Gerten, Peitschen, Flogger oder einfach die flache Hand. Hilfsmittel gibt es viele, die zum Spanking verwendet werden können. Alles, was man zum Thema Spanking wissen sollte, erfährst du hier in diesem Artikel.
Vielleicht fragst du dich jetzt, was „Hintern versohlen“ mit sexueller Erregung zu tun haben soll? Die Frage ist gar nicht so abwegig, doch bei näherer Betrachtung findet sich eine recht schlüssige Erklärung dafür.
Auch wenn das Wort übersetzt „verhauen“ heißt, ist dies nur Mittel zum Zweck. Im Gegensatz zu SM, wo der Schmerz im Vordergrund steht und die erotische Komponente darstellt, ist es beim Spanking die Lust, die durch den Schmerz verursacht wird.
Dom mit Anzug und Krawatte hält Flogger in der Hand - alexkoral / stock.adobe.com
Unter Spanking versteht man Schläge auf den Po, auf die hinteren Oberschenkel aber auch auf die äußeren Geschlechtsorgane. Waden und Fußsohlen sind ebenfalls Bereiche, die gerne für diese Praktik herangezogen werden.
Das kann entweder mit der Hand selbst sein, oder man nimmt spezielle BDSM-Toys dazu, dies können Alltagsgegenstände wie ein Kochlöffel, ein Teppichklopfer oder auch ein Buch sein. Wenn man Gefallen an dieser Praktik findet, zahlt sich aber eine professionelle Ausrüstung wie Rohrstöcke, Paddels, Gerten usw. aus.
Wichtig dabei ist, dass du Acht gibst und die richtige Dosierung findest, beim Spanking kommt es nicht darauf an, dass der Spanker wie wild darauf losschlägt, vielmehr ist eine dosierte Stärke, der richtige Rhythmus und zwischendurch leichte Massagen oder Handauflegen (zur Schmerzlinderung) entscheidend, je nachdem, wie belastbar bzw. wie schmerzempfindlich der:die Empfangende (Spankee) ist.
Doch warum?
Schläge fördern die Durchblutung und verursachen nach dem Schmerz ein Kribbeln, das viele Menschen als sexuell erregend empfinden. Darüber hinaus werden durch die Schläge und den damit verbundenen Schmerz die Hormone Oxytocin und Adrenalin ausgestoßen, was die Wahrnehmung erweitert. Dadurch wird man auch empfänglicher für sanfte Berührungen und nimmt diese intensiver wahr.
Findet der Spanker den sogenannten „Sweet Spot“, dann kann es sein, dass sich die sexuelle Erregung soweit steigert, dass der:die Spankee währenddessen einen Orgasmus bekommt. Der Sweet Spot sitzt am unteren Ende des Pos leicht oberhalb der hinteren Oberschenkel. Bei Schlägen auf diesen Lustpunkt werden Nervenenden stimuliert, die vergleichbar sind mit denen der Vagina.
Frau mit Maske und Ledertop hält Spanking-Toy in Hand - Andrew / stock.adobe.com
Spankee = die Person, die Spanking empfängt
Mehr Fachbegriffe in unserem Erotik Dictionary und dem Sexlexikon der Abkürzungen
Lustschmerz oder „Wenn der Schmerz Lust bereitet!“
Im BDSM weit verbreitet, aber wie so viele Praktiken, die im BDSM ihren Ursprung haben, findet auch Spanking immer mehr den Weg in unsere Schlafzimmer. Es sorgt für Abwechslung vom "normalen" Liebesleben, man muss dem:der Partner:in dabei zu 100 Prozent vertrauen, gleichzeitig lernt man auch viel voneinander, aber auch einiges über sich selbst.Was ist Spanking?
