Moralische Anpassungsfähigkeit

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Wenn sie ein Mann wäre würde ich sagen sie denkt mit dem sch....!
Sorry, aber wenn es um Sex geht, denk ich vorwiegend an Sex und nicht an Buchbesprechungen.

Fürs Hirn, fürs Herz, für tollen Sex zu Zweit hab ich ja meinen Mann! ;)
 
Liebe Morathi,

ich denke dass der hier zur Diskussion stehende Terminus der "moralischen Anpassungsfähigkeit" schon definitionsgemäß ein gewisses Paradoxon darstellt. Denn unter Moral versteht man ja die Summe der Wertvorstellungen einer Person auf intrinsischer Basis. Die der gesellschaftlichen Konvention entsprechenden
Wertvorstellungen die sicherlich die Moral einer Person zu einem gewissen Grad beeinflussen wären dann die Sitten.

Während aber ein Handeln gegen die gesellschaftlichen Sitten zumeist durch Geringschätzung durch die Gruppe oder andere Sanktionen von außen z.B. die Partnerin trennt sich von ihrem Schwein von Fremdgeher bestraft wird so würde ein Handeln gegen die eigene Moral ja eine Abkehr von den eigenen Überzeugungen bedeuten und hat lediglich innere Konsequenzen für die jeweilige Person.

Nun bin ich zwar der Meinung dass ein Mensch seine moralischen Vorstellungen im Laufe der Zeit
für sich selbst ändern kann allerdings bedarf es hierzu einer für sich selbst guten Rechtfertigung warum so eine
Änderung der moralischen Wertvorstellungen vertretbar ist. Fehlt diese Rechtfertigung für einen selbst so belasten
Verhaltensweisen die gegen die eigene Moral verstoßen nachhaltig die Psyche des/derjenigen. Was von einem kurzen schlechten Gewissen bis hin zu massiven langanhaltenden psychischen Problemen führen kann. z.B. jemand betrügt seine/n PartnerIn obwohl er Fremdgehen moralisch für falsch hält.

Beleuchtet man nun den Begriff moralische Anpassungsfähigkeit so bedeutet dieser wohl am ehesten wie weit ist jemand dazu bereit von seinen eigenen moralischen Vorstellungen abzuweichen um einen persönlichen Vorteil zu erlangen.

Es geht also weniger um die Frage wie leicht jemand seine Einstellung davon was für ihn selbst vertrebar und was nicht vertretbar ist ändert als vielmehr darum mit welcher Konsequenz und moralischen Integrität ein Mensch sein Leben lebt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch öfter vom stark oder weniger stark ausgeprägten Gewissen eines Menschen.

Festzuhalten in Bezug auf den angeführten Fall sind also folgende Dinge:

die Tatsache dass die Männer mit denen Morathi Sex hat unterschiedliche Auffassungen davon vertreten was Sex mit ihr und Sex mit der eigenen Partnerin mit Dritten betrifft zeigt dass der Sex mit Morathi grundsätzlich von diesen
Männern als moralisch falsch wahrgenommen wird. Scheinbar dürfte jedoch die Versuchung groß genug sein um die Moral über Bord zu werfen

Morathi selbst hat zwar Recht damit wenn sie sagt dass die Entscheidung gegen die eigene Moral zu vestoßen letztlich bei den Männern liegt blendet aber scheinbar für sich selbst bewusst aus dass es durch den Sex beim Sexpartner zu gewissen moralischen Problemen Gewissensbissen bis hin zur Verlust der Partnerin durch verstoß des Verhaltens der Männer gegen die Sitte kommen kann. Das beweisst dass auch in ihrer Vorstellung und darüber haben wir bereits im Fremdgehen Thread gelesen "verbotener Sex" nicht 100% moralisch vertretbar ist.

