Reaktionsfetischismus

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Mir hat jetzt mal ein Dom erklärt, er sei Reaktionsfetischist.

Als ich mich zu dem Thema schlau gemacht hab...kam mir vor..... das ist ein künstlicher Begriff für ganz normales sexuelles Verhalten.

Man tut was und freut sich über die Reaktion darauf.

Was ist eure Ansicht zu dem Thema?
 
Mir hat jetzt mal ein Dom erklärt, er sei Reaktionsfetischist.

Als ich mich zu dem Thema schlau gemacht hab...kam mir vor..... das ist ein künstlicher Begriff für ganz normales sexuelles Verhalten.

Man tut was und freut sich über die Reaktion darauf.

Was ist eure Ansicht zu dem Thema?

Also "normales" sexuelles Verhalten ist heutzutage auch schon ein Fetisch? :wideyed:
 
Mir hat jetzt mal ein Dom erklärt, er sei Reaktionsfetischist.
Dafür braucht es einen Dom?

Wer interagiert mit anderen Menschen egal auf welcher Ebene ohne an Reaktion interessiert zu sein.
In Deinem Beispiel zwei Möglichkeiten:
Eine Antwort ist Schmerz, Pein, Überforderung, etwas zu tun, das Sub nicht will, ihr/im graust ekelt, über die Grenze - somit beherrschen, Macht ausüben.
Die andere erwünschte Reaktion: den Punkt zu finden, Spannung, Lust, Hingabe zu fühlen im gegenseitigen Spiel sich körperlich/geistig zu finden und zu vereinen.

Tja und dann hätten wir wirklich die Null-Reaktions-Fetischisten.
Die jedoch einer Praktik, einer Körperform/farbe etc., Bekleidung, Szenario verfallen sind.
Da geht es nur darum einen lebenden Körper zur Verfügung zu haben, mit dem man das machen kann, was man in der Phantasie mit einem ebenso gesichtslosen Fremdkörper und fremder Haut tun kann. (je weniger Persönlichkeit, verbale Interaktion vorab und Wünsche der hat desto besser)
(Die findet man nicht nur in diesen Konstellationen, sondern auch in kommunikationslosen Darkrooms und SC, vielleicht noch ein Kick durch das Risiko, das man so eingeht.)

Was wiederum die Frage einiger beantwortet, warum Frauen seltener als Männer in dieser Position zu finden sind.
Weniger würden es nicht sein, wenn sie ihren Ansprüchen entsprechend jemand fänden - aber das hier, ist wohl nicht die passende Plattform.)
 
Eine Antwort ist Schmerz, Pein, Überforderung, etwas zu tun, das Sub nicht will, ihr/im graust ekelt, über die Grenze - somit beherrschen, Macht ausüben.
Dieses Thema fasziniert mich die ganze Zeit.

Wer tut wirklich was, was seine Grenzen überschreitet?
Und wenn, ist derjenige seinem Dom dann noch zugetan? Oder kippt es mit so einer Erfahrung....

Somit ist es aus meiner persönlichen Sicht nie eine wirkliche Überwindung.
 
Da geht es nur darum einen lebenden Körper zur Verfügung zu haben, mit dem man das machen kann, was man in der Phantasie mit einem ebenso gesichtslosen Fremdkörper und fremder Haut tun kann
Ok. Vielen Dank für die Erklärung!

Das wird für dominante Leute ja auch oft die Intention sein.
Jetzt versteh ich, warum derjenige das so betont hat, dass er Reaktionsfetischist ist.
 
Jetzt versteh ich, warum derjenige das so betont hat, dass er Reaktionsfetischist ist.
Denk ich auch.

Vielleicht erinnerst Du Dich an die Zeit als die Doms wie die Schwammerln aus dem Boden schossen?
Ich denke, viele davon wollten endlich mal mit einer willigen Frau tun, was sie immer schon geguckt oder gewollt haben.
Augen verbinden, damit sie das Elend net sieht. Anbinden, weil es dann leichter geht, auch keine ablehnende Interaktion körperlich statt findet, ein Knebel praktisch, da wird jedes "nein" zum Lustgestöhn.

:)
Auch schon lang vorbei, war schon sehr schräg - also die Schwammerl-Doms.
 
