Beziehungsunfähigkeit

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Meine Frage an euch, ist es tatsächlich möglich, dass man nicht mehr fähig ist eine Beziehung zu führen obwohl man mal eine Langzeitbeziehung geführt hat?

Ich für meinen Teil hatte mir nach längerer Solozeit eine Beziehung gewünscht, dann hatte ich eine und stellte fest, dass da nach und nach Stolpersteine im Weg sind, meinerseits. Ich kann einfach nicht zulassen und es laufen lassen (die Hintergründe weiß ich).
Bedeutet ich habe den Mann den ich geliebt habe und immer noch liebe verjagt aus meinem Leben, der der mich genommen hat wie ich bin und der meinte ich sei die Eine für ihn.
Ich kenne zwar den Ursprung meiner Reaktionen doch kann ich sie nicht kontrollieren oder steuern, zugleich denke ich schon fast ich sabotiere mich selbst.

Kennt das wer von euch oder war schon mal in solch einer Situation?
Und wenn wie habt ihr es geschafft, es einfach laufen zu lassen und zuzulassen?

Ich bedanke mich jetzt schon für eure Antworten!
LG Rose
 
Ich war bisher immer nur bewusst und gewollt in einer Beziehung, bzw. Single. Wenn Du den Grund für Dein Handeln kennst, aber nicht weißt wie Du es ändern kannst, wäre mEn unter Umständen Hilfe von einem Professionisten gefragt.
 
Ich für meinen Teil hatte mir nach längerer Solozeit eine Beziehung gewünscht, dann hatte ich eine und stellte fest, dass da nach und nach Stolpersteine im Weg sind, meinerseits. Ich kann einfach nicht zulassen und es laufen lassen (die Hintergründe weiß ich).
Bedeutet ich habe den Mann den ich geliebt habe und immer noch liebe verjagt aus meinem Leben, der der mich genommen hat wie ich bin und der meinte ich sei die Eine für ihn.
Ich kenne zwar den Ursprung meiner Reaktionen doch kann ich sie nicht kontrollieren oder steuern, zugleich denke ich schon fast ich sabotiere mich selbst.

Hast du ihn wirklich geliebt (liebst ihn immer noch) oder liegt nicht eher da die eigene Manipulation? Du hast dir ne Beziehung gewünscht, diese bekommen, er akzeptiert dich so wie du bist...schön... also eigentlich wärste ja zufrieden gewesen. Aber jetzt hast ihn doch abserviert und zweifelst an dir und deiner beziehungsfähigkeit... er ist ja eigentlich und überhaupt toll und du warst zufrieden... wirklich? Ist er das/warst du es?

Vielleicht hast du nur höhere Ansprüche an einen Partner als das es dir lieb/bewusst ist (die werden auch durch gewisse Erfahrungen ev erhöht). So geht es mir zumindest und natürlich, irgendwie stellt man sich da eigene Stolpersteine in den Weg, wenn man umbedingt eine Beziehung will. Aber dann muss man sich fragen, zu welchem Preis geht man eine Beziehung ein. Meine Meinung, wenn man nicht glücklich ist in einer Beziehung, weil eben doch einiges nicht wirklich passt, obwohl vorderscheinig es doch passen müsste, dann ist man im Prinzip nicht beziehungsunfähig, sondern eben einfach nicht glücklich und er nicht der Richtige.
So handhabe ich das, auch auf die Gefahr hin, dass ich den Richtigen nie finden werde. Sich ja nicht verrücktmachen lassen. Geschen lassen was geschieht. Wenns passt dann passts und sonst eben nicht, punkt.
 
Ich war lange Zeit alleinerziehend, war glücklich mit meinem Kind, dennoch war der Wunsch nach einem Partner da. Als sich dieser erfüllte, war ich total überfordert. Ich war es gewohnt alles alleine zu entscheiden. Ich musste mich wirklich, wirklich wieder an die Zweisamkeit bzw. Dreisamkeit gewöhnen. Auch meine Tochter brauchte lange, bis sie sich daran gewöhnte, nicht immer nur die Nummer 1 zu sein. Es war echt harte Arbeit, wieder in eine Partnerschaft reinzufinden und es stand oft an der Kippe. Wäre mein Mann damals nicht so geduldig mit mir/uns gewesen, wäre es wohl nicht zu einer Ehe gekommen.
Ich bin der Meinung, dass da viel die Gewohnheit mitspielt und man sich Zeit geben sollte, vorausgesetzt, dass man sich liebt.
 
