Hast du schon einmal über Outdoor-Sex nachgedacht? Falls ja, was hast du alleine bei dem Gedanken daran - Sex im Freien oder in der Öffentlichkeit zu haben - gefühlt? Vielleicht hat es in dir gekribbelt und der Gedanke an Sex außerhalb deines Schlafzimmers hat dich richtig heiß gemacht? Dann bist du mit dieser Gefühlsregung nicht alleine.
Auch wenn Sex grundsätzlich keine Routine sein sollte und immer etwas auf-, er- oder noch besser, anregend sein soll, gibt Outdoor-Sex vielen Menschen den besonderen Kick. Warum das so ist und warum Sex außerhalb des geschützten Bereichs - also auch Sex in der Öffentlichkeit - aber auch nicht „ganz ohne“ und ein sehr heikles Thema ist, erfährst du in diesem Artikel.
Liebespaar liegend am Wasser auf Sandstrand - Symbolbild von Detkov D / stock.adobe.com
Die Anzahl an Paaren, aber auch Einzelpersonen, die regelrecht nach Outdoor-Sex-Abenteuer suchen, ist gar nicht so gering. Davon zeugen auch die unzähligen einschlägigen Kontaktanzeigen im Forum, die Dogging zum Ziel haben. Und zwar quer durch die gesamte Userschaft.
Bei heterosexuellen Paaren bis hin zu homosexuellen Männern oder auch queeren Leuten: Outdoor-Sex ist beliebt, und das mehr, als man vielleicht glauben mag. Umfragen zufolge (die Studie ist schon etwas älter) haben zum Beispiel in den USA im Jahr 2005 sage und schreibe 22 Prozent der Befragten Outdoor-Sex in den letzten 12 Monaten gehabt, davon hatten ein Großteil der befragten Personen tatsächlich auch Sex im Freien. Auch wenn diese Studie nicht repräsentativ ist, zeigt sie ein durchaus überdurchschnittliches Interesse an sexuellen Handlungen außerhalb der eigenen vier Wände. Einer weiteren Umfrage nach haben in Deutschland sogar bis zu 80% der befragten Männer und Frauen wenigstens die Fantasie, Sex an einem einsamen Strand oder auch im Büro zu haben.
Was bei vielen Paaren auch für Outdoor-Sex spricht: Sex an den oben genannten Schauplätzen ist besonders geeignet für einen Quickie, besonders dann, wenn man sich nicht sicher sein kann, ob jederzeit jemand von dem Treiben Wind bekommt und eventuell stören könnte. Das nimmt bei vielen Männern und Paaren viel Druck von der eigenen Erwartungshaltung und auch der vom Partner oder der Partnerin, einen Orgasmus zu bekommen. Darum fühlen sich viele Menschen in dieser Situation auch befreiter und unbekümmerter und können gerade deshalb den Sex genießen..
Warum Sex in der Öffentlichkeit aber auch problematisch ist, und von vielen Leuten auch kritisch gesehen wird, erfährst du weiter unten.
Hände an angelaufener Seitenscheibe eines Autos - Antonioguillem / stock.adobe.com
Zum einen ist es für manche Menschen schlicht unvorstellbar, von Fremden beim Sex beobachtet zu werden oder gar dritte Personen in das Liebesspiel mit einzubeziehen. Zum Anderen spielt auch die Moral eine – nicht ganz zu Unrecht – große Rolle dabei. Viele Menschen finden es als Unbeteiligte wenig bis gar nicht erquickend, unverhofft den sexuellen Aktivitäten anderer beizuwohnen. Daher will man selbst unbeteiligte Personen auch nicht mit der eigenen Sexualität "zwangsbeglücken". Auch besteht bei Sex in der Öffentlichkeit - besonders wenn man den Ort unbedacht auswählt - immer ein gewisses Restrisiko, dass zufällig Kinder zur Szenerie dazukommen und das sexuelle Treiben der liebestollen Sexpartner mitbekommen. Das ist natürlich ein absolutes No Go, weshalb Outdoor-Sex auch von vielen Menschen abgelehnt wird. Denn spätestens dann haben die Akteure und Akteurinnen auch sehr schnell Probleme am Hals, die durchaus schwerwiegend sein können und höchstwahrscheinlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, vom moralischen Standpunkt einmal ganz abgesehen.
Apropos Recht: Grundsätzlich verboten ist im deutschsprachigen Raum (DACH) Sex in der Öffentlichkeit nicht, die Gesetzgebung ist hier in diesen Ländern sehr ähnlich geregelt. Das bloße Ausüben von sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit ist erlaubt bzw. nicht ausdrücklich verboten, erst wenn sich dritte Personen dadurch belästigt fühlen und diese die sexuellen Handlungen zur Anzeige bringen, ist der Tatbestand von „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ erfüllt und kann eine Anzeige nach sich ziehen.
