Fernbeziehung ????

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Gast

(Gelöschter Account)
Mal eine Frage an die Mitleser: Wie sind eure Erfahrungen mit Fernbeziehungen? Ich habe im Internet ein wirklich nettes Mädel kennengelernt nur kommt sie zwar aus innerhalb Deutschlands aber könnte in dem Kreis kaum weiter weg von mir wohnen. Denke wir mögen uns beide aber mir macht der Abstand Sorge, da wir wohl beide in unserer Umgebung an etwas hängen, sind es feste Freunde, Familie oder Arbeit.

Aus diesen Gründen denke ich kaum das es ratsam wäre für beide von uns komplett alles aufzugeben welche Alternativen gibt es und welche erfahrungen hat ihr?

Kann mir vorstellen das man sich halt nicht so oft sieht und sich gegenseitig besucht 1-2 mal im Monat übers (lange) Wochenende. Oder man trifft sich etwa in der Mitte was auch für jeden 300 km zu Freunden und Familien wäre also auch kein Katzensprung.

Hat jemand mit sowas schon Erfahrungen gemacht und kann mir was helfen? Vielleicht kurz zu mir, denke ist nicht unwesentlich: Ich bin ein ziemlicher Eigenbrödler (also jemand der gerne Dinge allein macht) aber dennoch ein Beziehungsmensch. Weiter fühle ich mich hier recht gebunden weiss aber auch das sie sehr genauso an Ihrer Familie und ihren Freunden hängt...

Würde mich interssieren wie ihr es geschafft habt sowas gut zu regeln. Ich komme da nicht wirklich weiter so sehr ich Nachdenke. Währe suppi wenn jemand Erfahrungen zum Thema Fernbeziehungen hätte.
 
Hei du,
garnicht so einfach Deine Frage zu beantworten.

Auch ich habe meinen Partner durch das Internet kennengelernt, wir hatten über einige Zeit eine Wochenendbeziehung. Mein Job als Webdesignerin wurde gekündigt, mangels Auftragseingang. Nun kam die Überlegung wo einen Job suchen. Da wo ich herkomme? Es dort mehr Jobs als in der Entwicklungsregion in der mein Partner wohnt.

Ich habe mich für die Beziehung entschieden. Aber es war und ist verflucht schwer. Meine Mutter ist nicht mehr die jüngste, meine Freundschaften über Jahre gewachsen - schwer zu pflegen aufgrund von Job und anderen Verpflichtungen. Und wenn es mal rappelt (obwohl ich hier auch Freunde gefunden habe, aber langjährige Freundschaften sind nicht einfach ersetzbar - zumindest bei mir) dann habe ich mich verflucht einsam gefühlt.

Ich denke, neben dem Partner ist die Region, in die man/frau ziehen muss, darf, kann noch ganz entscheidend. Von einer mittelgrossen Stadt in eine 320-Seelen-Gemeinde mit mehr Tieren als Menschen ist nicht einfach. Kleines Beispiel, eine Billig-Software von Data-Becker (falls sie mich denn interessieren würde.....) 50 km Fahrt; vorher 5 km.

Du gibst durch einen Umzug nicht alles auf, den Freundschaften kann man weiter pflegen, aber Du kannst nicht plötzlich - oder schwer - beim anderen vor der Türe stehen, "lass uns mal in die Kneipe ums Eck rum gehen". Last not least ist der Menschenschlag auch anders, zu dem Du ziehen wirst....

Ich denke, es ist es immer wert, eine gut erscheinende Beziehung auch in der Nähe zu leben, zuzsammen zu ziehen. Aber es ist schwer .... Derjenige, der wegzieht verliert etwas ....

Alles gute für diese Entscheidung.

