Ich hab zwar noch 9 Jahre bis zur 40, trau mich aber trotzdem hier was zu schreiben...
Ich bin zu einem großen Teil bei meiner Oma aufgewachsen, die beide Weltkriege erlebt hat. Dadurch hab ich interessante Werte und Ideen mitgeliefert bekommen und hänge auch a bisserl "an der guten alten Zeit", die ich ja selber kaum kenne.
Meines Gefühls nach ist der Unterschied zw einem heute 35 und einem 45 jährigen Menschen geringer als zwischen jetzt 30 und 20. Weil ich auch noch s/w-fernsehen erlebt habe, dass irgendwann mit dem Testbild geendet hat und auch ich ohne Handy und Internet groß wurde.
Ich weiß noch, wer immer "guten Abend die Madeln und servas die Buam" sagte, liebe Peter Alexander-Filme und weiß, das LP's auf beiden Seiten abspielbar sind...Auch meine Eltern und ich haben uns Fußballspiele beim Wirten ums Eck angeschaut und so weiter und so fort.
Aber: Die Tochter (17) eines Freundes hat mir gezeigt, dass die "Jugend von heute" mir in einigen Dingen massiv voraus ist.
Beispiel: Immer wieder, wenn sie mir von Problemen im Freundeskreis erzählt sagt sie: "dann haben wir uns zusammen gesetzt, darüber gesprochen und eine Lösung gefunden"
Diese soziale Kompetenz hätt ich der "virtuellen" Jugend eigtl nicht zugetraut!
Auch in meinem Studium bin ich mit vielen zusammen, die erst 18, 19 sind. Und die sind großteils sozial interessiert, engagiert und weltoffen. Nix frustrierte PC-Hocker, keine No-Future Gedanken. Keine materialistischen Egoisten (zumindest nicht mehr als zu der Zeit als ich 18 war).
Und das hat mich sehr zufrieden gemacht, weil man einfach darauf vertrauen kann, das jede Generation im Grunde "das Richtige" tut.
Ich hoff, ich konnt rüberbringen, was ich meine.

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Liza
ps: 40 ist das neue 30...denkt mal drüber nach, ich find, das stimmt...