Anders sieht es allerdings aus, wenn Kinder mit den sexuellen Handlungen konfrontiert werden (können). Dann liegt nicht nur ein Verwaltungsdelikt vor, sondern ganz schnell eine Gesetzesübertretung mit strafrechtlichem Charakter.
Auch wenn Sex grundsätzlich keine Routine sein sollte und immer etwas auf-, er- oder noch besser, anregend sein soll, gibt Outdoor-Sex vielen Menschen den besonderen Kick. Warum das so ist und warum Sex außerhalb des geschützten Bereichs - also auch Sex in der Öffentlichkeit - aber auch nicht „ganz ohne“ und ein sehr heikles Thema ist, erfährst du in diesem Artikel.
Was ist Outdoor-Sex?
Beginnen wir mit der Definition von Outdoor-Sex: Entgegen der Bezeichnung muss Outdoor-Sex nicht immer „im Freien“ stattfinden. Vielmehr bezeichnet Outdoor-Sex jegliche sexuelle Aktivitäten an mehr oder weniger öffentlichen Plätzen, bzw. Orten, wo unvermittelt dritte Personen dazu kommen können bzw. den Sex mitbekommen können, und sei es nur akustisch. Es macht also keinen Unterschied, ob du dich beim Outdoor-Sex einem schnellen Blowjob in einer öffentlichen Toilette hingibst, du ein ausgiebiges Schäferstündchen im Wald oder einem abgelegenen Plätzchen am Strand hast oder ihr im Auto auf einem öffentlichen Parkplatz die Reiterstellung praktiziert. Und die favorisierten Plätze sind dabei sehr vielschichtig, abgelegene Orte, wie etwa Hinterhöfe, Gärten, Friedhöfe, Parkplätze, öffentliche Toiletten und sogar uneinsichtige Hauseinfahrten mitten in der Stadt zählen zu überaus beliebten Locations für den Fun mit Extrakick.Liebespaar liegend am Wasser auf Sandstrand - Symbolbild von Detkov D / stock.adobe.com
Was ist "Sex im Freien"?
Sex im Freien ist eine spezielle Form des Outdoorsex, wo man sich wirklich unter freiem Himmel dem Liebesspiel hingibt. Dazu zählen dann nicht Orte wie der Fahrstuhl, in einer Kabine des Riesenrades im Wiener Prater, einer öffentlichen Sauna oder das Auto (es sei denn, man sexelt in einem offenen Cabrio außerhalb einer Park- oder Tiefgarage).Was ist an Outdoor-Sex so hot?
Viele Menschen turnt das Verruchte, das Verbotene und das nicht Alltägliche an. Aber auch die Möglichkeit, jederzeit von dritten, unbeteiligten Personen erwischt zu werden, ist für viele Paare der besondere Kick dabei, der den Sex an mehr oder wenigen öffentlichen Plätzen so aufregend macht. Die Frage, ob man dabei erwischt wird und falls ja, wie die Personen, die einen dabei ertappen, reagieren, spielt sehr oft eine wesentliche Rolle dabei. Und die möglichen Reaktionen scheinen schier unendlich, von einem vermeintlich heimlichen Beobachten, bis hin zur – ebenfalls öffentlichen – Masturbation oder einem möglichen Mitspielen der fremden Person(en) ist alles dabei. Natürlich kommt es auch darauf an, was und wie viel die Sexpartner zulassen.Die Anzahl an Paaren, aber auch Einzelpersonen, die regelrecht nach Outdoor-Sex-Abenteuer suchen, ist gar nicht so gering. Davon zeugen auch die unzähligen einschlägigen Kontaktanzeigen im Forum, die Dogging zum Ziel haben. Und zwar quer durch die gesamte Userschaft.
Bei heterosexuellen Paaren bis hin zu homosexuellen Männern oder auch queeren Leuten: Outdoor-Sex ist beliebt, und das mehr, als man vielleicht glauben mag. Umfragen zufolge (die Studie ist schon etwas älter) haben zum Beispiel in den USA im Jahr 2005 sage und schreibe 22 Prozent der Befragten Outdoor-Sex in den letzten 12 Monaten gehabt, davon hatten ein Großteil der befragten Personen tatsächlich auch Sex im Freien. Auch wenn diese Studie nicht repräsentativ ist, zeigt sie ein durchaus überdurchschnittliches Interesse an sexuellen Handlungen außerhalb der eigenen vier Wände. Einer weiteren Umfrage nach haben in Deutschland sogar bis zu 80% der befragten Männer und Frauen wenigstens die Fantasie, Sex an einem einsamen Strand oder auch im Büro zu haben.
