Was glaubst, wieviele es "wagen" werden, nach Ablauf der Übergangsfrist noch nach den gerade abgeschafften Glühbirnen zu fragen?
Das hat zwei Aspekte: 1. Wenn keine Glühbirnen mehr hergestellt und verkauft werden, hat es auch keinen Sinn mehr danach zu fragen. 2. Unabhängig ob das nun in allen Fällen so ist, gelten Energiesparlampen als ökonomisch und ökologisch sinnvoller. Warum also sollte man nach etwas fragen, was man nicht für sinnvoll hält?
Andererseits: Cannabis ist auch verboten. Und wird deshalb in Europa nicht gekifft? Und ist Dir zu Ohren gekommen, dass die Amerikaner gegenüber strengen Rauchverboten rebellischer sind als Europäer?
Prostitution hat es in Europa trotz zweier Jahrtausende christlicher Sexualmoral und sozialer Ächtung und Verfolgung von Prostituierten immer gegeben, so wie auch in anderen Gegenden, wo Prostitution offiziell verboten ist (z. B. islamische Länder).
Deine Ansichten sind empirisch nicht haltbar.
Zu der Frage, ob Prostitution dazu beiträgt, dass es weniger Vergewaltigungen gibt:
Höchstens marginal. Verlässliche Vergleichswerte dazu gibt es nicht.
Dass Vergewaltigungen die Folge unbeherrschbaren sexuellen Verlangens sind, scheint mir nicht plausibel. Mit ein bisschen Introspektion sollte man feststellen können, dass mangelnde Gelegenheit zum Sex nicht dazu führt, dass der Trieb immer stärker und stärker wird, bis man es irgendwann nicht mehr aushält.
Dem Vergewaltiger geht es wohl eher darum, etwas zu bekommen, von dem er das Gefühl hat, dass es ihm von Frauen vorenthalten wird. Deshalb vergewaltigt der Vergewaltiger auch Prostituierte, denn für Sex bezahlen zu müssen, hilft ihm nicht über sein Gefühl der Demütigung hinweg. Darüber hilft ihm nur hinweg, sich zu
nehmen, was er will.