Abtreiben?!?!

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Für sie ist das werdende Leben schon eine Person wie du und ich. Für sie macht die Tötung eines geborenen und eines ungeborenen Lebens keinen Unterschied.

Anstatt die Menschen als Mörder darzustellen, sollten sie woanders ansetzten - nicht an der Bekämpfung der Auswirkung, sonder an der Prävention.
Verhütungsmittel sollten kostenlos zugänglich sein, zumindest für Schüler, Studenten, Sozialschwachen und Aufklärungsarbeit müsste individuell in Frühpubertät stattfinden. Das alles wäre viel effektiver, als vor den Abtreibungskliniken die Patientinnen mit Plastikembryos zu belästigen.
 
Liebe yucca!

Der von mir beschriebene Effekt ist als „Kindchenschema“ wissenschaftlich erforscht und löst ein instinktives fürsorgliches Verhalten aus. Dieses Phänomen tritt bei (fast) allen Menschen (und nicht speziell nur bei Müttern) auf und ist wohl ein biologischer Mechanismus zum Schutz von Babys.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kindchenschema

Aber natürlich ist dies nur ein kleiner Teil der Gesamtreaktion auf ein Neugeborenes – gerade was die Mutter betrifft. Es muss natürlich auch nicht der dominierende Effekt sein.

Es ist sehr schade, dass Du mit Deinem „emotionalen Chaos“ allein zurecht kommen musstest :(
Um so mehr freut es mich, dass dann alles einen guten Weg genommen hat :)

Ich möchte Dir für Deine Beschreibung der Situation einer Mutter aus erster Hand danken!

Liebe Grüße,

Alisha
 

Das heißt dann also auch, wenn ich Dich richtig verstanden habe, das es auch moralisch zu vertreten ist, wenn jemand weil er sich lieber den neuen BMW Z4 leisten möchte als stattdessen 20 Jahre für ein Kind aufzukommen, seine Partnerin dazu zwingt abzutreiben weil es ihm nicht in das wirtschaftliche Konzept passt??
....

Von "zwingen" habe ich nicht geschrieben - sondern von "freier Entscheidung". Also beantwortet sich die Frage (leider) über das (eingefügte) statement am Ende. Und führt die Diskussion in eine ganz andere aber relevante Richtung...

Zum Anderen: Ich persönlich halte es nicht für vertretbar. Aber nicht aus moralischen Gründen. Ich halte es aber auf gesellschaftlicher Ebene für vertretbar und einforderbar, den gesetzlichen Raum auch für diese Art von Entscheidung frei zu halten.
Es gibt eben KEINEN einzigen argumentativ objektivierbaren Grund, der rein sachlich eindeutig FÜR oder GEGEN die Möglichkeit spricht, Schwangerschaftsabbrüche (in Grenzen und geregelt) zuzulassen.

Allerdings auch unausgesprochen aber implizit vice versa in die Frage, wer darf einer Frau denn überhaupt verbieten abzutreiben?

Allerdings - stelle ich dazu schon auch die Frage, wie ist eine Frau einzuschätzen, die sich derart unter Druck setzen lässt? Kein Gericht unserer Länder würde sie heute (wie noch vor 30 bis 50 Jahren!) im Stich lassen. Der österreichische Gesetzgeber hat explizit "das Kind zuerst" formuliert. Und zahlt zB auch ersatzweise Unterhalt ... obwohl ich insgesamt schon den Stimmen zustimme, die der bürgerlichen Gesellschaft bzgl "Kinderfreundlichkeit" noch kräftige Defizite zuschreiben.
Aber da steht natürlich auch die nach wie vor präsente Mutterkreuz- und die katholische Familien-Ideologien im Hintergrund. Beide lassen offene gesellschaftliche Lösungen mittels ihrer pressure groups kaum zu.

