Aktiv/Passiv

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Funktionierende Beziehungsformen gibt es wie Sand am Meer. Eine sexuell harmonische und ausgeglichene Verbindung basiert aber nicht zwangsläufig darauf, dass auch das sexuelle Engagement, erotische Aktivitäten, Aufforderungen, die Lust Neues einzubringen oder Unbekanntes auszuprobieren von beiden im gleichen Maße ausgeht oder vorhanden ist. Meist ist - bei klassischen Kontakten ganz genauso wie etwa im BDSM-Bereich - aber doch einer von beiden die etwas stärkere Triebfeder. Der eine, der die Lust in der Ausübung des Reizes und im Berühren findet, während der andere seine Lust auf eine eher hingebende Weise und im berührt werden auslebt. Als hingebungsvoll würde ich aber beide Positionen bezeichnen, sofern das Ganze stimmig ist und ineinandergreift ohne dass Defizite für einen der beiden entstehen. Ich versuche das bewusst losgelost von klassisch submissiven, oder dominanten Rollen zu sehen. Denn auch in solchen Konzepten kann der/die Sub immer noch die Rolle des "Bespielers" einnehmen, während der/die dominante Partner(in) mehr oder weniger passiv bleibt. Auch wenn die Waage hier eindeutig zu einer Seite ausschlägt können solche Verhältnisse dennoch für beide Seiten als sehr zufriedenstellend erfahren und auch angestrebt werden.

Wie habt ihr das bisher erlebt? Immer gleichmäßig und abgestimmt? Unverhältnismäßig? Fühlt ihr euch selbst eher als der Part, der sich handlungsaktiver einbringt, oder genießt ihr es lieber mit euch geschehen zu lassen? Dass viele jetzt antworten werden, dass das stimmungs- und partnerabhängig ist, ist mir klar. Nichts desto trotz glaube ich, dass ebenso viele hier klare Präferenzen haben und auch aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen gewisse Dinge fordern oder auch konsequent ablehnen.
 
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Funktionierende Beziehungsformen gibt es wie Sand am Meer. Eine sexuell harmonische und ausgeglichene Verbindung basiert aber nicht zwangsläufig darauf, dass auch das sexuelle Engagement, erotische Aktivitäten, Aufforderungen, die Lust Neues einzubringen oder Unbekanntes auszuprobieren von beiden im gleichen Maße ausgeht oder vorhanden ist. Meist ist - bei klassischen Kontakten ganz genauso wie etwa im BDSM-Bereich - aber doch einer von beiden die etwas stärkere Triebfeder. Der eine, der die Lust in der Ausübung des Reizes und im Berühren findet, während der andere seine Lust auf eine eher hingebende Weise und im berührt werden auslebt. Als hingebungsvoll würde ich aber beide Positionen bezeichnen, sofern das Ganze stimmig ist und ineinandergreift ohne dass Defizite für einen der beiden entstehen. Ich versuche das bewusst losgelost von klassisch submissiven, oder dominanten Rollen zu sehen. Denn auch in solchen Konzepten kann der/die Sub immer noch die Rolle des "Bespielers" einnehmen, während der/die dominante Partner(in) mehr oder weniger passiv bleibt. Auch wenn die Waage hier eindeutig zu einer Seite ausschlägt können solche Verhältnisse dennoch für beide Seiten als sehr zufriedenstellend erfahren und auch angestrebt werden.

Wie habt ihr das bisher erlebt? Immer gleichmäßig und abgestimmt? Unverhältnismäßig? Fühlt ihr euch selbst eher als der Part, der sich handlungsaktiver einbringt, oder genießt ihr es lieber mit euch geschehen zu lassen? Dass viele jetzt antworten werden, dass das stimmungs- und partnerabhängig ist, ist mir klar. Nichts desto trotz glaube ich, dass viele hier klare Präferenzen haben und auch aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen gewisse Dinge fordern oder konsequent ablehnen.


Im Idealfall hält es sich die Waage.

Ich halte es für völlig normal, dass man (auf Dauer) weder das eine, noch das andere sein möchte...also..."NUR".
Mal empfängt man, mal gibt man - so sollte es (für mich jedenfalls) sein.

Wobei ich zugeben muss, dass ich es auch schon mal in einer Partnerschaft erlebt habe, fast ausschließlich der aktive Part zu sein.
Das hat auf Dauer nicht funktioniert.
 
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Es ist immer ein Geben und Nehmen, nur auf verschiedenster Basis....
Ich z.B. „Gebe“, in dem ich mir „Nehme“
 
Fühlt ihr euch selbst eher als der Part, der sich handlungsaktiver einbringt, oder genießt ihr es lieber mit euch geschehen zu lassen?
Geschehen zu lassen bedeutet nicht zwingend dabei handlungspassiv zu sein, sondern ich sehe es eher als Hingabe an den anderen Menschen in der Erfüllung gemeinsamer Wünsche.
Natürlich lasse ich gerne geschehen. Die Aufregung, Nervosität, Erregung die man dabei erlebt, wenn man sich vertrauensvoll fügt und den Phantasien des Partners ausgesetzt ist, ist schon sehr aufregend.
 
