Anerkennungsdefizit

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Ich spreche nur für mich und meine Beobachtungen in meinem Umfeld, die sicher subjektiv sind. Wenn man sich die Mühe macht Leute genauer zu betrachten stelle ich oft fest wie erschreckend ähnlich die Nachfolgende Generation ihren Eltern ist, sicher gibt es das Gegenteil auch. Was für mich allerdings beides den Schluss zulässt das die kindheitliche Prägung den Charakter zumindes mitbestimmt.
(Wieder mal viel geschrieben und nichts gesagt :D)

Ja...das ist mir klar.
Wobei man kann auch an sich arbeiten, dass es so nicht passiert. :D

Ich meinte ob und in wie weit die KIndheit (egal ob angenehm oder negativ erlebt ) rein spielt in die entstehenden sexuellen Vorlieben.
 
Ich meinte ob und in wie weit die KIndheit (egal ob angenehm oder negativ erlebt ) rein spielt in die entstehenden sexuellen Vorlieben.
Diese Frage ist an jemanden zu richten der sich mit der Materie auskennt, meine Antworten diesbezüglich würde ich eher unter "viel Lärm um nichts" einordnen. :D
 
bitte wer schläft denn mit jedem, der seinen weg kreuzt?
Vor allem führt das nicht irgendwann zu Einschlafproblemen? SO müd kann ja niemand sein :D

Ich kenne einen Fall da hat sich das einfach aus jugendlichem Übermut der Wettbewerbe begünstigte entwickelt.
Wer hat mehr bestätigte "Abschüsse" in einer bestimmten Zeit.
Da funktionierte auch ganz gut - die Herren waren die "Söhne" der führenden Häuser an einem
bekannten Tourismusort - und alle ein bis zwei Wochen kam "Frischfleisch" quasi ins Haus geliefert.
Jung samma, fesch samma .... Sommer is ...
 
Wenn jemand auf der Suche nach sich selber (nennen wir es mal so), mit jedem schläft, der seinen/ihren Weg kreuzt, oder einfach permanent Aufmerksamkeit braucht. Wo liegt dann der Ursprung?
In der Kindheit, in der Schulzeit, im Erwachsenenalter?
Zu wenig Aufmerksamkeit von der Familie, von Freunden?
Was und wie denkt ihr darüber?

Freue mich auf eure Meinungen

:winke:

Wenn ein Mensch unwillkürlich mit allem schläft, was nicht weglaufen kann, muss es nicht zwangsläufig ein "Anerkennungsproblem" sein.

Und ich stelle mir da eher andere Fragen:
  • Ist das eine Person, mit der ich selbst intim bin und nur eine von Vielen bin, die er/sie schnell vergisst?
  • Ist das eine Person, mit der ich befreundet bin und dass dieses Verhalten erst kurzfristig aufgetaucht ist?
  • Ist das eine Person, mit der ich verwandt bin und somit die Familienverhältnisse kenne?
  • Wie verhält sich diese Person bei der Arbeit oder wie steht diese Person zu anderen Aktivitäten, wo soziale Interaktion notwendig ist?

Meiner Meinung nach, wäre es zu klein gedacht, den Ursprung (falls der überhaupt relevant ist) eines möglichen Anerkennungsproblem in der Vergangenheit zu suchen. Irgendwann sollte man die Kindheit abgelegt haben und beginnen eigene und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Wenn also jemand, wie du ihn beschreibst, mit jedem schläft, dann kann das mehrere Gründe haben.
  • Aufmerksamkeitsdefizit (scheint das Naheliegendste zu sein)
  • Aber auch Grenzen ausloten (wie weit kann ich gehen?)
  • Langeweile (keine Ziele)
  • Einsamkeit (weiß mit seiner Zeit nichts anzufangen)
  • Sucht (möglicherweise ist er krank)

Die Sache mit der Aufmerksamkeit ist nämlich so: Wir alle hier schreien danach ... und wir tun es ständig!

Wir sind alle getrieben von dem Gedanken, die perfekten Eltern/Geschwister/Angestellte/LiebhaberInnen etc. zu sein und wir tun dafür alles. Wir glauben, wenn wir uns nur laut genug bemerkbar machen, dass das, was wir leisten auch anerkannt wird. Das dient unserem Ego, dass immer mehr will. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Lob, mehr Likes ...

Es macht also keinen unterschied, ob jemand täglich eine andere Person vögelt, oder sich in Foren zu jedem Beitrag was schreibt - wir alle gieren danach!
 