...Merkwürdiger Weise treiben auch eher gut situierte, berühmte Persönlichkeiten (Stars) oder "reiche" Frauen ab, weil es ja gerade so gar nicht ins Konzept, Kariere oder die Figur passt.
Und die leiden ja auch gewöhnlich an allerlei pschischen Störungen, Psychosen und Depressionen....
:schulterzuck: :schulterzuck:
Diese Erkrankungen sind soooo weit verbreitet... und Einigen ist damit die Gelegenheit gegeben, Geld zu verdienen. Den Meisten nicht.
Es gibt jedenfalls sehr interessante und plausibel erscheinende Studien, die die Kinderzahl je Paar in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Leistungsvermögen erhoben haben: die wirtschaftlich Schwachen haben im Schnitt mehr Kinder und die wirtschaftlich sehr Starken. Erklärt wird dies damit, dass "Kind haben" mit wirtschaftlichen Risiko verbunden ist. Und dieses ist für den Mittelstand viel höher als die beiden anderen Gruppen. Für die Schwächere, weil die Transferleistungen oft höher sind als das Einkommen, für die Andere, weil Kinder als Kostenfaktoren nicht oder kaum ins Gewicht fallen.


Hm und was sagt deine Theorie über die Gesellschaftliche Verantwortung/Kontrolle hierrüber?

...
Ich habe keine Theorie entwickelt. Ich habe lediglich die Grenzen meiner weltanschaulichen Positionen abgesteckt und erklärt.
Ich stelle das Individuum VOR die Gesellschaft. Das ist in Österreich aber eher eine Minderheitenposition.

...
(für alle die immer nur von einem Zellhaufen reden)
Vorsicht, ist nichts für schwache Nerven ....
Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt.
Liebe Grüße
Sabrina*

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - aber in vielen Fällen noch immer viel zu wenig.

Es ist ein emotionaler Appell aber keine Aussage.

Nicht umsonst wurde bereits mehrfach auf FUNKTIONEN hingewiesen - die kann man zwar auch mit Bild schaffenden Methoden sichtbar machen - aber das wäre wirklich ethisch nicht konsensfähig.

Ok? Erklärt?

c.
 
Von "zwingen" habe ich nicht geschrieben - sondern von "freier Entscheidung". Also beantwortet sich die Frage (leider) über das (eingefügte) statement am Ende. Und führt die Diskussion in eine ganz andere aber relevante Richtung...

Zum Anderen: Ich persönlich halte es nicht für vertretbar. Aber nicht aus moralischen Gründen. Ich halte es aber auf gesellschaftlicher Ebene für vertretbar und einforderbar, den gesetzlichen Raum auch für diese Art von Entscheidung frei zu halten.
Es gibt eben KEINEN einzigen argumentativ objektivierbaren Grund, der rein sachlich eindeutig FÜR oder GEGEN die Möglichkeit spricht, Schwangerschaftsabbrüche (in Grenzen und geregelt) zuzulassen.

Allerdings auch unausgesprochen aber implizit vice versa in die Frage, wer darf einer Frau denn überhaupt verbieten abzutreiben?

Allerdings - stelle ich dazu schon auch die Frage, wie ist eine Frau einzuschätzen, die sich derart unter Druck setzen lässt? Kein Gericht unserer Länder würde sie heute (wie noch vor 30 bis 50 Jahren!) im Stich lassen. Der österreichische Gesetzgeber hat explizit "das Kind zuerst" formuliert. Und zahlt zB auch ersatzweise Unterhalt ... obwohl ich insgesamt schon den Stimmen zustimme, die der bürgerlichen Gesellschaft bzgl "Kinderfreundlichkeit" noch kräftige Defizite zuschreiben.
Aber da steht natürlich auch die nach wie vor präsente Mutterkreuz- und die katholische Familien-Ideologien im Hintergrund. Beide lassen offene gesellschaftliche Lösungen mittels ihrer pressure groups kaum zu.


:schulterzuck: :schulterzuck:
Diese Erkrankungen sind soooo weit verbreitet... und Einigen ist damit die Gelegenheit gegeben, Geld zu verdienen. Den Meisten nicht.
Es gibt jedenfalls sehr interessante und plausibel erscheinende Studien, die die Kinderzahl je Paar in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Leistungsvermögen erhoben haben: die wirtschaftlich Schwachen haben im Schnitt mehr Kinder und die wirtschaftlich sehr Starken. Erklärt wird dies damit, dass "Kind haben" mit wirtschaftlichen Risiko verbunden ist. Und dieses ist für den Mittelstand viel höher als die beiden anderen Gruppen. Für die Schwächere, weil die Transferleistungen oft höher sind als das Einkommen, für die Andere, weil Kinder als Kostenfaktoren nicht oder kaum ins Gewicht fallen.