In meiner letzten Beziehung waren wir sehr ausgeglichen. Er war beruflich Monteur und nicht sehr frei in seinen Entscheidungen, privat dafür umso mehr entscheidungsfreudig. Ich hatte nach Feierabend keine Lust mehr irgendwas zu entscheiden und nahm eher den „passiven“ Teil ein. Wir haben uns gut ergänzt. Auch sexuell hat sich das ähnlich abgespielt, wobei ich keine Probleme damit hatte ihn auch mal zu verwöhnen, aber die Art und Weise hat er bestimmt. Das hat sich halt auch im Bereich „Unterordnung“ abgespielt. Wir waren, was das anbelangt, ein gutes Team.
 
Mit der Mutter meiner Kinder war es sehr einseitig. Vorschläge, Ideen und Wünsche kamen ausschließlich von mir, wenn ich nachgefragt hab, was sie sich wünscht, oder probieren will, kam immer nur ein "es passt eh wie's ist".
Die sexuelle Triebfeder war hauptsächlich ich.
Diese Einseitigkeit war unglaublich frustrierend und hat Selbstzweifel geschürt.
Am Ende war es nur ein Geben meinerseits, und Nehmen ihrerseits, das könnte ich auch nicht schönreden, indem ich ihren Part als hingebend berühren lassend beschreibe.

Die Gegenseitigkeit die ich inzwischen habe, ist einfach in allen Punkten erfüllend.
 
Wie du schon so richtig festgestellt hast, es is eine ziemlich individuelle Geschichte, die auch vom momentanen Umständen geprägt ist. ABER grundsätzlich, wenn ich mir mein bisheriges Sexualleben inkl Partner anschaue, war ich gern der devote Part und habe immer am besten bzw eher am längsten mit sehr dominanten Männern harmoniert. Nicht, dass ich mich gern "unterbuttern" lass, gerade im Job usw bin ich die Tonangebende, wahrscheinlich deshalb lass ich mich im Bett gern "unterpuxxxx" :lalala::p

Nein, ich finds einfach geil wenn ein Mann weiß was er will und vor allem wie sehr er mich will.... Auch wenn ich den Spieß gern umdrehe. Bei dominanten Männern gibt mir das "Ruder in die Hand nehmen" dann noch mehr.. Aaaah.. So viele versaute Wortspiele würden mir noch einfallen :poppen:
 
Mit der Mutter meiner Kinder war es sehr einseitig. Vorschläge, Ideen und Wünsche kamen ausschließlich von mir, wenn ich nachgefragt hab, was sie sich wünscht, oder probieren will, kam immer nur ein "es passt eh wie's ist".
Die sexuelle Triebfeder war hauptsächlich ich.
Diese Einseitigkeit war unglaublich frustrierend und hat Selbstzweifel geschürt.
Am Ende war es nur ein Geben meinerseits, und Nehmen ihrerseits, das könnte ich auch nicht schönreden, indem ich ihren Part als hingebend berühren lassend beschreibe.

Die Gegenseitigkeit die ich inzwischen habe, ist einfach in allen Punkten erfüllend.
Ich hab das viele Jahre genau so erlebt. Ich gebe sehr sehr gerne wenn ich fühlen kann dass es ankommt. Manchmal aber hätte ich gerne auch nur geführt, wenigstens eine Hand die über deine Rücken gleitet. Manchmal einfach Initiative von ihr. Aber da war nichts, nicht mal küssen wollte sie. Ich habe sehr darunter gelitten. Oft haben wir darüber geredet aber nichts hatte sich geändert... Wir lebeb seit Oktober getrennt . Einsamkeit in der Beziehung kann sehr schwer sein....
 
Ich denke man sollte Passivität wie es hier in der Threaderöffnung gemeint ist auch nicht mit Passivität im Sinne von mangelnder Initiative und Freude an der Zweisamkeit gleichsetzen.
 
Ich denke man sollte Passivität wie es hier in der Threaderöffnung gemeint ist auch nicht mit Passivität im Sinne von mangelnder Initiative und Freude an der Zweisamkeit gleichsetzen.
Ja, wenn Beide nicht die gleiche Libido und ähnliche Phantasien, Verlangen haben, dann wird's auf die Dauer nichts.:cool::zzz:
Ist wie Feuer und Eis.
Das Eis schmilzt, und das Feuer erlischt. ... A' Gatschpartie.:lalala:. :rofl::lol:
..und ohne Feuer ka' Licht, und dann wird's Dunkel. ....im Keller:verwirrt:
 
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Am Anfang, noch frisch verliebt, hielt sich das in etwa die Waage. (Beide SEHR aktiv :rolleyes:)
Nach der "Abkühlphase" mit Kindern und Haus war es meistens meine Initiative.
Ich hatte da oft das Gefühl das anstossen zu müssen, damit was in Gang kommt.
Obwohl ich mir da gewünscht hätte, dass ich öfter mal verführt werde. Das blieb aber die Ausnahme.

