Nun aber meine Frage an euch, ist es nicht ein Gesundheitsrisiko für Kundschaft und Dienstleisterin?
Natürlich besteht da ein Gesundheitsrisiko. Kein Zweifel.
Ganz ehrlich über vaginalen und analen GV besteht doch das größte Ansteckungsrisiko, und für die Frau mehr als für den Mann.
Bei analem ein noch mal größeres.
Aber wie können Sexworkerinnen ein Ohne-Service anbieten ohne dabei russisches Roulette zu spielen. Ist denen ihr Leben egal, oder werden sie gezwungen? Ich meine damit, es soll ja auch registrierte SWs geben die sogar ein Ohne-Service anbieten. Was für einen Mut die haben müssen. Ich könnte so etwas nicht? Und wofür der Aufpreis? Um sich dann die teuren Medikamente leisten zu können? Aber auch die Kunden sind ja mehr gefährdet.
Die Gründe warum S(ex) W(orkerinnen) eine "Ohne-Service" anbieten und Kunden darauf bestehen sind vielfältig:
Mut würde ich allerdings da keineswegs hinzuzählen, sondern:
1) Der Konkurrenzkampf. Wer mehr macht, hat mehr Kunden.
2) Wer mehr macht, darf mehr verlangen. Daher der Aufpreis. Das ist bei einem anderen Job auch nicht anders.
3) Manche SW als auch Kunden haben eine ausgeprägte Gabe zur Verdrängung.
4) Manchen ist ihr Leben tatsächlich egal. Da ist der 'Ohne-Service' nicht einmal das einzige Gesundheitsrisiko. Da kommen Alkohol und Nikotinkonsum hinzu. Alles leider schon persönlich gesehen.
Ganz arg sind wohl die dran, die sich mit Sex ihre Drogensucht im Sinne von Harten Drogen finanzieren müssen. Dies habe ich allerdings noch nicht persönlich kennengelernt, soweit ich das beurteilen kann.
5) Manche sind schlichtweg dumm und glauben den medizinischen Hergang von HIV-Infektionen nicht. Da gibt es auch im EF-Forum Belege.
6) Und manche meinen schließlich, dass die Medizin ohnehin schon so viel Fortschritte (medikamentöse Behandlung) gemacht habe, da könne man sich schon einen Virus leisten. Bei der langen Inkubationszeit, und schließlich lebe man ja nicht in Afrika etc....

7) Und manche ziehen halt den zweifelhaften 'Genuss' von 'ohne' einem langem Leben vor. Das ist ihnen einfach so viel wert. Das ist ja vielleicht bei Typen, die mit dem Fallschirm von einer Staumauer springen, auch ned anders. So nach dem Motto: "live hard - die young".
Hat jemand von euch schon mal ein ohne-service konsumiert und sich danach gefragt, wie lange lebe ich noch…
Also französisch, sowohl aktiv als auch passiv, zähl' ich eigentlich nicht zum Ohne-Service. Davon hatte ich eine jede Menge und mir ist diesbezüglich noch nie was passiert. Ich ließ mich regelmäßig medizinisch checken - hatte diesbezüglich noch nie ein Problem.
Mir wurde das mal so erklärt, dass in der Saliva (Spucke) eine Substanz sein soll, die auf die Übertragung des HIV Virus hemmend wirkt. Weiß nicht ob's stimmt.
Ein paar Mal hatte ich aber GV ohne
Kondom mit einer Prostituierten.
Mal wollte ich es, da wirkte Meister Verdrängung nach dem Motto: 'Es wird schon nix passieren'.
Doch einmal wurde ich regelrecht 'überrumpelt': auf meine Frage, ob sie es 'ohne' mache, antwortete eine SW mit 'nein'.
Doch dann im Eifer des Gefechtes meinte sie, wir könnten es 'ohne' machen, sie sei gesund. Und ich vergaß meine Verantwortung und ließ mich darauf ein...
Sie bot mir sogar AV 'ohne' an, doch GottseiDank funktionierte da mein Verstand soweit, dass ich ablehnte.
Die Zeiten bis zu den HIV Tests samt Ergebnis empfand ich allerdings nicht als beunruhigend oder bedrückend. Wieder wirkte Meister 'Verdrängung'......
ich will jetzt kein moralapostel sein, aber das ist doch eine sache über die man nachdenken sollte, oder was meint ihr?
Das hat jetzt überhaupt nichts mit 'Moralapostel' zu tun, sondern es ist eine Frage der Vernunft, bei wenig bekannten Sexualpartnern ein Kondom zu benutzen.
cornaer