Ich habe keine Theorie entwickelt. Ich habe lediglich die Grenzen meiner weltanschaulichen Positionen abgesteckt und erklärt.
Ich stelle das Individuum VOR die Gesellschaft. Das ist in Österreich aber eher eine Minderheitenposition.



Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - aber in vielen Fällen noch immer viel zu wenig.

Es ist ein emotionaler Appell aber keine Aussage.

Nicht umsonst wurde bereits mehrfach auf FUNKTIONEN hingewiesen - die kann man zwar auch mit Bild schaffenden Methoden sichtbar machen - aber das wäre wirklich ethisch nicht konsensfähig.

Ok? Erklärt?

c.

Danke ja, und du hast recht, von zwingen hast Du nicht gesprochen,
aber nicht selten "haben Frauen auch vor abzutreiben", weil sie selbst auch die Kosten oder die persönlichen Einschränkungen (Freiräume ) etc. nicht "in Kauf nehmen wollen".

Und eine Frau oder Partnerin, Freundin muss psychisch nicht labil, nur richtig "verliebt sein" oder lieben.
Wenn was auch nicht selten ist, der jeweilige Partner dann verlangt (weil er selbst keine Kinder will) und sie wenn sie es nicht macht sonst verlassen würde, regelrecht unter Druck setzt... treiben 70% dieser Fälle ab um ihren Freund/Partner/Ehemann nicht zu verlieren.
Gerade der Satz "Wenn ich es nicht weg machen lasse verliere ich meinen Freund/Partner etc." ist mit der häufigste Grund warum gerade "junge Frauen" einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen.

Und wie kommst Du da darauf das sich da dann ein Gericht einschalten könnte oder würde.
Die betroffenen lassen den Abbruch ja "freiwillig" durchführen, nur ob sie selbst ihn wirklich auch dann wollten und es nicht nur aus Angst den Partner zu verlieren machen, lasse ich einfach mal im Raum stehen.

Ich wollte mit dem Bild auch keine großartige Aussage tätigen, sondern nur zeigen wie dieser angebliche "Zellhaufen" nun tatsächlich aussieht. Und ist ein "indirekter kleiner moralischer Appel" an unsere gesellschaftliche Verantwortung so falsch möglichst jede "unnötige Abtreibung" zu vermeiden?

Liebe Grüße
Sabrina*
 
Liebe DiskussionspartnerInnen,

einige emotionalisierende „Argumente“ die beiden Seiten vorgetragen werden stimmen mich traurig, da sie eher dazu geeignet sind Brücken abzureißen anstatt welche zu errichten.

Die einen Aussagen gehen in die Richtung:

„Tötung eines geborenen und eines ungeborenen Lebens macht keinen Unterschied.“!

Die Anderen Seite argumentiert dagegen in Folgende Richtung:

„Statussymbole und kleine Unannehmlichkeiten sind Grund genug um abzutreiben.“

Diese Art der Argumentation ist jedoch für den eigenen Standpunkt fatal, da hierdurch die Seriosität der Argumentation der entsprechenden Seite generell in Frage gestellt werden kann uns sich dann in die Rechtslage eher in die Gegenrichtung entwickelt.

Die Aussage „Tötung eines geborenen und eines ungeborenen Lebens macht keinen Unterschied.“!
Ist zusammen mit der Auffassung darüber wann menschliches Leben beginnt ein völlig unrealistischer Ansatz. Warum ist das so?

Die Eizelle hat ja nie aufgehört menschliches Leben zu sein! Genauso wir das Spermium menschliches Leben ist. Die erfolgreiche -vereinigung Beider erzeugt dann ein neues Individuum.
Damit könnte man dann einen neuen Wert verknüpfen. Ab diesem Zeitpunkt wird sich diese Zelle Teilen und sich in einem kontinuierlichen Prozess ein neuer Mensch bilden. Je ähnlicher dieser menschliche Organismus einem Neugeborenen wird, je näher (im sinne meines gestrigen Beitrags) ist dieser sich bildende Mensch uns. Da aber ein Embryo bzw. Fötus sich kontinuierlich dem Neugeborenen annähert, erscheint es/er und auch mit der Entwicklung wertvoller zu werden – gleichzeitig handelt es sich aber zu jedem Zeitpunkt um menschliches Leben!

