Emanzipation vs. freiwillige Unterwerfung

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Welche submissiven Frauen erleben ebenso wie ich auch diese Spannung, die Ambivalenz zwischen der selbständigen, emanzipierten Frau im Alltag und der inneren Macht, die ihr Wunsch nach sexueller Unterwerfung in einer D/s-Beziehung in ihr auslöst?
 
Es gibt da keine Ambivalenz. Ich kann mich unterwerfen (falls ich das wünsche), weil ich emanzipiert bin. Alles andere wäre Not oder Missbrauch, kein BDSM.


Ist ja bei Männern eh ein Klassiker - Verantwortungsposition im Arbeitsleben, sub im privaten. Nichts neues 🤷🏻‍♀️

Wobei es das Gegenteil (keine Führungsrolle im Job und Top im privaten) genauso gibt.
 
Welche submissiven Frauen erleben ebenso wie ich auch diese Spannung, die Ambivalenz zwischen der selbständigen, emanzipierten Frau im Alltag und der inneren Macht, die ihr Wunsch nach sexueller Unterwerfung in einer D/s-Beziehung in ihr auslöst?

Also ich spüre schon eine gewisse Ambivalenz zwischen meinem alltäglichen Leben/ beruflich eher dominanten Tätigkeit und meiner devoten sexuellen Neigung, jedoch ohne das mich das belastet, sondern eher sexuell erregt.

Das Charakteristikum einer Ambivalenz ist ja gerade eine innere Spannung/ Zerrissenheit/ Bipolarität. Und die bei mir speziell spontan in eine sexuelle Erregung umschlagen kann. Ohne dass ich mich irgendwie missbraucht fühlen würde.
 
Da fällt mir ein: von Erika Lust gibt es einen wirklich sehr guten Porno mit einer Gesprächsrunde von Frauen im Vorspann zu genau dem Thema: ERIKALUST | Watch Feminist and Submissive - By Erika Lust

Es gibt da keine Ambivalenz. Ich kann mich unterwerfen (falls ich das wünsche), weil ich emanzipiert bin. Alles andere wäre Not oder Missbrauch, kein BDSM.


Ist ja bei Männern eh ein Klassiker - Verantwortungsposition im Arbeitsleben, sub im privaten. Nichts neues 🤷🏻‍♀️

Wobei es das Gegenteil (keine Führungsrolle im Job und Top im privaten) genauso gibt.
Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt, ich meine nicht die Azeptanz der patriarchalen Machtasymetrie, meine sexuelle Unterwerfung ist gewählt, refelktiert und begrenzt, ist eine Form meiner Kontrolle, darin empfinde ich ein Paradox. Ich spüre einen inneren Konflikt "Sklavin" vs. "Frau".
Im Forum Sexstories / Erotische Geschichten habe ich einen Text zu dem Thema eingestellt.
LG
 
Ich spüre einen inneren Konflikt "Sklavin" vs. "Frau".

Ich gebe dir den selben Rat wie einer Bekannten die dachte sie sei schizophren 😆

Es gibt auch starke Frauen die ab und zu das Bedürfnis haben die Verantwortung abzugeben und jemand anderen entscheiden lassen. Bedeutet nicht, dass du verrückt bist. Eher eine Art von Rollenspiel. 🙂
 
Ich gebe dir den selben Rat wie einer Bekannten die dachte sie sei schizophren 😆

Es gibt auch starke Frauen die ab und zu das Bedürfnis haben die Verantwortung abzugeben und jemand anderen entscheiden lassen. Bedeutet nicht, dass du verrückt bist. Eher eine Art von Rollenspiel. 🙂
Lieben Dank für den guten Rat, aber da brauchst nun wirklich keine Sorgen machen, ich lebe seit über zwanzig Jahren in einer D/s-(Fern)-Beziehung.:) Das Bedürfnis lebe ich bei jeder unserer Sessions aus!
LG
 
Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt, ich meine nicht die Azeptanz der patriarchalen Machtasymetrie, meine sexuelle Unterwerfung ist gewählt, refelktiert und begrenzt, ist eine Form meiner Kontrolle, darin empfinde ich ein Paradox. Ich spüre einen inneren Konflikt "Sklavin" vs. "Frau".
Hast du meinen Post nicht ganz verstanden?🤔
 
Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt, ich meine nicht die Azeptanz der patriarchalen Machtasymetrie, meine sexuelle Unterwerfung ist gewählt, refelktiert und begrenzt, ist eine Form meiner Kontrolle, darin empfinde ich ein Paradox. Ich spüre einen inneren Konflikt "Sklavin" vs. "Frau".
Im Forum Sexstories / Erotische Geschichten habe ich einen Text zu dem Thema eingestellt.
LG
Worin liegt für dich das Paradoxon?

Ich nehme an Du bist fähig zu lieben und fähig zu hassen?
Du hast mal gute und mal schlechte Laune!?
Mal kannst du gut geben und mal musst du nehmen!?
Vermutlich kann man sich sexuell submissiv nur wirklich völlig hingeben, wenn man eben auch einen Gegenpol dazu lebt.

Fast ein bisschen esoterisch, aber so hält man halt die Balance. Ich empfinde es oft als wunderbares Ventil. Andere powern sich im Gym aus, ich mich beim Spielen .
 
Ist es wirklich eine Gleichzeitigkeit von Gegensätzen in diesen Fällen? ZB stark in der Arbeit und das Gegenteil privat. Das findet dann aber nicht gleichzeitig statt und ist somit keine Ambivalenz.
 
Welche submissiven Frauen erleben ebenso wie ich auch diese Spannung, die Ambivalenz zwischen der selbständigen, emanzipierten Frau im Alltag und der inneren Macht, die ihr Wunsch nach sexueller Unterwerfung in einer D/s-Beziehung in ihr auslöst?

Wo soll die Erotik in der Unterwerfung sein, wenn es nicht ein starker Mensch ist, der sich hingibt? Ich könnte nichts erkennen, das mir gefiele, wäre da nicht genau dieses Pairing.
 
"Ambivalenz" bedeutet nicht, dass unterschiedliche Gefühle zur gleichen Zeit wirksam sind, sondern dass sich Veranlagungen zu unterschiedlichen/ sich widersprechenden Gefühlen temporär wechselseitig bemerkbar machen.

Z.B. "Himmel hoch jauchzend/ zu Tode betrübt. "

Wobei sich beide Pole auch wechselseitig triggern/ verstärken können. Oder gar süchtig machen können.
 
Wo sprach ich von Akzeptanz der patriarchalen Machtasymetrie? Ich habe nur gesagt, dass es dieses Beispiel von stark im Job und unterworfen im sexuellen auch bei Männern gibt und dort besonders "bekannt" ist.
Dann haben wir uns in der Tat missverstanden, Du hattest von "Not oder Missbrauch, kein BDSM" geschrieben.

Wie ich eh den Eindruck habe, ich werde hier, wohl ungewollt, missverstanden. Es geht mir um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild, mit der Vorstellung, dem Spannungsfeld, dass jemand mit einer, nach außen hin starker und unabhängiger Persönlichkeit freiwillig eine sexuell devote Rolle akzeptiert. An der temporären Aufgabe von Kontrolle, Abgabe von Verantwortung – gerade als Frau, die im Alltag emanzipiert und sehr selbstbewusst auftritt. Etwas, was nicht nur mich, sondern auch meinen Dom stark bewegt.
LG
 
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