Spanking ist eine immer weiter verbreitete Praktik, wo durch gezielte Schläge auf den Po die Lust befeuert und eine sexuelle Erregung erzeugt wird. Damit sind keine liebevollen Klapse auf den Po gemeint, es darf, und es soll sogar, auch sehr gerne etwas härter zur Sache gehen.Vielleicht fragst du dich jetzt, was „Hintern versohlen“ mit sexueller Erregung zu tun haben soll? Die Frage ist gar nicht so abwegig, doch bei näherer Betrachtung findet sich eine recht schlüssige Erklärung dafür.
Auch wenn das Wort übersetzt „verhauen“ heißt, ist dies nur Mittel zum Zweck. Im Gegensatz zu SM, wo der Schmerz im Vordergrund steht und die erotische Komponente darstellt, ist es beim Spanking die Lust, die durch den Schmerz verursacht wird.
Dom mit Anzug und Krawatte hält Flogger in der Hand - alexkoral / stock.adobe.com
Wie funktioniert Spanking und warum?
Zum „Wie“!Unter Spanking versteht man Schläge auf den Po, auf die hinteren Oberschenkel aber auch auf die äußeren Geschlechtsorgane. Waden und Fußsohlen sind ebenfalls Bereiche, die gerne für diese Praktik herangezogen werden.
Das kann entweder mit der Hand selbst sein, oder man nimmt spezielle BDSM-Toys dazu, dies können Alltagsgegenstände wie ein Kochlöffel, ein Teppichklopfer oder auch ein Buch sein. Wenn man Gefallen an dieser Praktik findet, zahlt sich aber eine professionelle Ausrüstung wie Rohrstöcke, Paddels, Gerten usw. aus.
Wichtig dabei ist, dass du Acht gibst und die richtige Dosierung findest, beim Spanking kommt es nicht darauf an, dass der Spanker wie wild darauf losschlägt, vielmehr ist eine dosierte Stärke, der richtige Rhythmus und zwischendurch leichte Massagen oder Handauflegen (zur Schmerzlinderung) entscheidend, je nachdem, wie belastbar bzw. wie schmerzempfindlich der:die Empfangende (Spankee) ist.
Doch warum?
Schläge fördern die Durchblutung und verursachen nach dem Schmerz ein Kribbeln, das viele Menschen als sexuell erregend empfinden. Darüber hinaus werden durch die Schläge und den damit verbundenen Schmerz die Hormone Oxytocin und Adrenalin ausgestoßen, was die Wahrnehmung erweitert. Dadurch wird man auch empfänglicher für sanfte Berührungen und nimmt diese intensiver wahr.
Findet der Spanker den sogenannten „Sweet Spot“, dann kann es sein, dass sich die sexuelle Erregung soweit steigert, dass der:die Spankee währenddessen einen Orgasmus bekommt. Der Sweet Spot sitzt am unteren Ende des Pos leicht oberhalb der hinteren Oberschenkel. Bei Schlägen auf diesen Lustpunkt werden Nervenenden stimuliert, die vergleichbar sind mit denen der Vagina.
Frau mit Maske und Ledertop hält Spanking-Toy in Hand - Andrew / stock.adobe.com
FAQ's zum Thema Spanking
- ↘ Wir praktizieren gerne Spanking, aber meine Partnerin will immer mehr. Ab wann ist es zu viel des Guten?
- ↘ Ist Spanking strafbar?
Wissenswerte Tipps…
Bevor man beginnt zu spanken, ist es hilfreich, dass man sich vorher schon in Stimmung bringt. Ist man bereits zu einem gewissen Grad in Erregung, dann werden die Schmerzen, die beim Spanking entstehen, auch besser und leichter aufgenommen.- Der gebende Part sollte sich langsam herantasten. Zart beginnen und erst mit der Zeit fester schlagen. So kann man sich langsam an die „Grenze“ herantasten und in den gespankten Bereichen wird anfangs außerdem so die Durchblutung gefördert.