Falls man grundsätzlich zwischen der Tötung eines geborenen und eines ungeborenen Lebens keinen Unterschied macht, führt man einen Abbruch einer Schwangerschaft aus medizinischen Gründen ad-absurdum. Denn mit obigem Ansatz würde man auch bei extrem hohem Risiko für die Mutter das Leben der Mutter riskieren um das Kind zu gebären. Und das kann Keiner ernsthaft wollen.

Die andere Aussage:„Statussymbole und kleine Unannehmlichkeiten sind Grund genug um abzutreiben.“ ist nicht weniger problematisch, da sie genau die Position darstellt die weder ethisch noch moralisch irgendwie begründbar ist.
Man kann zwar als Verfechter der Freiheit diese Meinung vertreten übersieht dabei aber völlig, dass mit dauerhafter Freiheit eine entsprechende Verantwortung einhergehen muss!
Zeigt man nicht die entsprechende Verantwortung wird einem die Freiheit früher oder später verloren gehen – entweder weil ein solches Verhalten zersetzerisch wirkt oder weil man eine ethisch begründete Gegenbewegung heraufbeschwört.
Im konkreten Fall würde es bedeuten, dass, wenn es zu viele Abtreibungen aus ethisch nicht nachvollziehbaren Gründen gibt, die Gesetzeslage entsprechend schärfer wird.

Ich habe die Beispiele nicht direkt zitiert, da es nicht meine Absicht ist Irgendjemanden in die Enge zu bringen, sondern ich möchte Jeden lediglich darauf hinweisen, dass es auch im Hinblick auf die eigenen Ziele zumeist sinnvoller ist auf emotionalisierende Extrempositionen zu verzichten, um einen gangbaren Weg zu suchen, der das Leben aller einbezieht und optimiert.

Alles Liebe,

Alisha
 

...Und wie kommst Du da darauf das sich da dann ein Gericht einschalten könnte oder würde.
Die betroffenen lassen den Abbruch ja "freiwillig" durchführen, nur ob sie selbst ihn wirklich auch dann wollten und es nicht nur aus Angst den Partner zu verlieren machen, lasse ich einfach mal im Raum stehen. ...
Die schwangere Frau hat in jedem Fall und immer die Möglichkeit, ärztliche und rechtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Und wenn ein leiblicher Vater erkannt ist, ist er auch zum Unterhalt verpflichtet.

Ungeborenes wie geborenes Leben stehen doch, seien wir doch realistisch, unter besonderem Schutz. Zumindest jenem der öffentlichen Einrichtungen.
In vielen Fällen jedenfalls stärker und effizienter als 'privat' bei den leiblichen Eltern.

Leichter würden wir uns sicher tun, wenn wir 'notwendig' und 'unnötig' durch "vermeidbar bzw unvermeidbar" ersetzen. Medizinisch notwendig, so von der Laienposition her gesehen, kann ein Abbruch auch werden - wenn er Leben und Gesundheit der Mutter ernsthaft gefährdet. An sich "nötig" also nicht. Aber eben auch oft genug - nicht 'unnötig'...

Unsere Art und Weisen in unserer Gesellschaft zu leben, setzt soziale und ökonomische Prämissen voraus. Kind(er) aufzuziehen und haben, kann das Wohl der Eltern ernsthaft und spürbar gefährden - bis hin zu Existenz- und ganz anderen, teilweise irrational anmutenden, Ängsten. Niemand von uns ist frei von seiner gesellschaftlichen Ebene.

Um endlich auch einmal zum Ausgang zurück zu gelangen - offensichtlich hat eine Mutter auf ihr zweites Kind 'verzichtet' - weil sie, wie ich vermute alles Wichtige (Partnerschaft, Liebe, Familie ...) verloren wähnt(e) - darum auch meine Annahme: da ist wohl alles schief gegangen das schief gehen konnte.

Die Diskussion hat sich verselbstständigt und ist weit weit ausgeufert... hat sozusagen Überflutungen und hoffentlich keine Flurschäden erzeugt.... ;)

Ich hoffe halt nur, dass die story des TE stimmt - und dass die betroffene Frau irgendwie wieder halbwegs in ein Gleichgewicht des Lebens und Lebenkönnens gelangt.

:winke:
 
Es ist sehr schade, dass Du mit Deinem „emotionalen Chaos“ allein zurecht kommen musstest

Ich wollte damit absolut kein Bedauern auslösen und selbst bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Ich möchte sie nicht missen da ich daran gewachsen bin, wie an vielen Hürden, die das Leben mit sich bringt.