Dieses Thema fasziniert mich die ganze Zeit.

Wer tut wirklich was, was seine Grenzen überschreitet?
Und wenn, ist derjenige seinem Dom dann noch zugetan? Oder kippt es mit so einer Erfahrung....

Somit ist es aus meiner persönlichen Sicht nie eine wirkliche Überwindung.
Kommt wohl ganz auf die Grenzen an. Es gibt Dinge, die ich mir früher im Ansatz nicht hätte vorstellen können, die mir mit @Mitglied #490845 aber Lust bereiten. Zum Teil auch ehemalige No Go's. Ich war aber grundsätzlich dazu bereit, es für und mit ihm auszuprobieren.
Das macht wahrscheinlich den Unterschied, die grundsätzliche Bereitschaft gewisse Grenzen zu erweitern oder zu brechen.

Es gibt nach wie vor Dinge, die ich niemals und für niemanden tun würde, zum Beispiel KV, oder Spiele mit Blut/Nadeln. Einfach weil ich mich dazu in keinster Weise überwinden könnte. Würde ein empathischer Mensch aber auch niemals verlangen.
 
So seh ich das auch.
Die grundlegende Bereitschaft ist innerlich da, auch wenn man vorher sagt....Nein das ist nix für mich.....


Ist es dann Überwindung?
Ist es definitiv. Man hat ja Vorstellungen und ja, auch gewisse Vorurteile. Ist vergleichbar mit Essen (wi wir wieder beim Hauptthema des Forums wären 🤣).
Es gibt Dinge beim Essen, da graust es manchen schon bei der Vorstellung. Hirn zum Beispiel, oder Insekten. Wenn man es dann probiert, ist es vielleicht sogar schmackhaft.
Scheiße hingegen muss ich nicht erst probieren, um zu wissen dass das nicht schmecken wird (auch wenn mir Fliegen oder Nacktschnecken da widersprechen würden.)
 
Nachtrag - es gab auch nie einen Sexualpartner, wo ein Abbruch nicht möglich gewesen wäre. Ein einfaches Nein hätte gereicht. Auch wenn es landläufig gegenteilige Meinungen gibt, muss eine Sub eben nicht alles tun was Dom verlangt und ihre eigenen Grenzen setzen und schützen.
 
Hach, so eine kleine Ader hat doch jeder von uns auch keine Dom's 😁

Dem Anderen mit dem Finger vom Hals runter zur Brust weiter über den Bauch, ein wenig seitlich um zu schauen wo die kitzelige Stelle anfängt, gespannt auf die Reaktion wenn er zuckt.🤭

Apropos zucken :lalala:

Da zeigt der Penis so einige Reaktion. Frauen müssen daher eher mit Stöhngeräuschen ihr momentanes befinden mitteilen. Ist aber auch eine Art der Reaktion.
 
Mir hat jetzt mal ein Dom erklärt, er sei Reaktionsfetischist.

Als ich mich zu dem Thema schlau gemacht hab...kam mir vor..... das ist ein künstlicher Begriff für ganz normales sexuelles Verhalten.

Man tut was und freut sich über die Reaktion darauf.

Was ist eure Ansicht zu dem Thema?
Warum hast den Dom nicht gleich selbst gefragt ? Du sitzt doch an der Quelle. :schulterzuck:
 
Ich seh es ein bisschen differenzierter... klar ziehen die meisten Menschen Lust aus der Lust ihres Partners. Und jegliche Bezeichnung, die Menschen verwenden um ihre sexuellen Vorlieben zu beschreiben wird - wie vieles andere auch (Sapiosexualität u.ä.) zweckentfremdet.

Ich habe dieses Wort "Reaktionsfetisch" durchaus benutzt um zu beschreiben, woher ich meine Lust beziehe. Während es vielleicht so manchem Mann komplett egal ist ob Frau, z.B. beim Oralverkehr (blasen), wirklich Freude und Lust empfindet, vergeht meine Erektion, sobald ich merke, sie macht es mir zuliebe. Ob dies nun ein Fetisch ist oder nicht, wage ich zu bezweifeln...
Es ist einfach nur ein Wort, welches dazu dient, näher zu beschreiben wie man tickt. Sofern man sich noch nicht kennt.
 
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