Bevor die Diskussion wieder in Nebenschauplätze „entgleitet“, mal was Grundsätzliches zur Lust als solche und im spezifischen zur weiblichen:
Die „Lust“ ist kein „Bestellartikel“, weder „Online“, noch im „Direktvertrieb“ und auch nicht vom „Ladentisch“ (sprich Bordells, Laufhäuser etc.) erhältlich. Sie ist ein Konglomerat von Gefühlswahrnehmungen und körperlichen Triebelementen und bedingt ein gewisses Maß an Zeit und Bereitschaft eigene Grenzen auszuloten. Und setzt ein hohes Maß an Neugierde und Phantasie voraus. All das gepaart mit Respekt vor dem Anderssein der/des „Gegenüber“ und zumindest einen Hauch von „Liebe“ und sei diese nur für einen Augenblick möglich.
Wenn ich jemande

nicht „mag“, nicht „riechen“ kann oder nicht mit der notwendigen Achtung begegne, dann wird’s „NIX“ mit Sinnesrausch und Lustzauber.
Dies Alles ist auf der ganzen Welt die Voraussetzung dass sich die beiden Geschlechter, ob nun hetero-, bi- oder gleichtgeschlechtlichsexuell, irgendwie und irgendwann zu einer „Gemeinsamkeit“ treffen. Und natürlich gilt dies auch für das „heilige Land“ Tirol, wiewohl man

/frau hierzulande manchmal das Gefühl hat dass die „Älpler“ auf einem ganz eigenen, erotischen Planeten herum geistern.
Vor allem ist bei uns die erotische Kommunikation und der Zugang zur „Lust“ fast ausschließlich patriarchisch geprägt. Es geht fast immer nur um die vordergründige Lustbefriedigung für die „Mander“, Frauen haben dabei mehrheitlich die Rolle der „Liebesdienerin“ einzunehmen. So als eine Art „Zugehfrau“ - immer verfügbar und wenns irgendwie geht „billig solls aber schon auch sein“.
Nun gibt’s aber die „Lust“ (übrigens egal welcher Art) nicht kostenlos. Ja sie ist sogar, wenn man

/frau sie ausgiebig geniessen möchte, sehr kostenaufwendig. D.h. nicht nur monetär, ja auch, sondern vor allem ein „Rundumpaket“.
Mich irritiert, ja es stoßt mich sogar sehr ab, dass z.B. viele User – und da wieder vornehmlich jüngere – sich zwar regelmäßig für ihren tiefegelegten BMW odgl. alle halben Jahre einen Satz neuer Felgen anschaffen, aber für ein „Date“ mit einer Frau/einem Mädchen nicht einmal eine Einladung zu einem guten Abendessen odgl. zustande bringen. Geschweige denn einen Blumenstrauß oder als kleine Aufmerksamkeit ein kleines Parfüm-Flacon oder ein „süßes Gusto“ offerieren. Aber selbstverständlich möchte er
„...mit Dir richtig f....n...“ oder
„...meinen Schwanz in Dich rein stecken...“ usw. und so fort. Verbal und im Vorfeld einen fast immer schamlosen „Forderungskatalog“ erstellen, aber selber oftmals nicht einmal das notwendige Packerl Tempo oder gar die „Verhüterli“ mitbringen.
Woher soll denn bei solchen „Voraussetzungen“ die „weiblich Lust“ kommen??? Die Frauen, und damit auch die Tirolerinnen, sind keine Geilheitsglückspielautomaten, bei denen man einfach einen Hebel zieht und dann purzelt ein „Lustpaket a la carte“ heraus. Weil Letzteres solls natürlich schon sein, von wegen
„...bringen solls sie schon...“.
Die „Lust“ war und ist immer die „Erstgeborene der Liebe und Leidenschaft“, ohne sie gibt es keine befriedigende Lebensführung. Sie beginnt unmittelbar nach der Geburt mit der „Lust“ am Sein, setzt sich fort mit der „Lust“ am Entdecken und Lernen und Heranwachsen, breitet sich dann aus mit der „Lust“ für alle Vielfalten des Lebens – vom Essen, Trinken, Kleiden, Reisen, Bildung etc. etc. - und natürlich, und insbesondere, mit der „Lust“ an und für die „Liebe“ zu den Anderen, aber auch zu sich selber. Wer sich selber nicht mag, der/die kann und wird auch nie Andere „mögen“ und „lieben“ können.
Und dann ists halt „NIX“ mit kennenlernen, wahrnehmen und MITEINANDER genießen – was auch immer.
Eigentlich sind Threads wie dieser (und auch andere) dringlichst vorgetragene „Hilferufe“. Und zugleich auch „Einladungen“. Nämlich zur Teilnahme am „Ball der einsamen Herzen und Gelüste“, um vielleicht oder gar tatsächlich die eigenen Lustvorstellungen mit anderen zu verschmelzen. Und um dann doch noch irgendwie die „weibliche Lust in Tirol“ zu entdecken. Dabei ist sie, die „weibliche Tiroler Lust“ eh da, ja und nicht nur vermutlich im Übermaß. Aber dazu brauchen wir wohl einen Sinneswandel. Nämlich vom einseitigen „männlichem Gehabe“ hin zum partnerschaftlichen Lustaustausch. Die Zeit fürs Matriarchat, aber nicht nur auf der Lustebene, ist überfällig. Damits nie mehr „wenig weibliche Lust in Tirol“ gibt.