Statussymbole und kleine Unannehmlichkeiten sind Grund genug um abzutreiben.“

Ich glaube es eigentlich genau verfolgt zu haben, doch der oben angebrachter Zitat ist mir entgangen.
Wo hast du das her ?
 
Liebe yucca,

wie gesagt handelt es sich um kein Zitat sondern ich habe nur inhaltlich die Essenz einer Aussage bzw. mehrerer Aussagen wiedergegeben - gerade um zu vermeiden, dass sich Jemand direkt angesprochen fühlt. Ich möchte nur generell für diese Probleme sensiblisieren.

Liebe Grüße,

Alisha
 
Die schwangere Frau hat in jedem Fall und immer die Möglichkeit, ärztliche und rechtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Und wenn ein leiblicher Vater erkannt ist, ist er auch zum Unterhalt verpflichtet.

Natürlich hat, wenn die Frau all diese Unterstützung will sie diese Möglichkeiten, obwohl selbst dann nicht ausszuschließen ist, selbst wenn der Vater erkannt wurde, dieser auch tatsächlich zahlt. (Und auch da gibt es dann genug die einen Weg finden es nicht zu müssen oder sich schlichtweg aus dem Staub machen)

Wenn aber eine Frau, oder Partnerin so massiv vom Patner unter Druck gesetzt wird, den sie "dummerweise" liebt, "verzichtet" sie eher auf das ungeborene Kind, als auf den Partner... ist erwiesen. Daher wird sie in den meisten Fällen nicht zum Jugendamt oder zu einem Anwalt gehen sondern die Abtreibung vornehmen lassen ....

Ungeborenes wie geborenes Leben stehen doch, seien wir doch realistisch, unter besonderem Schutz. Zumindest jenem der öffentlichen Einrichtungen.
In vielen Fällen jedenfalls stärker und effizienter als 'privat' bei den leiblichen Eltern.

Leichter würden wir uns sicher tun, wenn wir 'notwendig' und 'unnötig' durch "vermeidbar bzw unvermeidbar" ersetzen. Medizinisch notwendig, so von der Laienposition her gesehen, kann ein Abbruch auch werden - wenn er Leben und Gesundheit der Mutter ernsthaft gefährdet. An sich "nötig" also nicht. Aber eben auch oft genug - nicht 'unnötig'...

Von einem medizinisch notwendigen Abbruch, weil er sonst das Leben der Mutter gefährdet oder nach einer Vergewaltigung war auch nie die Rede.
Es ging nur um "vermeidbare/unnötige" Abrüche aus niederen Beweggründen oder egoistischem kapitalistischem Denken. (weil man dem Kind keine Privatschule etc ermöglichen könnte)
Arme Eltern lasse weniger abbrüche vornehmen und ziehenmit viel Liebe meist eine ganze Horde von Kindern auf...als gut situierte die dadurch den Luxusurlaub, die Figur oder das neue Auto gefährdet sehen abgesehen von der Zeit und der verlorenen Spontanität die so ein "Balg" dann mit sich bringt.
Und es geht um die Vielfach oder Mehrfachabtreibungen von Frauen, die darin so etwas wie eine neue Verhütungsmethode sehen.

"Und wenn schon, sollte ich wieder schwanger sein, lasse ich es eben wieder weg machen".. Geht doch ganz leicht!"


Unsere Art und Weisen in unserer Gesellschaft zu leben, setzt soziale und ökonomische Prämissen voraus. Kind(er) aufzuziehen und haben, kann das Wohl der Eltern ernsthaft und spürbar gefährden - bis hin zu Existenz- und ganz anderen, teilweise irrational anmutenden, Ängsten. Niemand von uns ist frei von seiner gesellschaftlichen Ebene.

Siehts Du genau das meine ich, die Ursachenbekämpfung. Wenn unsere Gesellschaft es schafft diese Ursache, das Eltern die es vagen ein Kind auf zu ziehen, deren Ängste nehmen kann, dass sie dadurch ich wirtschaftliche oder existenzielle Not geraten, sie hinreichend in einem solchen Fall abgesichert sind.. wären doch so einige "Abbrüche zu vermeiden."
Kinder sind doch das höchste und wertvollste Gut einer jeden Kultur oder Gesellschaft, damit dürfen wir nicht so leichtfertig umgehen.