Gruß
Dagmar
 
hey dagmar was würdest du denn empfehlen wenn die geliebte in der karibik wohnhaft ist? ich wäre schon glücklich wenn ich übers lange wochenende mal schnell 300 km fahren könnte um meine freundin zu sehen. ich mach mir des öfteren gedanken ob ich nicht die beziehung abbrechen sollte solange es noch irgendwie geht. auch wenn es mir das herz für immer brechen würde denke ich manchmal es sei einfach das beste (meine freunde liegen mir deswegen schon lange im ohr). eine beziehung auf diese distanz scheint mir auf dauer nicht realistisch (dauert jetzt schon 3 jahre) weil ich einfach keine gemeinsame zukunft sehe. sie hat zwar den wunsch ihr land zu verlassen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen das sie hier glücklich leben könnte.
 
Tja Sharkydapoo,
Hirn würde Dir raten vergess es...
Herz weiß: vermutlich nicht möglich ....

Also zumindest mal versuchen die Realität im hier und jetzt bewußter erfassen, falls da dochmal ein einheimisches Mädel ganz nett sein könnte und versuchen sich nicht auf die karibische Schönheit zu fixieren ....

und anfangen zu sparen .... für Besuche oder ihren Start hier und die Kosten für ein eventuelles Rückticket. Und versuchen sich Gedanken zu machen wie Besuche realisierbar sind. Eventuell als Aupair oder ähnliches. Da ist dann tatsächlich auch sie gefragt sich Gedanken zu machen. Daraus dürftest Du dann gleich ersehen, ob oder wie ernst es ihr ist.

Nun gut, ob es funktioniert - wenn sie hier ist - oder nicht steht in den Sternen. Nur: schwer wird es immer sein wenn verschiedene Kulturen aufeinander treffen. Ich habe schon probleme mit meiner sehr eigenartigen "Kultur" innerhalb von Deutschland, weil halt Nord und Süd doch anders sind und manche Nordler ganz besonders eigenartig (ich finde diese besonders eigenartigen auch unter den Süddeutschen; aber mit denen lebe ich halt nicht zusammen sondern mit einem besonders schwierigen, mundfaulen Nordlicht, welches Probleme lieber übersieht als darüber redet :(

Viel Glück.
aber träume nicht nur sondern versuche den Traum zu realisieren um dann zu erfahren ob Du weiterhin auf Wolke 7 schweben willst oder alles als Alptraum vergessen willst. Möglich ist beides!

Gruß
Dagmar
 
na ja wir treffen uns schon 2 mal im jahr jeweils 3 wochen (dank nettem chef welcher mir unbezahlte ferien erlaubt) nur wird leider jedesmal der abschied schwerer :cry: . ein grosses problem sehe ich darin dass sie mitten im informatikstudium steckt und vermutlich hier keine stelle auf diesem gebiet finden würde. klar hat das ganze auch seine vorteile, denn verhältitnsmässig kann ich extrem günstig ferien machen in der karibik und hab erst noch eine schöne dame an meiner seite die sich betsens auskennt. na ja ich leb halt in der gegenwart und versuche zukunftspläne zu verdrängen in der hoffnung dass sich mal was ergibt.
 
Hi Kuli, ich kann Dir da nur aus eigener Erfahrung schreiben, dass ich auch vor 3 Jahren jemanden im Chat kennengelernt habe und 1 Jahr eine Fernbeziehung :lol: geführt habe. Es war eine schwere (er war ja so weit weg :( Sehnsucht), aber auch aufregende Zeit. Wir haben viel gechattet und wenn er mich oder ich ihn besucht habe, dann war es immer sehr schön. Wir konnten uns so langsam kennenlernen und hatten immer viel Gesprächsthema, wenn wir uns getroffen haben. Heute lebe ich mit ihm in der selben Stadt und unsere Beziehung ist nach 3 Jahren immer noch ungetrübt :D alles Liebe anon-sx
 
Aus gegebenem Anlass (ZF & Blue) habe ich diesen Thread aus der Versenkung geholt:

- Was haltet Ihr von Fernbeziehungen ?
- Wäre dies für euch machbar ? (wo die Liebe hinfällt, dann...)
- Wird dies mit dem Alter immer schwieriger ?
- Wer sollte eventuell einmal sein gewohntes Umfeld aufgeben, falls man zusammenzieht ?
u.s.w............................

