Meine Absicht war nicht eine lange moralische Diskussion loszutreten (wobei ich das eigentlich sehr interessant finde, nur geht es sehr am Thema des Threads vorbei). Mein Standpunkt in Kürze (eigentlich eher in Länge):
Die Beschreibung der Optik ist für mich Teil eines Erfahrungsberichts (der übrigens immer subjektiv ist). Aussehen ist ein Kriterium bei Sexarbeit - logischerweise nicht das einzige, aber ein durchaus wichtiges. Ansonsten bräuchten wir ja keine Fotos. Inwiefern die Fotos der Realität entsprechen ist für mich ein wichtiger Teil eines Erfahrungsberichts. Ich bleibe bei meiner Beschreibung:
Sie ist eine attraktive, junge Frau, auf den Fotos sieht sie jedoch (noch) besser aus als in echt. Die Fotos sind aber eindeutig von ihr. Die Dienstleistungen und Zeiten werden genau eingehalten,
servicemäßig gibt es absolut kein Problem.
Was anscheinend nicht an meinem Bericht verstanden wurde: Ich laste der Frau
keine schlechte Hygiene an, sondern die Beobachtung, dass sie
aufgrund der extremen Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen nicht ausreichend Zeit für eine angenehme Pflegeroutine hat:
- 15-Mal am Tag zu duschen mag niemand und ist nicht gut für die Haut. Das gilt auch für Duschen, Make-Up, Schwitzen in Endlosschleife.
- Wenn man von 9 bis 21 Uhr Kundschaft hat, irgendwann noch essen und auch etwas schlafen soll bei zusätzlich anstrengender körperlicher Betätigung, wird man sich nicht mehr jeden Abend die Beine rasieren, weil: Wann?
- Oft kaum Zeit für Frühstück, keine fixe Mittagspausen/Essenszeiten usw. sind weder optimal für Geist noch Körper usw.
TLDR: Schlussendlich bleibe ich bei meiner Meinung:
Ich kritisiere die Arbeitsbedingungen, die in meinen Augen ein noch angenehmeres Service als auch ein vernünftigeres Arbeitsumfeld für die Frauen verhindern. Geschuldet sehe ich das in der extrem hohen Kundenfrequenz. Schlussendlich bekommt man ein gutes Service bei niedrigem Preis unter moralisch fragwürdigeren Bedingungen als sonst.
Einen
"Vernichtungszug" (kulturell-historisch übrigens sehr spannende Wortwahl) sehe ich in meinem Posting nicht, dazu müsste mein Posting persönliche Angriffe beinhalten, die nichts mit der Dienstleistung zu tun haben oder verleumderische Falschaussagen, die nicht meiner Beobachtung entsprechen. So oder so bezweifle ich, dass die Models an
zu wenig Kundschaft leiden (ist aber nur eine Vermutung).
(Noch ein Punkt: Menschen mit Autos oder anderen Gegenständen zu vergleichen ist natürlich verwerflich. Es wird hier aber eigentlich nicht das Mädchen mit dem Auto verglichen, sondern die Tätigkeit des Autokaufs mit dem Kauf einer Sexualdienstleistung, ontologisch relevante Unterschiede in meinen Augen. Die feine Art ist es natürlich dennoch nicht. Schlussendlich kommentieren wir aber die Dienstleitung und nicht den Wert der Person, welcher klar von der Dienstleistung zu trennen ist. Während Optik für die Dienstleistung relevant ist, ist Optik nicht relevant für den Wert einer Person - zumindest sollte es das nicht sein.)
Mehr habe ich nicht beizutragen. Wer mit mir diskutieren will, kann das natürlich gerne über eine direkte Nachricht machen. Ich bin für gesittete Diskussionen immer gerne zu haben, will aber nicht diesen Thread themenverfehlen.