Um endlich auch einmal zum Ausgang zurück zu gelangen - offensichtlich hat eine Mutter auf ihr zweites Kind 'verzichtet' - weil sie, wie ich vermute alles Wichtige (Partnerschaft, Liebe, Familie ...) verloren wähnt(e) - darum auch meine Annahme: da ist wohl alles schief gegangen das schief gehen konnte.

Die Diskussion hat sich verselbstständigt und ist weit weit ausgeufert... hat sozusagen Überflutungen und hoffentlich keine Flurschäden erzeugt.... ;)

Ich hoffe halt nur, dass die story des TE stimmt - und dass die betroffene Frau irgendwie wieder halbwegs in ein Gleichgewicht des Lebens und Lebenkönnens gelangt.

:winke:

Hier stimme ich Dir voll zu, sollte die Story stimmen, nur leider schreibt genau solche Geschichten , so unglaubwürdig sie auch erscheinen, tatsächlich das Leben oft selbst.
Hier ist wirklich schief gegangen was nur schief gehen konnte, und beschreibt genau wie leicht, wegen was auch immer, eher auf das Ungeborene "verzichtet" wird, als auf sonst etwas. Auch eine mögliche "vermeidbar gewesene" .... die Mutter wird irgendwie ins Leben zurück finden.... das "nicht mehr vorhandene Ungeborene" aber nie...

Liebe Grüße
Sabrina*
 
„Statussymbole und kleine Unannehmlichkeiten sind Grund genug um abzutreiben.“

Behauptet wer ? Steht bitte WO ? Ich verfolge den Thread recht genau und glaube zu wissen, das eine derartige Aussage SO von niemanden getätigt wurde !

Eher ist das Gegenteil der Fall ! Eher ist es so, das derartig mindere - um nicht zu sagen niedere - Beweggründe von der großen Mehrheit als Grund für eine Abtreibung abgelehnt wurden. Wenn, dann aus gesundheitlichen oder hoch angesiedelten sozialen Gründen. Wenn du letztere aber in den gleichen Topf mit Erstangeführtem wirfst, dann bist du mächtig auf dem falschen Dampfer. :roll:

Genauso wie das Spermium menschliches Leben ist.

Soll ich jetzt Lady2 zu dir sagen ? :shock: Dazu ein paar Fragen:

1) Betreibt ein Spermium Stoffwechsel ?
2) Reagiert ein Spermium auf Umwelteinflüsse ?
3) Können sich Spermien vermehren ?

Wenn ich bedenke, wie oft ich mir einen runtergewedelt habe, bin ich demnach einer der größten Massenmörder aller Zeiten (zusammen mit vielen anderen) ....... :kopfklatsch::haha:
 
...
1) Betreibt ein Spermium Stoffwechsel ?
.......
Ja. (Aber nicht sehr lang. Hat a stressreiche aber kurze Zeit bis zum Nirvana.)

...
2) Reagiert ein Spermium auf Umwelteinflüsse ?
...
Ja. Denn sonst könnte es den Weg zur Eizelle nicht finden.

...
3) Können sich Spermien vermehren ?
...
Nein.
;) ..erfreulicherweise nicht. Denn sonst könnt ma ja nur einmal und dann gäb's eine bis viele Spermienpopulationen in den Frauen..... :shock: :shock:

Sag mer ungefähr so - Spermien und Eizellen treibt eine Art genetische "Erinnerung" an, die aus einer Zeit stammt, in der Leben eben nur ein- bis mehrzellig auf dieser Erde zugegegen war. Sie sind Ausdruck und teil von "Leben" aber eben nicht Leben selbst. Bei der Organisation höher entwickelter Lebensformen, mussten sie ihre Selbstständigkeit zu Gunsten des Gesamtorganismus aufgeben.
Manchmal gewinnen Körperzellen diese Selbstständigkeit zurück - in einer großen Anzahl von Fällen der Beginn einer Tumorgenese.