Ich persönlich hatte einmal eine Fernbeziehung (länderübergreifend: Österreich-Ungarn), war damals allerdings sehr jung, nach etwa 2 Jahren zog sie nach Österreich, wir hatten sogar geheiratet, sind nun seit vielen Jahren geschieden und sie lebt weiterhin in Österreich. Ich wäre dazumals nicht ins Ausland gegangen unter keinerlei Umständen, allerdings deshalb da damals und heute Ungarn nicht unbedingt ein Land ist wo ich leben wollen würde, trotz meiner ungarischen Abstammung.

Mobilis
 
Ich führe seit eineinhalb Jahren eine glückliche Fernbeziehung zu deathwing (ist auch hier im Forum angemeldet ^^). Ich sehe ihn im Schnitt alle drei Wochen übers Wochenende, dazu kommen Winter- Frühlings- Sommer- und Herbstferien. Die Entfernung ist so ca. 250 km, schätze ich (wir fahren immer mit dem Zug, ca. 3, 3,5 Stunden).

Auf Dauer wäre es für mich nichts... aber ein, zwei Jahre lässt es sich aushalten. Daher habe ich vor, zum Studium in seine Nähe zu ziehen und wenn möglich an seine Uni zu kommen.
Mit dem Älterwerden wird es sicher schwieriger... wobei ich Jugend, sagen wir 13 - 19, am wenigsten für fähig halte, eine Fernbeziehung (oder überhaupt eine Beziehung) über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Ich kenne selbst Ausnahmen, aber die Mehrheit betrachtet ein halbes Jahr Beziehung schon als eheähnlichen Zustand ;)

Da wir beide eine Flatrate haben, sprechen wir uns quasi jeden Tag ^^ (was heißt quasi?), und wir sehen uns auch relativ häufig. Nur die Zeit dazwischen (jetzt zum Beispiel) ist traurig... aber das lässt sich mit dem nötigen Schulstress recht gut kompensieren ^^
 
Also ich führe derzeit auch seit einem halben Jahr eine Fernbeziehung.
Wir haben uns im Internet kennengelernt (Zufall/Schicksal ;)).
Es sind 500km, mit dem Zug 6h einfache Fahrt.
Die Zugfahrt kostet im günstigsten Fall 70€ (hin und zurück) und im ungünstigsten Fall 200€ (Ohne Bahncard und Frühbucherersparnis)

Wir sehen uns derzeit im Schnitt alle 2 Wochen für mindestens 4 Tage und telefonieren am Tag im Schnitt 2,5h.

Es ist sehr schwer, aber wenn man verliebt ist, hält man daran fest.

Wichtig daran ist, dass es nicht auf Dauer sein soll. Man muss sich einfach sagen: irgendwann in absehbarer Zeit werden wir zusammenkommen auf die eine oder andere Art.

Das Schlimme dabei ist immer dass einer von beiden in den sauren Apfel beissen muss, um seine Wurzeln herauszureissen.
Denn wenn ich von meinem jetzigen Standort weggehe, lasse ich meine Eltern und eine ganze Menge Freunde hinter mir. Ausserdem bin ich auch schon sehr in meine derzeitige Wohngegend verwurzelt. Ich liebe das Fleckchen wo ich gerade wohne.

