"Brainfuck"

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Programmiersprache für Programmierer, denen wer ins Hirn geschissen hat, sagte mein Gutster gestern (und mit fast bewunderndem Unterton).

Für mich ist dieser Begriff eher Ausdruck für Stimulation, die vor allem im Kopf stattfindet, mit sexueller Erregung einhergehen kann, aber nicht muß.

Was den Begriff Sapiosexualität angeht, je nun... In meiner Jugend hieß es, Männer mögen keine intelligenten Frauen. Also mußte ich Lesbe werden :D
 
Für mich ist "brainfuck" eher dann ein Begriff, wenn in meinem Kopf schon Fasching pur ist...:wacky::wacky::wacky: weil mich allein der Gedanke an eine Person schon verrückt werden lässt. Mir quasi den Verstand nimmt... ohne anwesend zu sein...

Denn wenn anwesend, brauch ich ja nicht Hirn ficken:lalala:

...wenn meine Gedanken schon Schritte weiter sind, als es im Moment überhaupt nur annähernd möglich ist...

... wenn mich Gedanken an jemanden fesseln und mich dem Alltag entfliehen lassen...

Und das hat alles nichts mit IQ oder Intelligenz zu tun. Dumme Männer bewegen mich nicht... und somit den kopf auch nicht...



.....brainfuck.... bei mir läuft dieser Begriff unter dem Titel " Hirnzirkus" .... für mich einer der wichtigsten Parts überhaupt...ich wäre nicht auf dieser Seite wenn meine Vorstellungskraft mich nicht ständig antreiben würde....

Wäre der Kopf nicht dabei , wäre es nur auch nur unbefriedigender Sex und nicht ein bleibendes Erlebnis das nach einer Wiederholung schreit...

Der Hirnzirkus löst einen Zustand der Erregung in mir aus der mit nichts Anderem vergleichbar ist....

Sind wir nicht alle auf der Suche nach dem Gewissen Kick , nach dem prickelnden Erlebnis, nach Emotionen...

L.g.
 
Immer wieder liest man in diversen Posts das Wort "brainfuck".

Hier im EF (also in einem deutschsprachigem Forum) ists mir eigentlich noch nicht oft aufgefallen

Hat es für euch immer (um das Wort "fuck" aufzugreifen) einen sexuellen Bezug, oder spielt es sich bei euch auch rein auf der intellektuellen Ebene ab, ohne das ihr körperlich zwingend mit sexueller Erregung reagiert.

fuck alleine hat für mich überhaupt keinen sexuellen Bezug. Deutschsprachig betrachtet, ein reines Schimpfwort, Ausdruch für etwas das schlecht läuft udgl.
Aber kombiniert mit dem brain bekommt es ja seine Bedeutung in der ursprünglichen Landessprache zurück. Ein eingedeutschter Begriff ist nicht selten zwiespältig.

Zum einen die intellektuelle Ebene, welche für mich (bei mir) schon in den Bereich der Sapiosexualität abdriftet. Intelligenz und dies gepaart mit starkem Ausdrucksvermögen ziehen mich förmlich an.

Die andere Ebene ist ein subtiles Einnehmen meiner Gedanken und meines Verstandes und dadurch Gewinn über meinen Körper. Was mich letztens Endes soweit bringt, dass kleinste Gesten und Worte bereits ein Höchstmaß an körperlicher Erregung bewirken.

Ich würde es ähnlich sehen. :hmm: Der Anreiz einer Denkensart der einen dann selbst überkommt und dann fast schon auch von einem selbst Besitz ergreift. Kann sehr erregend, stimmulierend, aber auch bisweilen Angsteinflösend sein / werden. Wenn z.B. aus großer Erregung, Anziehung, ja sogar Liebe zu deinem Gegenüber du etwas tun musst, was du eingentlich noch nicht unbedingt jetzt schon auch tun willst.
ein brainfuck -> Quasi Manipulation -> Gehirnwäsche
 
Feines Thema!:up:

Brainfuck per definitionem spielt sich für mich schon eher im sexuellen Bereich ab.
Dabei allerdings auf geistiger Ebene. ;)

Für ähnliche nicht sexualisierte Situationen, die sich damit vergleichen ließen, würde ich das Wort Manipulation benutzen.

Beim brainfucking geht es für mich vornehmlich darum, dass mein Top mir teilweise wortlos Aufforderungen, Befehle und Anweisungen erteilt, die für mich entweder schwer bzw. unmöglich zu bewältigen wären. Der Clou daran ist dann, dass er es durch seine rein geistige Dominanz schafft, dass ich mich diesen Aufgaben stelle, in vollem Wissen, dass ich scheitern werde.