...
Wenn ich bedenke, wie oft ich mir einen runtergewedelt habe, bin ich demnach einer der größten Massenmörder aller Zeiten (zusammen mit vielen anderen) ....... :kopfklatsch::haha:
Nachdem die Menschheit insgesamt sehr geschickt darin ist, Erkenntnis und rationale Weisheit zu vermeiden aber Dummheiten sonder Zahl zu glauben und für wahr zu halten... :cry: ... gibt es auch DIESE Attitüde. Nach wie vor gibt es Gesellschaften, die Onanie verbieten und bestrafen - oder Gemeinschaften, die tatsächlich meinen, Spermien wären ausschließlich für die Fortpflanzung 'gedacht'. ;)

:mrgreen:
 
„Statussymbole und kleine Unannehmlichkeiten sind Grund genug um abzutreiben.“ ist nicht weniger problematisch, da sie genau die Position darstellt die weder ethisch noch moralisch irgendwie begründbar ist.

Und wer entscheidet, welcher Grund ethisch und moralisch vertretbar ist und welcher nicht? Du? Sabrina? Der Gottestaat, also die Päpste, Gurus, Mullahs, Rabbiner dieser Welt? Oder doch der Rechtsstaat?

Wir wissen, was Selbstjustiz anrichtet. Und wir wissen, was Gottesstaaten anrichten, oder?

Ach ja. Ich stell auch manchmal Links rein :oops:. Aber nur Wiki - immer dann, wenn ich den Eindruck habe, dass die Begriffe verrutschen ;)
 
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Wären die Menschen hingegen in den Windungen des vatikanischen Gehirns beheimatet, wäre der Geschlechtsakt prinzipiell nur für die Zeugung neuen Lebens gestattet.
Lass ma die Kirche im Dorf und den Papst in Rom...aber a bisserl darüber nachdenken schadet nicht. Sex wird manchmal/oft konsumiert, wie a Glas Wein...ohne über etwaige Folgen nachzudenken. Aufklärung - auch über Verhütungsmethoden - gibt's (wenn schon nicht im Elternhaus) bereits in der Volksschule.
 
Wären die Menschen hingegen in den Windungen des vatikanischen Gehirns beheimatet, wäre der Geschlechtsakt prinzipiell nur für die Zeugung neuen Lebens gestattet.

Stimmt nicht mehr.

Seit Vat II wurde dies offiziell, in lehramtlichen Texten, als auch im Kirchenrecht geändert.
An aller erster Stelle dient der Sexualakt seit nun über 40 Jahren dem Wohl des Ehepaares. Und an zweiter Stelle, der Fortpflanzung.
 
Und wer entscheidet, welcher Grund ethisch und moralisch vertretbar ist und welcher nicht? Du? Sabrina? Der Gottestaat, also die Päpste, Gurus, Mullahs, Rabbiner dieser Welt? Oder doch der Rechtsstaat?
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Freiheit leben heißt eben auch, in Kauf zu nehmen, dass andere Menschen Entscheidungen treffen, die man selbst nicht treffen würe, die einem selbst nicht recht und richtig erscheinen.... das kann eine harte Übung und auch Prüfung sein.
Vom verordnenden zum ordnenden sozialen (staatlichen) System.

Es fiel mir heute ein, dass in den 1960er und 1970er Jahren im Kontext der "sexuellen Revolution" Diskussionen ganz ähnlicher Natur wie diese hier abgelaufen sind... der Untergang des christlichen Abendlandes, das Ende von Moral und Sitte etc wurden heraufbeschworen. Mit dem Effekt, dass heute die Gesellschaft innerlich spießiger denn je ist und äußerlich pornografischer denn je erscheint...

Bei der Durchsetzung der Fristenlösung (gegen massive Widerstände!) sind auch genau "Argumente" - eher behauptende Unterstellungen - wie auch in diesem thread zu lesen gekommen. Das gesellschaftliche System ist eher stabiler geworden, das Wissen um die Folgen und Nachwirkungen von Abbrüchen ist weit verbreitet und Information und Beratung auch.

Es gibt, wie so oft heutzutage in unseren auf Äußerlichkeiten konzentrierten Gesellschaften, eine große Differenz zwischen Schein und Sein...

Je unaufgeregter das Thema wahrgenommen und je nach eigener Position vertreten und gelebt wird - desto früher wird sich eine Balance einstellen.

Ja - ideal wäre vermutlich eine Gesellschaft, die die Freiheit von Schwangerschaftsabbrüchen gewährleistet - verbunden mit dem Umstand, dass niemand diese Freiheit in Anspruch nimmt oder nehmen muss.

Damit wären wir wieder beim Beginn, oder?

:winke:
 
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