Wenn ein Mensch unwillkürlich mit allem schläft, was nicht weglaufen kann, muss es nicht zwangsläufig ein "Anerkennungsproblem" sein.

Und ich stelle mir da eher andere Fragen:
  • Ist das eine Person, mit der ich selbst intim bin und nur eine von Vielen bin, die er/sie schnell vergisst?
  • Ist das eine Person, mit der ich befreundet bin und dass dieses Verhalten erst kurzfristig aufgetaucht ist?
  • Ist das eine Person, mit der ich verwandt bin und somit die Familienverhältnisse kenne?
  • Wie verhält sich diese Person bei der Arbeit oder wie steht diese Person zu anderen Aktivitäten, wo soziale Interaktion notwendig ist?

Meiner Meinung nach, wäre es zu klein gedacht, den Ursprung (falls der überhaupt relevant ist) eines möglichen Anerkennungsproblem in der Vergangenheit zu suchen. Irgendwann sollte man die Kindheit abgelegt haben und beginnen eigene und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Wenn also jemand, wie du ihn beschreibst, mit jedem schläft, dann kann das mehrere Gründe haben.
  • Aufmerksamkeitsdefizit (scheint das Naheliegendste zu sein)
  • Aber auch Grenzen ausloten (wie weit kann ich gehen?)
  • Langeweile (keine Ziele)
  • Einsamkeit (weiß mit seiner Zeit nichts anzufangen)
  • Sucht (möglicherweise ist er krank)

Die Sache mit der Aufmerksamkeit ist nämlich so: Wir alle hier schreien danach ... und wir tun es ständig!

Wir sind alle getrieben von dem Gedanken, die perfekten Eltern/Geschwister/Angestellte/LiebhaberInnen etc. zu sein und wir tun dafür alles. Wir glauben, wenn wir uns nur laut genug bemerkbar machen, dass das, was wir leisten auch anerkannt wird. Das dient unserem Ego, dass immer mehr will. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Lob, mehr Likes ...

Es macht also keinen unterschied, ob jemand täglich eine andere Person vögelt, oder sich in Foren zu jedem Beitrag was schreibt - wir alle gieren danach!
Danke hast du toll geschrieben
 
Wenn Du den renommierten Sexualpsychologen Christopher Ryan und Cacilda Jethá Glauben schenkst, hast Du Dich bisher völlig natürlich verhalten, denn der Mensch sei polygam veranlagt und der heute noch immer weit verbreitete schamvolle Umgang mit dem Sex eine Fehlentwicklung der letzten 10'000 Jahre, die vor allem durch die Religionen propagiert worden sei. Offebar wurdest in Deiner Erziehung nicht in dieses enge Korsett der Schamhaftigkeit gezwungen, sodass sich Deine natürlche Veranlagung frei entfalten konnte und Du heute dementsprechend frei lebst.
 
Zuletzt bearbeitet:
damit ich's auch mal verstehen kann:

"auf der suche nach mir selbst" bzw. die logische folge "ich habe mich selbst gefunden"

kann's mir jemand definieren was gemeint ist wenn man sich sucht, bzw. was erfüllendes oder erlösendes eingetreten ist, wenn man sich dann endlich gefunden hat. wie bewerkstelligt man die suche nach sich und den prozess der findung? ich würd's gern nachvollziehen können, denn ich ich habe mich in all den jahrzehnten weder verloren gefühlt noch verspürte ich das bedürfnis mich zu finden!
 
Wenn jemand auf der Suche nach sich selber (nennen wir es mal so), mit jedem schläft, der seinen/ihren Weg kreuzt, oder einfach permanent Aufmerksamkeit braucht. Wo liegt dann der Ursprung?
Ich glaube dass man dies nicht verallgemeinen kann und einfach pauschal sagt: "Mama hat sich nix um mich gschissn, als ich klein war". Kann natürlich sein.
Gerade von dir (@Mitglied #310861) hätte ich hier eigentlich Erklärungen erwartet die sich hauptsächlich ums Wurzelchakra drehen.