Für mich essentiell wichtig ist, dass sich dies auf rein geistiger Ebene abspielt und es dabei zu keinem körperlichen Zwang kommt - zumindest solange wir uns in dieser vergeistigten Situation befinden.
Er manipuliert mich so, dass in mir das Gefühl entsteht, gar nicht anders handeln zu können, auch wenn mein Handeln bewusst bereits zu Beginn zum scheitern verurteilt ist.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr....:oops:
 
Ich denke, der Begriff "Brainfuck" wird auch häufig angewendet um zu zeigen, dass man jemand Anderen "Geistig Überfordert" oder man selbst "Geistig stimuliert" wurde.
Derart verwendet kenne ich diese Begrifflichkeiten auch.

Die geistige Überforderung erlebe ich weniger partnerschaftlich, sondern mehr im beruflichen bzw. bildungstechnischen Bereich... Wenn so lange Informationen auf mich einprasseln, dass mir vorkommt, mein Hirn wird schon ganz "weich". :wacky:

Geistige Stimulation kann in jeder (auch im nicht sexuellen Kontext) auftreten.

Also für mich bedeutet "Brain fuck" das Spiel mit Ängsten aber auch Gelüsten die jeder Mensch empfindet. Es bedarf gewisser Trigger beim Sex, um diese Reize im Gehirn anzusprechen und dadurch dem Partner noch mehr Genuss etc zu ermöglichen.

Darum gibt es ja auch den Begriff "get into someones head" :) die Angst vor neuem, ungewissen etc ist mächtig
Gefällt mir sehr gut...
Aber muss es denn (für dich) ein Spiel mit der Angst sein oder ein solches Gefühl hervorrufen?
Ich finde Angst in diesem Zusammenhang doch eher negativ behaftet, oder ist es im Sinne von "Aufregung vor möglicherweise Unbekanntem" zu verstehen?

Tjo, bei uns heißt "Brainfuck" eigentlich nur wenn sich jemand was zu sehr einbildet/wünscht was eh nie passieren wird.
Also demnach siehst du es rein auf die eigene Person bezogen, ohne Auslöser durch einen direkten Gegenüber?

Für mich ist dieser Begriff eher Ausdruck für Stimulation, die vor allem im Kopf stattfindet, mit sexueller Erregung einhergehen kann, aber nicht muß.
Ich interpretiere es für mich auch (teilweise) in diese Richtung.

Wenn z.B. aus großer Erregung, Anziehung, ja sogar Liebe zu deinem Gegenüber du etwas tun musst, was du eingentlich noch nicht unbedingt jetzt schon auch tun willst.
ein brainfuck -> Quasi Manipulation -> Gehirnwäsche
Es ist sicherlich eine Art der Manipulation, aber Gehirnwäsche klingt mir in diesem Zusammenhang wohl etwas hart.

Aber du erwähnst hier ein für mich essentielles Element.
Für mich hat es auch damit zu tun, das mich mein Partner mit subtilsten (verbalen) Mitteln dazu bringt, Dinge selbst zu wollen, ohne diese aktiv einzufordern.
 
Feines Thema!:up:

Brainfuck per definitionem spielt sich für mich schon eher im sexuellen Bereich ab.
Dabei allerdings auf geistiger Ebene. ;)

Für ähnliche nicht sexualisierte Situationen, die sich damit vergleichen ließen, würde ich das Wort Manipulation benutzen.

Beim brainfucking geht es für mich vornehmlich darum, dass mein Top mir teilweise wortlos Aufforderungen, Befehle und Anweisungen erteilt, die für mich entweder schwer bzw. unmöglich zu bewältigen wären. Der Clou daran ist dann, dass er es durch seine rein geistige Dominanz schafft, dass ich mich diesen Aufgaben stelle, in vollem Wissen, dass ich scheitern werde.

