieneinsatz als Familienhelferin von der Caritas. Also meine aktuelle Arbeit damals.
Die Blicke die mir zugeworfen wurden, waren alles andere als herzlich. Gott sei Dank musste ich nur ein paar Stationen mit den Kleinen fahren.
Die Verhütung der Empfängnis bei der Frau war ein historischer Segen. Wer möchte schon ein ganzes fruchtbares Leben lang Kinder in die Welt setzen, ohne Wahl, ohne Pause, ohne Perspektive. Sie versprach Freiheit, Selbstbestimmung und ein Leben jenseits biologischer Zwänge.
Doch diese Freiheit wirft Schatten. Seit ihrer Einführung genießen kinderreiche Familien kaum noch gesellschaftliches Ansehen. Was einst selbstverständlich war, gilt heute als unvernünftig. Die Norm hat sich verschoben – nicht zugunsten echter Vielfalt, sondern zugunsten neuer Erwartungen.
Die versprochene Selbstbestimmung bleibt zudem unvollständig. Die Verantwortung für Verhütung liegt bis heute überwiegend bei der Frau, ebenso die gesundheitlichen Folgen. Gleichzeitig bleibt sie in den Köpfen vieler Männer Objekt der Begierde. Der Körper ist freier geworden, das Denken nicht.
So zeigt sich ein Paradox: Die Frau darf entscheiden, ob sie Mutter wird – aber nicht, wie sie gesehen wird. Die Technik emanzipierte sich schneller als die Gesellschaft.
Ich selber kann diese Wahrnehmung leider bestätigen: Ich selber war mit meinem zweiten Kind mit sichtbarem Bauch schwanger in einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs. An der Hand hatte ich drei weitere Kinder, Drillinge, vierjährig. Die Drillinge waren Kinder von meinem Familieneinsatz als Familienhelferin von der Caritas. Also meine aktuelle Arbeit damals.
Die Blicke die mir zugeworfen wurden, waren alles andere als herzlich. Gott sei Dank musste ich nur ein paar Stationen mit den Kleinen fahren.
Die Verhütung der Empfängnis bei der Frau war ein historischer Segen. Wer möchte schon ein ganzes fruchtbares Leben lang Kinder in die Welt setzen, ohne Wahl, ohne Pause, ohne Perspektive. Sie versprach Freiheit, Selbstbestimmung und ein Leben jenseits biologischer Zwänge.
Doch diese Freiheit wirft Schatten. Seit ihrer Einführung genießen kinderreiche Familien kaum noch gesellschaftliches Ansehen. Was einst selbstverständlich war, gilt heute als unvernünftig. Die Norm hat sich verschoben – nicht zugunsten echter Vielfalt, sondern zugunsten neuer Erwartungen.
Die versprochene Selbstbestimmung bleibt zudem unvollständig. Die Verantwortung für Verhütung liegt bis heute überwiegend bei der Frau, ebenso die gesundheitlichen Folgen. Gleichzeitig bleibt sie in den Köpfen vieler Männer Objekt der Begierde. Der Körper ist freier geworden, das Denken nicht.
So zeigt sich ein Paradox: Die Frau darf entscheiden, ob sie Mutter wird – aber nicht, wie sie gesehen wird. Die Technik emanzipierte sich schneller als die Gesellschaft.