Abschließend möchte ich festhalten dass zwar Menschen mit wenig stark ausgeprägten moralischen Vorstellungen scheinbar unbeschwerter und freier Leben können da sie sich selbst weniger stark in ihren Handlungen beschränken andererseits denke ich dass es für die eigene Psyche eines Menschen sich positiv auswirkt wenn man über moralische Wertvorstellungen wie immer diese auch gelagert sein mögen verfügt.

lg sakura
 
Zuletzt bearbeitet:
So, und nun meine Frage dahinter - wie seht ihr diese Moral, die (wie mir scheint) mit zweierlei Maß gemessen wird?
Bin ich zu streng in meiner Auslegung?
Na, bist ned. Das ist die aus der Steinzeit rübergerette Scheinheiligkeit bei uns Männern. Meine Partnerin gehört mir, sie darf nur meinen Nachwuchs austragen, während ich Mann meine Gene weit streuen muss (hat ja eh nix mit Liebe zu tun, ist nur körperlich). Und nachdem wir in der Regel a bisserl feig auch noch sind, sollte die Partnerin das nicht erfahren.
Genauso wie ein Mann, der jeden Tag eine Andere abschleppt, ein toller Hecht ist, während a Frau, die des macht, gleich als Nutte verschrieen ist.
 
Festzuhalten in Bezug auf den angeführten Fall sind also folgende Dinge:

die Tatsache dass die Männer mit denen Morathi Sex hat unterschiedliche Auffassungen davon vertreten was Sex mit ihr und Sex mit der eigenen Partnerin mit Dritten betrifft zeigt dass der Sex mit Morathi grundsätzlich von diesen
Männern als moralisch falsch wahrgenommen wird. Scheinbar dürfte jedoch die Versuchung groß genug sein um die Moral über Bord zu werfen
Es könnte so sein - aber selbst wenn komme ich mit meinen Moralvorstellungen nicht in Konflikt! ;)
Morathi selbst hat zwar Recht damit wenn sie sagt dass die Entscheidung gegen die eigene Moral zu vestoßen letztlich bei den Männern liegt blendet aber scheinbar für sich selbst bewusst aus dass es durch den Sex beim Sexpartner zu gewissen moralischen Problemen Gewissensbissen bis hin zur Verlust der Partnerin durch verstoß des Verhaltens der Männer gegen die Sitte kommen kann. Das beweisst dass auch in ihrer Vorstellung und darüber haben wir bereits im Fremdgehen Thread gelesen "verbotener Sex" nicht 100% moralisch vertretbar ist.
Wenn du jetzt auch noch den erhobenen Zeigefinger runternehmen könntest, wäre ich dir dankbar! ;) Deine Postings lesen sich aus diesem Grund ein wenig mühsam.
Aber sei es wie es sei. Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass diese Heimlichtuerei mit meinen Wertvorstellungen nicht konform geht - aber deswegen steht es mir noch lange nicht zu, andere Menschen zu verurteilen - deren Vorstellungen anders liegen.
Die Moral anderer Menschen liegt NICHT in meiner Verantwortung - egal wie lang die Sätze sind!

Abschließend möchte ich festhalten dass zwar Menschen mit wenig stark ausgeprägten moralischen Vorstellungen scheinbar unbeschwerter und freier Leben können da sie sich selbst weniger stark in ihren Handlungen beschränken andererseits denke ich dass es für die eigene Psyche eines Menschen sich positiv auswirkt wenn man über moralische Wertvorstellungen wie immer diese auch gelagert sein mögen verfügt.
Ok das heißt, dass laut deiner These aber auch ein gewisses Maß an Moral vorhanden sein muss um gesundend zu wirken. Sorry, aber das ist für mich einfach nur journalistisches Geschwafel! ;)
 
Was kümmert`s die Eiche, welch` Borstentier sich an ihr kratzt? Glücklich die, welche ihre Moral omnipräsent und zeitlebens hochhalten. Moralische Wertvorstellungen ändern sich, ähnlich verhält es sich mit den Maximen. Aber ich war schon immer schlecht in Ethik.
 