In der Chakrenlehre wird das nämlich mit einem Chakra erklärt das sich in den ersten 0-2 Lebensjahren entwickelt das uA für Selbstliebe, Selbstfürsorge, Selbsterhaltungstrieb und Selbstwert (also all die guten Sachen die mit "Selbst" beginnen) notwendig ist.
Auch in der westlichen Entwicklungspsychiologie sind mittlerweile ähnliche Dinge bekannt und wenn Kinder in diesen ersten Jahren nicht die Liebe und Aufmerksamkeit bekommen die sie brauchen dann entwickelt sich dieses Chakra (wobei man es für esoterisch abgeneigte Menschen eben mit all den oG Wörtern bezeichnen könnte und trotzdem die Aussage die gleiche bleibt) schlecht oder ist gestört. Noch schlimmer wenn man in dieser Zeit Gewalt oder sonstige Schäden erfährt. Das wirkt sich langfristig auf die Psyche aus und kann ganze Persönlichkeiten formen.

Und wenn dieser Selbstwert unterentwickelt ist... dann muss er durch Fremdwert oder zB die Bestätigung durch Eroberungen ersetzt oder ergänzt werden. Natürlich können die Gründe auch ganz anders geartet sein und die Motivationen dahinter individueller. Aber wenn ich Menschen treffe die ihren Selbswert hauptsächlich über äußere Umstände und andere Menschen beziehen frage ich heute schon bewusst danach ob irgendwas in den ersten 2 Lebensjahren schief gelaufen ist.

Ich selbst hatte zum Beispiel einen Geburtsfehler (Loch in der Blase) der es notwendig gemacht hat dass ich neugeboren von meinen Eltern regelmäßig niedergehalten wurde währrend mir Ärzte Katheder gesetzt haben und dann eine OP. Außerdem ist bei meiner Geburt mein Schlüsselbein gebrochen, was erst Monate später bemerkt wurde weshalb ich sehr viel geschrien habe als Baby und wahrscheinlich Schmerzen hatte wann auch immer ich hoch gehoben oder berührt wurde. DAS wirkt sich gar nicht gut auf dieses Chakra oder diese psychischen Traits (Selbsterhaltungstrieb, Selbstliebe uÄ) aus. Ich arbeite heute bewusst daran dass zu ändern und habe (dank einiger negativ Beispiele die ich kennen durfte) nie den Weg von Bestätigung über Sex mit möglichst vielen Frauen eingeschlagen. Ich beziehe aber sehr wohl Selbstwert daraus WAS ich Frauen geben kann mit denen ich irgendwo lande (im Gegensatz zu Zahl der Frauen mit denen ich im Bett lande) und habe in der Hinsicht ein paar krankhafte Eigenschaften entwickelt. Nur dass es sich bei mir eben um eine sehr instabil ausgeprägte Sexualität handelt die sich so perfekt wie möglich an meine jeweilige Partnerin anpasst ohne viel Rücksicht auf meine eigenen Wünsche im Kopf zu haben.

Ich arbeite allerdings bewusst daran etwas gegen diese Probleme zu tun, meine eigenen Wünsche zu entdecken, kennen zu lernen und zu leben. Außerdem betreibe ich diverse Dinge wie barfuß wandern und bestimmte Meditationen um das Wurzelchakra zu stärken und würde sagen dass ich heute schon um einiges besser dastehe als noch vor 3 Jahren.
 
Also ich kenne ja keine Frau, die es mit "allen" treibt, das geht sich schon zeitlich nicht aus. Doch natürlich gibt es Frauen, die mit vielen Männern ins Bett steigen. Das ist eigentlich völlig okay, solange sie sich dabei wohl fühlt und nicht mit den Gefühlen anderer spielt.

Warum sie es tut?
Im besten Fall, weil ihr Sex Spaß macht.
Traurig, wenn es nur um Aufmerksamkeit geht, ist wie bei den Kindern, die allen anderen Kindern Geschenke machen wollen.
 
Wenn Du den renommierten Sexualpsychologen Christopher Ryan und Cacilda Jethá Glauben schenkst, hast Du Dich bisher völlig natürlich verhalten, denn der Mensch sei polygam veranlagt und der heute noch immer weit verbreitete schamvolle Umgang mit dem Sex eine Fehlentwicklung der letzten 10'000 Jahre, die vor allem durch die Religionen propagiert worden sei. Offebar wurdest in Deiner Erziehung nicht in dieses enge Korsett der Schamhaftigkeit gezwungen, sodass sich Deine natürlche Veranlagung frei entfalten konnte und Du heute dementsprechend frei lebst.
Da sind nicht unbedingt die Religionen selbst schuld, sondern die Sesshaftwerdung des Menschen.
Sobald es was zu vererben gab - Grund und Boden - wurde es auch wichtig, die
Herkunft der Erben sicher zu kennen. Da kamen Monogamie und Zwang zur Jungfräulichkeit
der Gattinnen erst auf. Die meisten Religionen haben das dann übernommen.
 