Sex in der Natur für Romantiker
Ein weiterer Aspekt: Speziell bei verliebten Paaren spielt auch die Romantik oft eine Rolle. Sex in der Natur, wie in einem Wald oder einer verlassenen Bucht am Meer, genießen viele Paare besonders. Sie können durch die Natur und die Weitläufigkeit der Szenerie besonders gut entspannen und den Sex dadurch noch mehr genießen, oft auch einfach dadurch, dass sie sich nicht durch einen Raum, wie zum Beispiel ein Schlafzimmer, wo man erfahrungsgemäß einen eingeschränkten Horizont hat, eingeengt fühlen. Außerdem weckt Sex in der Natur bei vielen Paaren auch das Gefühl einer besonders innigen Verbundenheit, da diese Form der Intimität doch zu etwas Besonderem zählt, das man nicht ständig und, vor allen Dingen, nicht mit jeder Person praktiziert.Was bei vielen Paaren auch für Outdoor-Sex spricht: Sex an den oben genannten Schauplätzen ist besonders geeignet für einen Quickie, besonders dann, wenn man sich nicht sicher sein kann, ob jederzeit jemand von dem Treiben Wind bekommt und eventuell stören könnte. Das nimmt bei vielen Männern und Paaren viel Druck von der eigenen Erwartungshaltung und auch der vom Partner oder der Partnerin, einen Orgasmus zu bekommen. Darum fühlen sich viele Menschen in dieser Situation auch befreiter und unbekümmerter und können gerade deshalb den Sex genießen..
Warum Sex in der Öffentlichkeit aber auch problematisch ist, und von vielen Leuten auch kritisch gesehen wird, erfährst du weiter unten.
Hände an angelaufener Seitenscheibe eines Autos - Antonioguillem / stock.adobe.com
FAQ’s zum Thema Outdoor-Sex
- ↘ Welche rechtlichen Folgen kann Sex in der Öffentlichkeit haben?
- ↘ Welche Konsequenzen hat das Vorhandensein oder ertappt werden von Minderjährigen?
- ↘ Gibt es Möglichkeiten, sich rechtlich abzusichern?
Warum Outdoor-Sex auch „nicht hot“ sein kann…
So aufregend Outdoor-Sex sein kann, so problematisch ist er auch. Von vielen Leuten wird Sex im Freien durchaus kritisch gesehen und sogar abgelehnt. Warum das so ist, hat unterschiedliche Gründe.Zum einen ist es für manche Menschen schlicht unvorstellbar, von Fremden beim Sex beobachtet zu werden oder gar dritte Personen in das Liebesspiel mit einzubeziehen. Zum Anderen spielt auch die Moral eine – nicht ganz zu Unrecht – große Rolle dabei. Viele Menschen finden es als Unbeteiligte wenig bis gar nicht erquickend, unverhofft den sexuellen Aktivitäten anderer beizuwohnen. Daher will man selbst unbeteiligte Personen auch nicht mit der eigenen Sexualität "zwangsbeglücken". Auch besteht bei Sex in der Öffentlichkeit - besonders wenn man den Ort unbedacht auswählt - immer ein gewisses Restrisiko, dass zufällig Kinder zur Szenerie dazukommen und das sexuelle Treiben der liebestollen Sexpartner mitbekommen. Das ist natürlich ein absolutes No Go, weshalb Outdoor-Sex auch von vielen Menschen abgelehnt wird. Denn spätestens dann haben die Akteure und Akteurinnen auch sehr schnell Probleme am Hals, die durchaus schwerwiegend sein können und höchstwahrscheinlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, vom moralischen Standpunkt einmal ganz abgesehen.
Apropos Recht: Grundsätzlich verboten ist im deutschsprachigen Raum (DACH) Sex in der Öffentlichkeit nicht, die Gesetzgebung ist hier in diesen Ländern sehr ähnlich geregelt. Das bloße Ausüben von sexuellen Handlungen in der Öffentlichkeit ist erlaubt bzw. nicht ausdrücklich verboten, erst wenn sich dritte Personen dadurch belästigt fühlen und diese die sexuellen Handlungen zur Anzeige bringen, ist der Tatbestand von „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ erfüllt und kann eine Anzeige nach sich ziehen.
Anders sieht es allerdings aus, wenn Kinder mit den sexuellen Handlungen konfrontiert werden (können). Dann liegt nicht nur ein Verwaltungsdelikt vor, sondern ganz schnell eine Gesetzesübertretung mit strafrechtlichem Charakter.