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Meine Frage an euch, ist es tatsächlich möglich, dass man nicht mehr fähig ist eine Beziehung zu führen obwohl man mal eine Langzeitbeziehung geführt hat?

Ich für meinen Teil hatte mir nach längerer Solozeit eine Beziehung gewünscht, dann hatte ich eine und stellte fest, dass da nach und nach Stolpersteine im Weg sind, meinerseits. Ich kann einfach nicht zulassen und es laufen lassen (die Hintergründe weiß ich).
Bedeutet ich habe den Mann den ich geliebt habe und immer noch liebe verjagt aus meinem Leben, der der mich genommen hat wie ich bin und der meinte ich sei die Eine für ihn.
Ich kenne zwar den Ursprung meiner Reaktionen doch kann ich sie nicht kontrollieren oder steuern, zugleich denke ich schon fast ich sabotiere mich selbst.

Kennt das wer von euch oder war schon mal in solch einer Situation?
Und wenn wie habt ihr es geschafft, es einfach laufen zu lassen und zuzulassen?

Ich bedanke mich jetzt schon für eure Antworten!
LG Rose


Was du beschreibst, erinnert mich an das "Igel-im-Winter-Syndrom", das zwangssläufig alle Menschen (Lebewesen) mit sich führen. Oder wie die Pop-Psychologie das auch immer nennt. Das Sinnbild soll eine Beziehung wie bei einer Gruppe Igel beschreiben, die sich bei Kälte zusammenkuscheln sollen um zu überleben aber sich bei mangelnder Vorsicht unweigerlich gegenseitig ins Fleisch stacheln. Wortwörtlich:
Wo sich Zuneigung und Abstoßung abwechseln. Faustregel: je näher man sich kommt desto heftiger.
Es gehören immer zwei (oder mehr) für alle aufkommenden "Fehler".
Ich will dir deinen Wunsch "Verantwortung für die Situationen zu tragen" nicht streitig machen. Aber es vereinfacht die Dinge, wenn du (unabsichtliche) Beleidigungen aller Art so betrachtest: "Er gab mir (metaphorische) Nadelstiche in den Kopf, wobei ich doch EINDEUTIG nach (metaphorischer) Bearbeitung meines Beines mit dem heißen Bügeleisen verlangt habe."
Das beinhält die haarsträubende aber SEHR menschliche Vorgehensweise den "Mangel von Intensität" einer Handlung als "Missbrauch" wahrzunehmen. Es hilft, das "Intensitätsgefühl" zwischen zwei Menschen nicht als selnbstverständlich deckungsgleich zu sehen.
Gleichzeitig bricht es hoffentlich das eigene Bild von "Eindeutig"

ER hat MICH nicht fest genug gedrückt (daher Verdacht), SIE bläst nicht angestrengt genug, (daher Verdacht) ER ruft nicht mehr (so oft) an... etc.

Das hat alles einen darunter liegenden Grund:
eine Beziehung ist per Definition unnatürlich.
Sonst wären wir am Gehirn zusammengewachsen.
Das ist keine Herabwürdigung von Beziehungen. Nur ein (auf den ersten Blick heftiger aber für eine Grundentspannung notwendiger) Perspektivenwechsel.
Im Gegenteil: Das macht "funktionierende" Beziehungen noch Bewundernswerter.
Dabei muss man sich u.a. REALISTISCH fragen: "Was will ich aus dieser Beziehung?"
Und je erwachsener beide/alle Parteien damit umgehen und nicht versuchen immer mehr in die Beziehung hineinzuschmuggeln, desto glatter könnte es laufen.
Sagen wir, ER und SIE (in diesem Fall) sind voneinander angetan aber stehen noch nicht so fest im Leben, wie sie wollen.
In einem hart erarbeiteten Moment brutaler Ehrlichkeit wollen sie beide zu allererst eine geschäftliche Partnerschaft. Sie ist ein Cam-Model und er Manager. Liebeleien sind ok, Sie wohnen getrennt. Er will exklusiv mit ihr schlafen, sie sieht das als für sich (nicht nur beruflich) unrealistisch.
Sie entscheiden sich eine Freundschaft mit gemeinsamem beruflichen pushen und gelegentlichen Sex und Zärtlichkeitenaustausch. Dann ohne großen Anpassungskommunikationen fängt sie an ihm Jubiläumsgeschenke zu machen (und erwartet auch welche) und er will sie als "Trophäe" zu Events mitnehmen.
Die Dinge stauen sich auf. Sie tun sich gegenseitig die Gefallen bzw lassen sie sich gefallen...
Bla bla bla Gedankenspiralen, Investitionen verteidigen etc
Chaos.
Mathematisch ausgedrückt:
Erwartungen² : (klare x direkte)Kommunikation = Zufriedenheit x Zeit