Aber im Zweifel würde ich mich im Endeffekt trotzdem immer für die Liebe entscheiden :daumen: :mrgreen:
 
Also meine letzte Beziehung war die letzen 2 Jahre ein Fernbeziehung. Zunächst sahen wir uns jedes WE (fing damit an dass er zum Bund musst und ging damit weiter, dass ich zum Studium 160 km wegzog), wurde dann aber etwas seltener, weil ich zum einen in meinem Uniort nicht nur studieren, sondern auch leben wollte und zum anderen ja auch mal irgendwann lernen musste.
Als ich dann meine Auslandsphase anfing, sahen wir uns nur noch alle 4 bis 6 Wochen, weil es nun 300 km waren, die uns trennten, ich es nicht einsah, warum immer nur ich diese strecke fahren sollte.
Nach einem Semester Frankreich war diese Beziehung dann vorbei. Allerdings lag das nur insofern an der Entfernung, als dass ich, durch mein "Weggehen" von zu Hause mich rasend schnell weiter entwickelt hatte während er irgenwo zwischen 17 und 19 stehen geblieben war. Heimzufahren war für mich immer mehr mit Stress verbunden, weil er nicht verstehen konnte, dass ich nicht nur ihn sondern auch meine Familie und meine Freunde sehen wollte und nicht an einem WE dass wir zusammen verbrauchten 24 stunden am Tag mit ihm zusammenkleben wollte.
Meiner Meinung nach hätte ich diese Beziehung, wäre ich nicht fortgegangen, schon viel eher beendet, weil er mich einfach nur noch eingeschränkt hatte und ich unglücklich war. Nur auf Distanz schiebt man viele Dinge zu Seite und geht Konflikten aus dem Weg, weil man den Frieden wahren will.

Trotzdem steuere ich gerade wieder auf eine Distanzbeziehung zu. Jedoch sind dort die Voraussetzungen schon anders. Während mein Ex mich mit "wann kommst du wieder, du bist sooo weit weg" vollgejammert hatte, meinte mein wohlmöglich zukünftiger "was sind schon 160 km, da kann ich ja an einem Tag hin und zurück".
Natürlich ist eine Beziehung über 160 km nicht mit einer über 1000 km vergleichbar, aber freunde von mir haben eine solche Beziehung über 2 Jahren aufrecht erhalten. Gescheitert ist sie, nachdem sie fast 3 Jahre zusammen gelebt hatten.
"Aufgeben" musst übrigens keiner bzw. jeder von beiden etwas, da sie beide zum Studium in die gleiche Stadt gezogen sind.
Sollte meine sich gerade anbahnende Beziehung halten und er eine sicher Arbeitsstelle haben, so kann ich mir schon vorstellen, mich nach Ende meines Studiums in seiner Nähe zu bewerben, da es mir eh egal ist, wo ich hin will. Ich habe also eh nicht die hier von einigen angeführte Sorge, Freunde oder Familie zurücklassen zumüssen. Zumal ich bereits erfahren durfte, dass auch 500 km distanz einer Freundschaft keinen Abbruch tun, v.a. heute, wo fast jeder zugang zum Internet hat.
Allerdings is meine Situation auch etwas leichter, zum einen wegen der doch relativ geringen Enfernung, zum andern weil ich absolut ungebunden bin und recht problemlos und ohne groß nachzudenken irgendwo hin aufbrechen kann, egal ob jetzt für einen Partner oder für ein Jobangebot. Das ändert sich sicher, wenn man einen festen Beruf/Kinder/kranke Eltern/Haus usw. hat, denn in diesen Fällen ist man nunmal stark gebunden.
 
mhm das mit den Fernbeziehungen ist immer so eine Sache es kann gut gehen aber es kann auch nicht gut gehen, ich denke mal das kommt auf beiden Seiten drauf an wie viel ihnen an dem anderen liegt, ich selbst hatte über 1Jahr inweg eine Fernbeziehung und immer wenn ich grad kein WE Dienst hatte hab ich mich in den Nachtzug nach Wien gesetzt (von Rheinland - Pfalz aus) und Sonntags wieder zurück, klar spielt auch das Geld eine Rolle aber wenn man Glück hat und früh genug Bucht bekommt man diese Fahrten schon sehr günstig. Heute wohne ich in Wien und bis eigentlich recht Glücklich.