Ich denke dass es grundsätzlich schwer ist abseits der "Normalität" das "teilen" des Partners zu akzeptieren. Dies ist aber bei Männern und Frauen von Grundauf verschieden. Ich habe beobachtet dass Männer grundsätzlich (nicht immer, aber eben grundsätzlich) kein Problem damit haben ein sexuelles Verhältnis bzw. einen "Ausrutscher" (... lol) mit einer anderen Frau zu haben (zusatz: die Frauen stehen dem in nichts nach... ) , ob da ihr Mann nun dabei ist oder nicht. Gleichzeitig wäre das ebensolche Verhalten der Partnerin eine sofortige Beendigung der Beziehung nach sich zieht. Ich glaub es liegt an der Differenzierung der Sexualität. Nämlich zwischen sexueller und emotionaler Untreue zu unterscheiden. Ich persönlich kenne wenige Männer die ihrer Partnerin emotional Untreu waren, sexuell aber viele. Vielleicht liegt es an dem profanen Umstand bzw. der althergebrachten Denkweise dass Männer Ihren Sextrieb mit weniger Emotionen ausleben, sei es aus der genetisch bedingten Ecke heraus oder anderes.. Frauen allerdings (wobei wir auch hier wieder bei alten Weisheiten sind) eher emotional loslassen müssen um einen anderen Sexpartner während einer Beziehung zu haben. Dies lässt sich natürlich nicht über alle stülpen und Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich denke dass dies der Grund ist warum Männer ein Problem damit haben, es zwar selbst ohne Zweifel und langem Nachdenken zu tun, aber das größte Problem damit haben wenn es die Partnerin tut, ich glaub es ist einfach die Verlustangst.. der emotionale Verlust der Partnerin.

Ich weiß nicht ob "scheinheilig" der richtige Ausdruck ist.. Wäre es normal (wobei ich sagen muß dass ich ziemlich viele Frauen kenne die Ihren Partner betrügen ((ohne seine Kenntnis darüber))) dass man eine offene Beziehung lebt oder dass man seinen Partner, um das Liebesleben etwas zu entstauben, mit anderen teilt und gemeinsam(!) daraus Lust und Laune schafft - denke ich wäre dies kein Problem. Trotzallem leben wir noch immer in einer Welt in dem "nur" 2 Menschen zusammengehören sollen (hörensagen und altertumsschwaflerei) und dies so tief in uns verankert ist dass es ein emotionales, nicht sexuelles Problem ist....

Hab ich jetzt zuviel und zu ungenau geschwafelt?... naja ;) dies wären halt meine Gedanken dazu.

lg
 
Bei all der Vielzahl an...

EhebrecherInnen, ach so moralisch Gefestigten, vermeintlich über den Dingen Stehenden, AusreisserInnen und wieder Nachhausekommenden, Abtrünnigen, treulosen Schlampen, eidbrüchigen Halunken, disloyalen selbstgefälligen Egoschweinen, charakterschwachen Lumpen, Wanderhuren- und Pokale,...

... da bekommt man ja schon Angst in Zeiten wie diesen jemals wieder auf eine gesunde Ethik hoffen zu können, geschweige denn eine Partnerschaft einzugehen. Diejenigen Ausübenden drehen sich`s sowieso zurecht wie ein ständig wechselndes Windradl, alleine schon ob der eigenen Rechtfertigung - dem Selbsteingeständnis. Alle waren`s - nur ICH nicht. Es ist immer geil, aus der zweiten oder gar dritten Reihe die Steine zu werfen. Mainstream halt. Und de Generation Porno. Die moralische Gesellschaftslatte liegt so weit unten wie die Tiefstpreislatte vom Merkur. Mittlerweile gereichts nur mehr für`s Untendurchkriechen. Ähnlich einer Assel.
 
Die Moral anderer Menschen liegt NICHT in meiner Verantwortung
logisch, wie auch..aber diskutieren tun wir drüber und mitlesen werden auch einige von denen

aber ich, würd mich mit leuten nicht umgeben die nicht annähernd mit meinen moralischen werten und ich mit den ihren zurechtkomme...und auch ficken würd mich da nicht umstimmen
 

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