Zu deiner "Selbst-sabotage": versuch mal sie (auch wenns unangenehm wird) als Selbst-BEFREIUNGspotential in Form von schichtweiser BeziehungsSABOTAGE zu sehen.
 
Im Grunde kannst Du das eh nur mit Dir selbst regeln.
Meine letzte Lebensgefährtin wollte auch immer eine Beziehung, hat es aber nicht geschafft die Kontrolle auch einmal abzugeben. Ich bin des öfteren temporär ausgezogen und sie wollte mich immer zurück. Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass sie immer alles kontrollieren wollte und alles nach ihrem Kopf laufen musste. Sobald ich wieder zurück war, hat sie alles getan um mich wieder loszuwerden.
Wenn das auch bei Dir das Problem ist und Du nix daran ândern kannst, würde ich mir eher eine Freundschaft+ suchen, die kann nâmlich eher damit umgehen als jemand der jeden Tag mit dieser Problematik konfrontiert ist. Das kostet den Partner nämlich sehr viel Kraft.
Bei ihr ist der Zug mMn abgefahren, sie wird es nicht lernen und langfristig wird keiner erhalten bleiben.
Keine Ahnung was bei Dir die Problematik ist.
 
Ich war lange Zeit alleinerziehend, war glücklich mit meinem Kind, dennoch war der Wunsch nach einem Partner da. Als sich dieser erfüllte, war ich total überfordert. Ich war es gewohnt alles alleine zu entscheiden. Ich musste mich wirklich, wirklich wieder an die Zweisamkeit bzw. Dreisamkeit gewöhnen. Auch meine Tochter brauchte lange, bis sie sich daran gewöhnte, nicht immer nur die Nummer 1 zu sein. Es war echt harte Arbeit, wieder in eine Partnerschaft reinzufinden und es stand oft an der Kippe. Wäre mein Mann damals nicht so geduldig mit mir/uns gewesen, wäre es wohl nicht zu einer Ehe gekommen.
Ich bin der Meinung, dass da viel die Gewohnheit mitspielt und man sich Zeit geben sollte, vorausgesetzt, dass man sich liebt.
Ja, genau so in etwa ist es bei mir auch, bin auch alleinerziehend und hab von Kindertagen schon gelernt alleine mit all dem klar zu kommen. Und ja es hat mich in gewisser Weise überfordert und dieser Mann hat auch eine Eselsgeduld.
Nur frage ich mich wie bekomm ich das geregelt und wie kann ich ihn zulassen?
 
Ja, genau so in etwa ist es bei mir auch, bin auch alleinerziehend und hab von Kindertagen schon gelernt alleine mit all dem klar zu kommen. Und ja es hat mich in gewisser Weise überfordert und dieser Mann hat auch eine Eselsgeduld.
Nur frage ich mich wie bekomm ich das geregelt und wie kann ich ihn zulassen?
Bei mir war es damals ein Ereignis, welches mir die Augen geöffnet hat. Ich hätte ihn damals fast verloren und da habe ich dann umgedacht.
 