Für mich essentiell wichtig ist, dass sich dies auf rein geistiger Ebene abspielt und es dabei zu keinem körperlichen Zwang kommt - zumindest solange wir uns in dieser vergeistigten Situation befinden.
Er manipuliert mich so, dass in mir das Gefühl entsteht, gar nicht anders handeln zu können, auch wenn mein Handeln bewusst bereits zu Beginn zum scheitern verurteilt ist.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu wirr....:oops:
Nein, für mich war es überhaupt nicht wirr und sehr gut nachvollziehbar. :)

Am ehesten verbinde ich selbst diese Begrifflichkeit auch mit einer D/s-Beziehung.
Aber sehr interessant, wie du es für dich wahrnimmst und was es für dich bedeutet.
Ist es für dich rein auf diese "Art" (Anweisungen, geistige Führung etc.) "beschränkt" oder kann es für dich ebenfalls ein sexueller "Trigger" sein?
 
brainfuck kann - da außer wie von fritzie weiter oben schon treffend umschrieben - vieles sein, da nicht konkretisiert: von manipulation bis zu erotisch stimulierendem kopfkino. kommt eben drauf an, wo die betonierung liegt - auf brain oder fuck.
 
Für mich ist es gleich gesetzt mit Kopfkino.

Wieder mal im Doppel :down: und falsch kopiert noch dazu :verwirrt: :verwirrt: :verwirrt:
 

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Nein, für mich war es überhaupt nicht wirr und sehr gut nachvollziehbar. :)
Gott sei dank! ;)

Am ehesten verbinde ich selbst diese Begrifflichkeit auch mit einer D/s-Beziehung.
Aber sehr interessant, wie du es für dich wahrnimmst und was es für dich bedeutet.
Interessanter Ansatz! Vielleicht ziehe ich eine Grenze zwischen unserem "normalen" Alltagsleben, das sich nicht im D/s Bereich bewegt und unserer Sexualität, die doch eher einer D/s Beziehung gleichkommt.
Es ist schwer für Außenstehende zu verstehen, dass wir diese Grenze sehr strikt ziehen. (Ich erwähne dies deswegen, weil ich diesbezüglich schon viele Diskussionen geführt habe) ;)
Ist es für dich rein auf diese "Art" (Anweisungen, geistige Führung etc.) "beschränkt" oder kann es für dich ebenfalls ein sexueller "Trigger" sein?
Hm, dieser Übergang ist für mich ein fließender!
Der sexuelle Trigger kommt für mich aus dieser bewussten Manipulation durch meinen Top.
Die Erregung steigt bei mir enorm, wenn er mich durch geistige Dominanz in die Knie zwingt.
Ich würde mich nicht als devot bezeichnen, da ich mich sexuell eigentlich nicht freiwillig unterwerfe- der Kick für mich ist eben genau dieser geistige Zwang, der suggeriert, dass ich mich gegen meinen eigenen Willen unterwerfen muss, auch wenn ich mich innerlich dagegen auflehne.
Genau dieser innerliche Machtkampf ist für mich ein ganz starker sexueller Trigger.
 
also wenn ich das alles lese wird sex zu einer mysteriösen wissenschaft. wie is das früher ohne all diese netten wörter gegangen. heute muss anscheinend alles genau definiert werden. für alles und jedes werden wörter erfunden oder gesucht.....i vastehs ned..sex ist eigentlich was einfaches das in der heutigen zeit kompliziert gemacht wird.
 
also wenn ich das alles lese wird sex zu einer mysteriösen wissenschaft. wie is das früher ohne all diese netten wörter gegangen. heute muss anscheinend alles genau definiert werden. für alles und jedes werden wörter erfunden oder gesucht.....i vastehs ned..sex ist eigentlich was einfaches das in der heutigen zeit kompliziert gemacht wird.
Was ist denn daran kompliziert? Es geht ja nicht darum, die eigene Sexualität zu verkomplizieren sondern darum, sich über die Definition einer Begrifflichkeit auszutauschen.
Und, lieber Jäger, auch früher gab es diese Sexualität - nur wurde in Ermangelung des Internets nicht so offen darüber gesprochen.

P.S. Wenn du deinen Weg gefunden hast, freut mich das für dich. ;) es ist aber eben nicht der einzig gehbare weg! ;)
 
also wenn ich das alles lese wird sex zu einer mysteriösen wissenschaft. wie is das früher ohne all diese netten wörter gegangen. heute muss anscheinend alles genau definiert werden. für alles und jedes werden wörter erfunden oder gesucht.....i vastehs ned..sex ist eigentlich was einfaches das in der heutigen zeit kompliziert gemacht wird.


:D Ich mag solche Diskussionen, auch wenn ich mittlerweile bissl belustigt drüber lache. Aber wenn ich so zurückdenke, wie unverstanden und 'fremd' ich mich oft gefühlt hab, weil vom Gegenüber so wenig "Resonanz" auf das, was für mich so heiß war, zurückkam, dann bin ich froh, daß es diese Begrifflichkeiten gibt, auch wenn ich sie nicht besonders mag oder verwenden würde.
 
