Häusliche Gewalt .... unfassbare Story ....

Das was ich mir inzwischen traue zu sagen ist, dass in Österreich sehr engagiert Betroffenen geholfen wird, mit Sozialarbeit, persönlicher Assistenz und psychischer Arbeit. Das gibt es so schnell in keinem anderen Land und da darf man sehr stolz sein auf Österreich!
Anmerkung: Helfen kann man nur denen die Hilfe suchen und annehmen...
Leider wenden sich viele gar nicht oder zu spät an kompetente Stellen um Hilfe zu erfahren.

Ansonsten Applaus von mir für Dein Engagement!!
 
Es kommt immer darauf an, welche "Bildung" uns vorgesetzt wird,...denn die sogenannte Bildung wird , und soll ja nicht hinterfragt werden, was damit bezweckt werden soll,...speziell die politische "Bildung". :hmm::lehrer:

Politische Bildung überläßt man doch gerne der " Krone, Heute und Österreich ", da könnte ein Qualitätsjournalismus oder auch die öffentlich rechtlichen Medien schon etwas bewegen, aber " Bauer sucht Frau " ect. kompensieren das sicher auch.:traurig:
 
Was in diesem Zusammenhang oftmals übersehen wird ist die Tatsache, dass in diesem Dunstkreis sehr oft außergerichtlich Einigungen getroffen werden, welche die hiesige Gerichtsbarkeit unterwandern.

Man kann davon ausgehen, dass auch in diesem Fall ein von der Familie eingesetzter "Schlichter" im Hintergrund irgend eine Einigung erzielt hat.

Sprich das Krankenhaus handelt nach Vorschrift und bringt den Fall zur Anzeige.
Währenddessen wird im Hintergrund vermittelt, mitunter gedroht.
Vor Gericht kommen dann derartige Aussagen zustande.

Im Endeffekt spielen da psychische Abhängigkeiten eine genau so große Rolle wie bei uns, es kommen aber die kulturellen Gepflogenheiten noch erschwerend hinzu.

In jederlei Hinsicht, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion, finde ich Gewalt zum Kotzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
So jetzt bin ich munter und habe ein wenig mehr Zeit um zu antworten.

Gestört hat mich einfach der Satz mit den finanziell schwächeren Schichten.
Das klingt für mich abwertend, und da ich selbst aus einer Kinderreichen Familie komme, und wir zwar nicht arm waren, es doch immer wieder Engpässe gegeben hat, reagiere ich da ein wenig zu empfindlich.
Glaube dir aber das du es nicht so gemeint hast.

Um aufs Thema zurück zu kommen.
Natürlich wurde bei uns auch gestritten, aber Gewalt als solche gab es bei uns nie.
Weder gegen uns Kinder , noch unter den Eltern.

Ich bin ehrlich schockiert von deinen Beispielen, obwohl es einem schon klar ist das Fritzl und Konsorten nur negative Spitzen sind.
Aber es war mir auch immer klar das häusliche Gewalt nicht vom Stand abhängig ist.

Kenne jetzt keine Fälle von Mann und Frau, bis auf einen, aber als Kind hat man schon so einiges mitbekommen, wer regelmäßig "bestraft " bzw. geschlagen wurde.

Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, das ich mir mit diesem Thema sehr schwer tue, da es ziemlich konträr zu meinem Leben ist.

Aber Danke für deine reflektierten Antworten!

@Mitglied #411164

Danke für Deine Ehrlichkeit! :up:

Will natürlich Dich und auch andere User weder schockieren noch künstlich konfrontieren mit diesen Inhalten, doch eine oberflächliche Ansammlung a la "Wie kann Frau nur..." - dazu wollte ich schon etwas schreiben.
 
Anmerkung: Helfen kann man nur denen die Hilfe suchen und annehmen...
Leider wenden sich viele gar nicht oder zu spät an kompetente Stellen um Hilfe zu erfahren.

Ansonsten Applaus von mir für Dein Engagement!!

Du hast recht. Meist sehr spät!

Danke, doch wegen Applaus habe ich mich hier nicht eingebracht. Es ist mir auch nicht leicht gefallen mich hierzu und dazu zu äussern, die Arbeit ist sehr Sinn bringend und beglückend. Für mich persönlich besonders, wenn Kinder im Spiel sind.

Jedenfalls Danke auch Dir!
 
Will natürlich Dich und auch andere User weder schockieren noch künstlich konfrontieren mit diesen Inhalten, doch eine oberflächliche Ansammlung a la "Wie kann Frau nur..." - dazu wollte ich schon etwas schreiben.
Naja, Du hast einige erschütternde Berichte gebracht, mit denen Du offenbar selbst konfrontiert warst, aber die vom TE gestellte Frage nach dem Warum konntest Du jetzt auch nicht beantworten.
 