Ja, er kennt ihn und er bringt mir nur Verständnis entgegen, aber ich will nicht so zu ihm sein und weiß Aber nicht wie ich diese Muster ablegen kann
Wer außer Dir selbst hindert Dich daran "so" zu ihm zu sein?
Wer außer Dir selbst hält an dem Muster fest?
Venus hat es ganz gut beschrieben, meine Ex war auch länger alleinerziehend, Du bist alleinerziehend.
Viele Alleinerzieherinnen sind als Partnerinnen anfangs gerne etwas "schwieriger", weil sie denken keiner kann es besser, oder zumindest gleich gut wie sie selbst. Und weil eben lange keiner da war der bereit war ihnen etwas abzunehmen.
Wenn er die Wäsche falsch aufhängt, den Schinken für die Fleckerl zu klein/groß schneidet, unter dem dritten Buch von links noch ein wenig Staub liegt, den Schmutzwäschebehälter beim Saugen mal nicht weit genug wegschiebt, aus den Socken kleine feuchte Kügelchen macht, ist es manchmal besser einfach froh zu sein, dass er überhaupt etwas tut;)
Optimieren kann man das dann immer noch;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu deiner "Selbst-sabotage": versuch mal sie (auch wenns unangenehm wird) als Selbst-BEFREIUNGspotential in Form von schichtweiser BeziehungsSABOTAGE zu sehen.

Das hab ich bei mir auch häufig gedacht... wenn es wirklich Liebe ist, eine Liebe, die mein Leben bereichert anstatt mich auszulaugen... dann sollte alles doch viel einfacher sein. Dann sollte ich keine Angst davor haben, sondern sie in meinem Leben willkommen heißen.

Jedoch habe ich immer nur dann Sabotage betrieben, wenn ich gemerkt habe, dass etwas in Gefahr ist, was ich für meinen Lebensweg als essentiell empfinde. Räumliche Trennung zum Beispiel. Ich brauche meinen Partner nicht in meinem Alltag, ich möchte mit ihm nur die intimen Momente teilen. Ich empfinde den/meinen Alltag als hochgradig beziehungsgefährdend. Wenn er meint, er braucht dies dringend für sein Glück, dann ist er halt leider doch nicht der richtige für mich... egal wie toll er sonst noch ist.

Man wird kompromissloser oder anders gesehen: man schließt alles von Vornherein schon aus, was früher oder später sowieso zu einer Trennung führen würde. Ich spare mir nur den Schritt, wo ich mich über seine verstaubte Actionfiguresammlung aufrege bis hin zu dem Zeitpunkt, wenn ich es aus dem Fenster schmeiße. (Etwas auf die Spitze getrieben zwecks Demonstration)
 
Meine Frage an euch, ist es tatsächlich möglich, dass man nicht mehr fähig ist eine Beziehung zu führen obwohl man mal eine Langzeitbeziehung geführt hat?

Ich für meinen Teil hatte mir nach längerer Solozeit eine Beziehung gewünscht, dann hatte ich eine und stellte fest, dass da nach und nach Stolpersteine im Weg sind, meinerseits. Ich kann einfach nicht zulassen und es laufen lassen (die Hintergründe weiß ich).
Bedeutet ich habe den Mann den ich geliebt habe und immer noch liebe verjagt aus meinem Leben, der der mich genommen hat wie ich bin und der meinte ich sei die Eine für ihn.
Ich kenne zwar den Ursprung meiner Reaktionen doch kann ich sie nicht kontrollieren oder steuern, zugleich denke ich schon fast ich sabotiere mich selbst.

Kennt das wer von euch oder war schon mal in solch einer Situation?
Und wenn wie habt ihr es geschafft, es einfach laufen zu lassen und zuzulassen?

Ich bedanke mich jetzt schon für eure Antworten!
LG Rose
Liegt es vielleicht daran daß du Angst davor hast dich im Jungle der Gefühle zu verirren?
Daß und eben die Zeit wo du alle Entscheidungen selber treffen musstest.
Angst davor ihm wehzutun, oder daß er dich verletzen könnte.
So ähnliches habe ich als junger mal erlebt.
 
Du kennst die Gründe für dein Verhalten und nimmst professionelle Hilfe in Anspruch bzw hast in Anspruch genommen. Informiere dich über Autosuggestion, könnte vielleicht helfen.
Meine Phobie konnte ich damit neutralisieren bzw beseitigen.
 
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