Immer wieder liest man in diversen Posts das Wort "brainfuck".

Und wie bei so vielen anderen Dingen auch, liegt es wohl im Auge des Betrachters was darunter verstanden wird und wie dies subjektiv wahrgenommen und erlebt wird.

Um ein Gefühl für die unterschiedlichen Zugänge zu bekommen, würde mich eure persönliche Definition bzw. Wahrnehmung und eure Reaktion darauf interessieren.

Hat es für euch immer (um das Wort "fuck" aufzugreifen) einen sexuellen Bezug, oder spielt es sich bei euch auch rein auf der intellektuellen Ebene ab, ohne das ihr körperlich zwingend mit sexueller Erregung reagiert.
Für mich gibt es hier keinen sexuellen Bezug, meiner Erfahrung nach wird der Begriff auch eher so verwendet wie @Mitglied #125812 das erklärt hat.
Wobei ... "Mindfuck" ist eine geläufigere Bezeichnung, bedeutet aber das Gleiche wie Brainfuck.

Wikipedia hat das auch schön verständlich zusammengefasst.

Thematisch stark verwandt mit simulierter Realität ist der sogenannte Mindfuck. Dabei wird eine als „wahr“, „real“ und „gegeben“ akzeptierte Realität aufgebrochen, und es werden völlig neue Grundmanifeste geprägt. Diese erzeugen eine kognitive Dissonanz, die in der Kunst oft absichtlich hervorgerufen wird. Die unter Immersion und virtueller Realität genannten Beispiele in Literatur und Film überlappen sich stark, obwohl der Ursprungskontext der Begriffe jeweils ein anderer ist.

Arno Meteling bemüht zur Definition des als Mindfuck bekannten Effektes in der Analyse des filmischen Werkes von Miike Takashi den Begriff „quid“ des Philosophen und Kunsttheoretikers Jean-François Lyotard, als „filmisches Ereignis, eine Plötzlichkeit, die sich dem Erzählfluss der Diegese eines Films so dermaßen widersetzt, dass der Zuschauer gewaltsam erschüttert und überwältigt zurückgelassen wird, dass er den Film nicht mehr als geschlossene Struktur wahrnehmen kann.“[2]

Der Begriff „quid“ wird auch von Lyotard als ein desorientierendes Ereignis in der Kunst beschrieben.

„Es handelt sich nicht um die Frage nach dem Sinn und der Wirklichkeit dessen, was geschieht oder was das bedeutet. Bevor man fragt was ist das, was bedeutet das, vor dem quid, ist ‚zunächst’ sozusagen erfordert, dass es geschieht, quod. Dass es geschieht, geht sozusagen immer der Frage nach dem, was geschieht ‚voraus’. Denn dass es geschieht, das ist die Frage als Ereignis; ‚danach’ erst bezieht sie sich auf das Ereignis, das soeben geschehen ist. […] Es geschieht, il arrive ist ‚zunächst’ ein: Geschieht es? Ist es, ist das möglich? Dann erst bestimmt sich das Fragezeichen durch die Frage: Geschieht dies oder das, ist dies oder das, ist es möglich, dass dies oder das geschieht.“

– Jean-François Lyotard[3]
Der Begriff Mindfuck wurde geprägt von Robert Anton Wilson und Robert Shea und erlangte erstmals weitere Verbreitung in deren Roman-Trilogie Illuminatus im Jahr 1968. Zu Beginn der 2000er Jahre wurde er in US-amerikanischen Filmforen wieder aufgegriffen als Reaktion auf Filme wie The Sixth Sense, Fight Club oder Mulholland Drive. Der Medienwissenschaftler und Autor Christian Hardinghaus beschreibt den Begriff nicht als ein Filmgenre, sondern als einen Effekt, den filmische oder literarische Manipulationstechniken hervorrufen können. Der Zuschauer soll dabei durch Regiekniffe so in die Irre geführt werden, dass er an seinen eigenen Sinnen zu zweifeln scheint. Dabei sei ein Mindfuck immer auf ein Medium zurückzuführen. So etwa gebe es Mindfuck-Effekte in Filmen, Büchern, Spielen, in der Bildenden Kunst oder auf Fotos. Millionenfach werden in sozialen Netzwerken Bilder geteilt, welche das Etikett Mindfuck tragen. Auf den ersten Blick nicht erkennbare Details geben dem Foto bei näherer Betrachtung eine ganz andere Bedeutung.
 
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