- Hilfsmittel
Zum Spanking kann man verschiedenste Hilfsmittel verwenden:- Bambusstock (vor allem in Japan)
- Birkenrute (vor allem in Nordeuropa, Mitteleuropa und Russland bis etwa ins 19. Jahrhundert)
- Gerten
- Gummischlauch, Kabel
- Gürtel, (Leder-)Riemen
- Haarbürste
- Hand
- Kabel
- Klopfpeitsche (vor allem in Frankreich)
- Kochlöffel (aus Holz)
- Lineal
- Martinet (vor allem in Frankreich)
- Nilpferdpeitschen
- Paddle (vor allem in den USA)
- Peitschen
- Pfannenwender
- Reitgerten
- Rohrstock (vor allem in Europa, Südasien und Südostasien)
- Tawse (vor allem in Großbritannien und Irland)
- Teppichklopfer
Wie du aus der Liste erkennen kannst, gibt es unzählige professionelle Werkzeuge für Spanking, aber genauso gut eignen sich Alltagsgegenstände als Hilfsmittel. Und wenn gar kein Hilfsmittel griffbereit ist, dann hat man immer noch die flache Hand.
- Unterschiedliche Toys haben eine unterschiedliche Wirkung: Paddles verteilen den Schmerz relativ gut und großflächig, bei Rohrstöcken, Riemen oder Gerten sieht es aber etwas anders aus. Damit nicht zu fest begonnen wird und man sich langsam an die richtige Intensität herantasten kann, sollte der Spanker zuerst auf dem inneren Unterarm bei sich selbst testen, wie die Anfangsstärke in etwa sein soll.
- Der Mix macht es aus.
Entweder beginnend, spätestens aber immer wieder zwischendurch, sind Liebkosungen und Massagen fällig. Das lindert einerseits den Schmerz, bringt aber auch eine bessere Durchblutung, was den z.B. Po wieder empfänglicher und noch ein wenig sensibler macht.
- Tabus!
Ja, es gibt sie, die Tabus, auch beim Spanking: Gewisse Bereiche dürfen auf keinem Fall gespankt werden, um gesundheitliche Risiken oder auch Schäden auszuschließen. Dazu zählen- die Gelenke im Allgemeinen
- die Wirbelsäule
- die Nierengegend
- die Lenden
- der Kopf
- der Hals
- Kommunikation
Da ist sie wieder: Die Kommunikation… diese ist wichtig, um die Grenzen nicht zu überschreiten und längerfristige Striemen oder Blutergüsse zu vermeiden. Nicht immer sind diese „Nebenerscheinungen“ erwünscht. Und da es bei dieser Praktik nicht um den Schmerz an sich geht sondern um die Lust, die daraus entsteht, sollte der empfangende Part genug Feedback geben, welche Stärke gut ist und was zu viel ist.
- Nicht für zwischendurch
Damit beide Parts, also Spanker und Spankee die Session wirklich genießen können, ist ausreichend Zeit Voraussetzung. Wenn die richtige Intensität gefunden ist, braucht es oft nicht mehr viele „Spanks“, jedoch der Weg dahin kann schon ein längerer sein.
Fazit zu Spanking
Auch wenn Spanking den Ursprung im BDSM hat, so kann das Spanking auch für Nicht-BDSMler:innen eine überaus reizvolle Abwechslung oder Ergänzung zum Liebesspiel sein. Es kann, muss aber nicht unbedingt mit BDSM zu tun haben, Spanking ist auch ohne dem Machtgefüge eine sehr reizvolle Praktik, die sexuelle Erregung zu steigern. Der empfangende Part der den Schmerz erfährt, kostet die Lust und die stetig steigende Erregung in vollen Zügen aus, aber auch der Spanker erfährt eine Luststeigerung, wenn er sich an der Erregung der Partnerin und deren Reaktionen erfreuen kann.Kleines Spanking Lexikon
Spanker = die Person, die Spanking ausführtSpankee = die Person, die Spanking empfängt
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