Heute bin ich eher aktiv-gebend, während meine Frau sich gerne passiv verwöhnen lässt.
Mir gefällts wenn sie sich dabei vertrauensvoll fallen lässt während ich dominant die Kontrolle
ausübe, auch mal ganz handfest mit fesseln u.ä....
Ihre passive Hingabe ist für mich eine reizvolle Verführung, die Rollenverteilung bietet einen schönen
Rahmen unsere Lust auszuleben.

Mal schauen was die Zukunft noch bringt, ich glaube aber nicht dass sich Rollenverteilung bei uns noch mal
komplett umdrehen wird.

Gewisse Tendenzen sind in den meisten Menschen angelegt und manifestieren sich mit der Zeit.
Die wenigsten wollen und können sich um 180° ändern egal ob das aktiv/passiv oder switchen ist.
 
Das mag auf den ersten Blick „egoistisch“ erscheinen, aber bei genauerer Betrachtung erfüllt das „Nehmen“ ja die Bedürfnisse des anderen zu gleichen Teilen.

Bei genauerer Betrachtung kommt mir in Wahrheit das Speiben, wenn aus so einem Verhalten etwas Positives gebastelt wird.
Bedürfnisbefriedigung? Doch nur, wenn's dem der nimmt auch grad in den Kram passt. Schwach.
 
Vielleicht sollte man es dreiteilen.?
Aktiv aktiv = hat Verlangen, und liebt die Bewegung, und bringt Ideen ein. .." Ak ak "
Aktiv Passiv = hat Verlangen, liebt es aber, sich in dem Akt fallen zu lassen, und sich überraschen lassen. "Akpa"
Passiv Passiv = ka' Verlangen, ka' Lust, zurzeit asexuell. ...." Pa.Pa." . :stop: .

???????
:)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Funktionierende Beziehungsformen gibt es wie Sand am Meer. Eine sexuell harmonische und ausgeglichene Verbindung basiert aber nicht zwangsläufig darauf, dass auch das sexuelle Engagement, erotische Aktivitäten, Aufforderungen, die Lust Neues einzubringen oder Unbekanntes auszuprobieren von beiden im gleichen Maße ausgeht oder vorhanden ist. Meist ist - bei klassischen Kontakten ganz genauso wie etwa im BDSM-Bereich - aber doch einer von beiden die etwas stärkere Triebfeder. Der eine, der die Lust in der Ausübung des Reizes und im Berühren findet, während der andere seine Lust auf eine eher hingebende Weise und im berührt werden auslebt. Als hingebungsvoll würde ich aber beide Positionen bezeichnen, sofern das Ganze stimmig ist und ineinandergreift ohne dass Defizite für einen der beiden entstehen. Ich versuche das bewusst losgelost von klassisch submissiven, oder dominanten Rollen zu sehen. Denn auch in solchen Konzepten kann der/die Sub immer noch die Rolle des "Bespielers" einnehmen, während der/die dominante Partner(in) mehr oder weniger passiv bleibt. Auch wenn die Waage hier eindeutig zu einer Seite ausschlägt können solche Verhältnisse dennoch für beide Seiten als sehr zufriedenstellend erfahren und auch angestrebt werden.

Wie habt ihr das bisher erlebt? Immer gleichmäßig und abgestimmt? Unverhältnismäßig? Fühlt ihr euch selbst eher als der Part, der sich handlungsaktiver einbringt, oder genießt ihr es lieber mit euch geschehen zu lassen? Dass viele jetzt antworten werden, dass das stimmungs- und partnerabhängig ist, ist mir klar. Nichts desto trotz glaube ich, dass ebenso viele hier klare Präferenzen haben und auch aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen gewisse Dinge fordern oder auch konsequent ablehnen.
Ich denke grad, dass ich, wenn ich Dich irgendwo kennenlernen würde, mir noch ein Bier bestellen würde, das Ganze abbrechen würde und "servus" sagen" tät. ;)
 
Unverhältnismäßigeit führt früher oder später wohl zu einem Ungleichgewicht, dem kein Schiff standhalten kann.

Wenn man sich darüber im klaren ist, dass Passivität im Sinne von Annehmen des Partners nichts mit Desinteresse oder einer leidlichen Duldung gemein hat, findet sich, was sich zu ergänzen vermag.

Finden beide ihre Mitte darf das Pendel im beide Richtungen ausschlagen . .
 
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