Was fehlt euch am Internet von früher?

Lady_Strapon

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Weiblich Österreich, Wien (1190) Mitglied mit finanziellen Interessen
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Mal ganz abgesehen von sexuellen Dingen:
Was war früher im Internet besser? Was fehlt euch?

Mir fehlt da vieles.

Zum Beispiel die vielen privaten Websites. Nicht unbedingt die bunt plinkenden Beepworldseiten, es gab aber auch private Websites, deren Webmaster wirklich etwas von Webdesign verstanden haben und sehr kreativ waren.
Auch die Forenkultur fehlt mir. Dieses Forum ist eigentlich eines der wenigen, wo noch etwas los ist, finde ich.

Dann auch manche Spielereien... es gab ja mal den IRC Chat, da gab es auch Chaträume mit Quizbots.
 
Ich will nicht sagen, dass es mir wirklich fehlt, aber ich habe damals viel Zeit in Chats verbracht und sehr viele Leute kennengelernt, sehr viele auch real bei Chattertreffen, darunter auch meine Lebensgefährtin vor ca. 18 Jahren. Mit einigen besteht auch heute noch Kontakt.
 
Stimmt, die Chats waren auch anders.
Anfangs fand ich das Chatten extrem spannend. Diese Chatrooms. Da gab es anfangs mal einen, wo jeder User ein Art Avatar hatte, die alle in einem Raum angezeigt wurden. Man konnte sich aussuchen, wo man stehen will.
Danach in anderen Chats fehlte es mir immer und ich konnte mich nicht so an reine Namenslisten gewöhnen. :D
 
Ich vermisse das offene Wort. Früher konnte man auf fast jeder Plattform frei von der Leber schreiben, heutzutage muss man sich so eine Maske der Korrektheit aufsetzen um nicht sofort gebannt oder gleich angezeigt zu werden.

Das Internet war für mich immer ein Raum für unzensierte Kommunikation die auch anonym ablaufen kann. Heutzutage braucht es für echte Anonymität schon etwas Aufwand und dazu wollen die meisten Nutzer gar keine unzensierten Dialoge mehr führen.

Was ich auch vermisse sind die kleinen Warez Seiten die oftmals nur von einer Person betrieben wurden, Suchmaschinen die nicht nur Big Player bevorzugten und auch gut gefüllte IRC Server.

Was mich am Internet heutzutage extrem stört ist die Einflussnahme durch Fakenews. Wenn früher jemand Scheisse verbreitet hat, dann hat man ihm das auch gesagt. Es gab noch genug vernunftbegabte Menschen die zum Beispiel wussten das jemand der einen Krieg beginnt der Täter und kein Opfer ist oder das es keine geheimen "Chips" in den Frühstücksflocken gibt. Heute werden auf professioneller Ebene Inhalte erstellt die zu 70% aus Wahrheit und zu 30% aus manipulativen Inhalten bestehen um sie als Privaten Content getarnte PR unter die Massen zu streuen.
 
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