Traurig, wenn es nur um Aufmerksamkeit geht, ist wie bei den Kindern, die allen anderen Kindern Geschenke machen wollen.
Genau das ist zB der Hilfskomplex den ich habe und ein Verhalten das ich auch in der Kindheit in gewissen Ausprägungen betrieben habe. Noch schlimmer wird das wenn das nach Schäden in der Frühkindheit bis zur Depersonalisation geht und man vergisst wer man eigentlich ist nur weil man immer die Rolle einnimmt die andere sehen oder von einem haben wollen oder dieses "Ich" oder "Selbst" sich eigentlich NIE auch nur entwickelt und es schon ursprünglich sehr wenig zu vergessen gibt.

Da bewusst gegenzusteuern ist verdammt schwierig und kostet verdammt viel Kraft sich dann überhaupt selbst zu finden und zu sich selbst zu stehen. In sexueller Hinsicht noch problematischer. Und hätte ich meine 2te Exfreundin nicht gehabt die mich darin sehr positiv unterstützt hat und mir gewisse Dinge klar gemacht hat hätte ich heute auch noch einige Probleme mehr.

Vielleicht sieht mit den Erklärungen auch @Mitglied #81571 seine Frage beantwortet?
kann's mir jemand definieren was gemeint ist wenn man sich sucht, bzw. was erfüllendes oder erlösendes eingetreten ist wenn man sich dann gefunden hat. wie bewerkstelligt man die suche nach sich und den prozess der findung? ich würd's gern nachvollziehen können, denn ich ich habe mich in all den jahrzehnten weder verloren gefühlt noch verspürte ich das bedürfnis mich zu finden!
 
kann's mir jemand definieren was gemeint ist wenn man sich sucht, bzw. was erfüllendes oder erlösendes eingetreten ist wenn man sich dann gefunden hat. wie bewerkstelligt man die suche nach sich und den prozess der findung? ich würd's gern nachvollziehen können, denn ich ich habe mich in all den jahrzehnten weder verloren gefühlt noch verspürte ich das bedürfnis mich zu finden!
Wer bin ich? ist eine ganz fundamentale Frage, die sich jeder denkende Mensch gelegentlich stellt oder stellen sollte; besonders wenn er vor Lebensentscheidungen steht, wie die Berufswahl oder die Partnerwahl.
 
bist du dann happy mit deinen vielen Beiträgen hier oder geht dir dein Verhalten selbst am Popo? Könnte ja sein dass das dann auch ein Ausdruck des Hilfskomplexes is.
Könnte nicht nur sein... IST so! Davor war ich ähnlich aktiv in einem Adipositas Forum und einer Adipositas SHG und habe dort meine Erfahrungen mit Adipositas geteilt und mich mit solchen Themen auseinandergesetzt. Davor war ich in diversen SHG's aktiv und habe mir einen Bekanntenkreis aus schwer depressiven Menschen aufgebaut um diese aufzumuntern und zu motivieren. Und davor hatte ich wiederum eine echt kaputte Freundin und hab all meine Energie nur auf sie fokussiert und mich darum gekümmert mit ihren psychischen Problemen und körperlichen Problemen fertig zu werden und sie zu pflegen und aufzubauen...

Daraus mach ich jetzt auch nicht irgendwie ein Geheimniss. Aber nein... auf den Popo gehen mir meine Beiträge nicht und es ist mir auch vollkommend egal wenn sie diversen Leuten auf den Popo gehen (wie du das ausdrückst). Von genug anderen Leuten bekomme ich dafür Dank, Bestätigung oder sonstiges positives Feedback.
 
Wenn jemand auf der Suche nach sich selber (nennen wir es mal so), mit jedem schläft, der seinen/ihren Weg kreuzt, oder einfach permanent Aufmerksamkeit braucht. Wo liegt dann der Ursprung?

also meistens, würde ich vermuten, ist es eine torschlusspanik - oder besser gesagt: das gefühl, was verpasst zu haben und jetzt nachholen zu müssen.
 
Aber nein... auf den Popo gehen mir meine Beiträge nicht

Unter Hilfskomplex versteh ich schon was anderes. Wenns dir taugt dann is es eh ok und dann is es auch kein Hilfskomplex aus meiner Sicht. Ich kenns von mir so, dass ich früher immer zu helfen versucht habe und unglücklich damit war so charakterlich aufgestellt zu sein. Finde ich auf alle Fälle interessant dass du das bei dir als Hilfskomplex bezeichnest.
 
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