Einen richtigen Tip wird dir meines erachtens nach niemand wirklich geben können, da wie schon gesagt es nicht nur von dir passen muss sondern auch von deinem Gegenüber. Wenn es euch beiden langt das ihr euch nur alle 1 oder 2 Wochen mal seht dann probiert es weiterhin so irgendwann wird dann schon von alleine der Moment kommen wo einer sagt ich ziehe zum anderen. Aber seit ehrlich zueinander Reden über eure Ängste bei der Fernbeziehung und versetckt euch nicht voreinander nur so kann es wirklich gut gehen.

LG jemand1982
 
Aber im Zweifel würde ich mich im Endeffekt trotzdem immer für die Liebe entscheiden :daumen: :mrgreen:

Dem kann man nur zustimmen!:daumen:

Ich hatte "nur" eine abgeschwächte Fernbeziehung, zu der Zeit, als mein Süßer bei der Bundeswehr war. Da haben wir uns die ersten 3 Monate nur am Wochenende gesehen, weil eine Fahrt in die Heimat ca. 3h dauerte.
Wir haben uns ein Buch angeschafft, in welchem wir dem anderen mitteilen konnten wie unser Tag so war und was wir sonst noch für wichtig hielten. Das Buch wurde wöchentlich weitergegeben.
Es war für mich eine wichtige, aber trotzdem keine sehr angenehme Zeit. Ich war zwar noch in der Schule und hatte so zumindest einen halben Tag Ablenkung, aber trotzdem wurde die Sehnsucht manchmal unerträglich...:(
Das letzte halbe Jahr wurde er dann -zufälligerweise:mrgreen: - ganz in die Nähe von zu Hause versetzt, so, dass wir uns auch einmal unter der Woche sehen konnten. Das war für uns beide eine große Erleichterung und machte dieses halbe Jahr nicht mehr ganz so schwer, da man wusste, dass der andere nicht mehr so weit weg war.

Heute würde ich sagen, dass die persönliche Einstellung zu so einer Situation eine wichtige Rolle spielt. Die Liebe wird in diesem Fall auf eine harte Probe gestellt, aber ich glaube fest daran, dass man jedes Hindernis überwinden kann. Man muss es nur von ganzem Herzen wollen und daran glauben, dass die Liebe stark genug ist!

Diese Aussage von Fantasy Dreamer würde ich auch beherzigen:
Wichtig daran ist, dass es nicht auf Dauer sein soll. Man muss sich einfach sagen: irgendwann in absehbarer Zeit werden wir zusammenkommen auf die eine oder andere Art.

Ich glaube, dass dies auch irgendwann eintreten muss! Ich persönlich kann es mir nicht mehr vorstellen das Verlangen nach meinem Partner in geregelten Zeitabständen zu befriedigen. Zwar ist es besser als gar nicht, aber es ist doch um einiges schöner spontaner handeln zu können.

Ich wünsche Dir, Kuli, viel Geduld und hoffe, dass ihr beide eine für euch akzeptable Lösung findet!

Alles Gute für die Zukunft!!

Der weibliche Part des DoppelD
 
- Was haltet Ihr von Fernbeziehungen?
Is´ mach- und bewältigbar. Wenn man sich verliebt, schaut man ja nicht unbedingt darauf, wo einer herkommt.




- Wäre dies für euch machbar ? (wo die Liebe hinfällt, dann...)
Klar! Für mich war es das!



- Wird dies mit dem Alter immer schwieriger?
Natürlich! So wie es wohl auch immer komplizierter wird, mit zunehmendem Alter überhaupt einen neuen Partner zu finden, ist es schwieriger, ein über viele Jahre/Jahrzehnte aufgebautes, soziales Umfeld zu verlassen, um sich "in der Fremde" uU nur den eigenen Partner kennend ein solches Netzwerk neu zu erschließen.