Naja, Du hast einige erschütternde Berichte gebracht, mit denen Du offenbar selbst konfrontiert warst, aber die vom TE gestellte Frage nach dem Warum konntest Du jetzt auch nicht beantworten.
Es gibt kein allgemein gültiges Warum.
Genauso wenig wie es eine einzige Universalformel für alles gibt.
 
Naja, Du hast einige erschütternde Berichte gebracht, mit denen Du offenbar selbst konfrontiert warst, aber die vom TE gestellte Frage nach dem Warum konntest Du jetzt auch nicht beantworten.

@Mitglied #155646

Diese Frau, um die es hier im Artikel geht, ist traumatisiert.
Es kann viele Gründe geben, warum sie ihrem Mann über Rechtsanwalt ausrichten lässt, dass sie ihm verziehen hätte.

Sie hat ihm wirklich verziehen, was sie hoffentlich auch darf!

Es ist eine Schutzbehauptung, um ihm oder seiner Familie zu signalisieren, "Ich bin nicht "schuld" daran, dass er vor Gericht steht..."

Es ist durch die, eventuell im Hintergrund verhandelten Bedingungen, zwischen diesen zwei Familien mit einem "Vermittler" ausgemacht worden, dass dies vor Gericht "zu sagen ist", in der Hoffnung es hat einen positiven Einfluss auf Urteil und Strafmaß.

Es ist ein "Fehler" oder "Missverständnis" in der Berichterstattung.

usw
 
@Mitglied #155646

Diese Frau, um die es hier im Artikel geht, ist traumatisiert.
Es kann viele Gründe geben, warum sie ihrem Mann über Rechtsanwalt ausrichten lässt, dass sie ihm verziehen hätte.

Sie hat ihm wirklich verziehen, was sie hoffentlich auch darf!

Es ist eine Schutzbehauptung, um ihm oder seiner Familie zu signalisieren, "Ich bin nicht "schuld" daran, dass er vor Gericht steht..."

Es ist durch die, eventuell im Hintergrund verhandelten Bedingungen, zwischen diesen zwei Familien mit einem "Vermittler" ausgemacht worden, dass dies vor Gericht "zu sagen ist", in der Hoffnung es hat einen positiven Einfluss auf Urteil und Strafmaß.

Es ist ein "Fehler" oder "Missverständnis" in der Berichterstattung.

usw
Das Warum bleibt weiterhin ungeklärt:D
 
Sie hat ihm wirklich verziehen, was sie hoffentlich auch darf!
Sie "darf", aber es wäre angesichts der Grauslichkeiten extrem unverständlich.

Es ist eine Schutzbehauptung, um ihm oder seiner Familie zu signalisieren, "Ich bin nicht "schuld" daran, dass er vor Gericht steht..."

Es ist durch die, eventuell im Hintergrund verhandelten Bedingungen, zwischen diesen zwei Familien mit einem "Vermittler" ausgemacht worden, dass dies vor Gericht "zu sagen ist", in der Hoffnung es hat einen positiven Einfluss auf Urteil und Strafmaß.
Beides würde zeigen, dass es in Österreich um den Opferschutz nicht wirklich gut bestellt ist.

Es ist ein "Fehler" oder "Missverständnis" in der Berichterstattung.
Das hoffen wir nicht.
 
Man kann halt auch nicht jedem potentiellen Opfer eine Polizeieskorte beiseite stellen.
Ich halte diese beiden Punkte für am ehesten wahrscheinlich.
Es gibt andere Möglichkeiten - wenn man will.
Aber bei uns liegt der Focus ja nicht wirklich auf Opferschutz, stattdessen führt man immer neue Möglichkeiten für Täter ein, einer Haftstrafe zu entgehen.
 
Es gibt andere Möglichkeiten - wenn man will.
Aber bei uns liegt der Focus ja nicht wirklich auf Opferschutz, stattdessen führt man immer neue Möglichkeiten für Täter ein, einer Haftstrafe zu entgehen.
Welche Möglichkeiten außer Identität und Wohnort wechseln fallen Dir ein?
Ein Frauenhaus bietet auch keinen sicheren Schutz.

Und ja, bei uns liegt der Fokus neben Strafe natürlich und glücklicherweise bei Resozialisierung.
Man sieht am Beispiel der USA bestens was heraus kommt, wenn man als Antwort immer nur härtere Strafen parat hat.

Um Missverständnissen vorzubeugen.
Auch mir sind Strafen mitunter zu niedrig, bzw. unverständlich.
Auch z.B. Strasser wäre so ein Fall.
Im Endeffekt muss man dafür sorgen, dass der Täter nach Beendigung der Strafe in die Gesellschaft reintegriert werden kann.
 
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