- Wer sollte eventuell einmal sein gewohntes Umfeld aufgeben, falls man zusammenzieht?
Derjenige, der leichter ein Umfeld neu aufbauen kann! Der kontaktfreudiger ist.

Meine Geschichte:
Frau in Frankreich kennengelernt (Taizétreffen, christliche Treffen) - nix Liebe, sondern "nur" gutes Verstehen
Gutes Verstehen vertiefen - ich besuche Österreich (Fahrt mit Zug - Reise von Haustür zu Haustür ca. 11 Std. - war 1988)
Gutes Verstehen wird Liebe

Vom Zeitpunkt des ersten Kusses (4.1.1988) bis zur Heirat (30.12.1989) Hin- und Herfahren (sie per Zug und Flieger; ich per Zug und Auto [Flugangst]), telefonieren, schreiben (Internet etc. steckt noch in den Kinderschuhen). Die längste Zeit, die wir uns nicht sahen, waren 5 Wochen; das kürzeste WE hatte grad mal ungefähr 2 Std., weil ich nach dem Ankommen in A mit´m Auto so fertig war, dass ich Fieberkrämpfe bekam und das ganze WE nur mit Spritzen versorgt geschlafen habe. :roll: Aber selbst die 2 Std. haben sich gelohnt. :-P
Die kürzesten Reisedauern waren ~ 5 Std. (von ihr mit Flieger, aber zweimal Flughafenwege :roll: ) und 7,5 Std. (von mir mit Auto - allerdings mit D-Kennzeichen nicht ganz langsam in A - in D sowieso nicht), die längste Reisedauer 15 Std. (von mir mit Auto - Glück :roll: - Schneetreiben erwischt).
Im Schnitt 10 Std. per Zug!

Insgesamt hat es sich gelohnt! :mrgreen: Und ich bin seit der Geburt meiner ersten Tochter auch hier verwurzelt! :mrgreen:

So sehr, dass ich mir nimmer vorstellen kann, je wieder nach D zurück zu gehen, obwohl die Frau für die ich alles aufgab und hinter mir ließ, mittlerweile schon verstorben ist.

Meine zweite Frau hat "nur" 35 Kilometer entfernt gewohnt. War allerdings auch nicht ganz einfach, weil ich ja alleinerziehender Vater war. Aber das gehört nimmer zu den Fernbeziehungen.

Mein Fazit:
Es geht, wenn beide Willens sind, sich in die Beziehung und das gemeinsame Leben einzubringen - leicht ist es allerdings nicht.

Und es muss am Ende ein gemeinsames Leben möglich sein. Zu wissen, dass man nie zusammenkommen kann, lässt irgendwann die Liebe erkalten.
 
ich denk ähnlich wie benno es geschrieben hat: wenn beide wollen und gegenseitiges vertrauen da ist bzw auch jeder der beiden bereit ist, etwas aufzugeben, ist eine fernbeziehung durchaus möglich.

lg jedermann
 
Also ich denke wenn man sich wirklich liebt, vertraut und treu ist, dann geht es.. es ist sicher nicht einfach, aber es geht..

eine gute Freundin von mir (auch aus Wien) hat schon seit einigen Jahren ihren Liebsten in Nürnberg.. die haben sich über so ne Newsgroup oder so kennengelernt.. und lieben sich noch immer wie eh und je...

aber einfach ist es definitiv nicht...

ich selbst hatte mal eine beziehung mit nem linzer

und einmal eine beziehung mit nem salzburger...

beides eigentlich im ertragbaren bereich...

weil wien-lin = 2h mit dem zug, wien - salzburg höchstens 4h

tja.. aber beide waren nicht gerade die treusten...
und somit ist für mich das thema fernbeziehung derzeit gegessen und nicht diskutabel....
 
Fernbeziehung: ja, ist machbar. Allerdings auch nervlich leider anstrengend und belastend...
Doch heutzutage gibt es ja - zum Glück in dem Fall - das Internet, das erleichtert nämlich die "Wartezeit", bis man sich (wieder) sieht und ein Gefühl der Nähe (mittels Headset und cam) bekommt man dann auch...
Wer zu wem ziehen soll? Erst mal abwarten, testen, wie es wochenlang (wenn durch Urlaub möglich) miteinander funktioniert und dann sollte der zu dem ziehen, für den es leichter möglich ist, von seinem Wohnort wegzugehen...

Also ich wünsche Blue und ZF alles Liebe und Gute und viel Kraft - dann das braucht man in so einer Beziehung!!!
 
Ich führe derzeit eine Fernbeziehung (derzeit eigentlich nicht, im Moment sind es nur 3 Meter), von der Entfernung her übertreffe ich alle bisherigen Beispiele um einiges (über'n Daumen 8 000 km). Klar ist es machbar, allerdings braucht man viel Zeit (ideal sind 2 Studierende mit unterschiedlichen Ferienregelungen) und ein gewisses Reisebudget (wobei das relativ harmlos ist). Eine Dauerlösung ist es sicher nicht, irgendwann einmal wird man sich in irgendeiner Art und Weise entscheiden müssen. Für mich macht es einen riesen Unterschied ob man das ganze als Fernbeziehung beginnt (für mich schwer vorstellbar) oder ob es sich einfach ergibt. Wir haben die ersten 5 Monate praktisch zusammen gelebt (die ersten 3 Monate waren wir Nachbarn und sie hat praktisch bei mir gewohnt, die nächsten beiden dann wirklich). Bis Anfang August lebt sie zB wieder bei mir, ist allerdings nur für Studierende so leicht machbar. Langfristig wird es sicher eine schwere Entscheidung werden, aber für eine Zeit geht es schon, wenn der Wille da ist. Internet und allgemein gesunkene Kommunikationskosten erleichtern die Sache natürlich.
 
Also ich wünsche Blue und ZF alles Liebe und Gute und viel Kraft - dann das braucht man in so einer Beziehung!!!
Ja, wünschen tue ich Ihnen das auch! Auch wenn man mich oft missgedeutet hat, weil ich nicht dran glaube. Das hat aber nix damit zu tun, dass ich es Ihnen, meinem Glauben zum Trotz, nicht trotzdem wünschen kann!

Benno:engel:
 
Also aus meiner Warte aus kann ich das nicht empfehlen...
Wir haben uns ca alle 3 Wochen gesehen und das dann für 3-4 Tage (oder bisschen länger). Das Problem daran war, dass die Zeit ohne Partner sehr zehrend und unbefriedigend waren (nein, nicht sexuell), und die Tage in denen wir zusammen waren wiederum insofern unerträglich, als das mir dann die so "konzentrierte Nähe" zu viel war! Denn ich bin ein Mensch der zwar Nähe mag und braucht, aber auch "Abstand". Und das lässt sich dann schwer mit den Momenten vereinbaren in denen man sich endlich wieder sieht.
Daher war meine Lehre aus dem Ganzen: keine Fernbeziehung mehr.
 
@ Benno
von Taizé zum Forumsmoderator - auch ein nicht ganz alltäglicher Werdegang. Wie ist dir *das* gelungen?

@ topic - ich hatte auch mal eine Fernbeziehung, zu Zeiten als telefonieren ins Ausland noch richtig teuer war (die Telekom hätte allein mit den Einnahmen aus meinem Anschluß mindestens ein Wählamt bezahlen können), Flugtickets ebenso und meine Beziehung war für Wochenendbesuche eindeutig zu weit weg.
Was soll ich sagen - wir sind jetzt 12 Jahre zusammen, 7 davon verheiratet. Wo die Liebe halt hinfällt ... wenn sie groß genug ist, gehts immer irgendwie :D
 

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