Schlaf kann man leider nicht erzwingen.
Allerdings sollte man bedenken, dass sich das Schlafdefizit mit der Zeit rächt: die Haut altert schneller, denn dem Körper mangelt es an den Tiefschlafphasen, die die Wachstumshormone für die Erneuerung von Hautzellen und den Abbau von Stresshormonen freisetzen. Auch rutscht man am nächsten Tag schnell müde wieder ins Leistungstief, die Konzentration schwindet und das Gehirn funktioniert wie ein Sieb. Man steckt in einem Teufelskreis.
Habe vor einige Jahren drei Nächte en suite schlaflos verbracht, weil ich es einfach wissen wollte - tagsüber dann gearbeitet. Gedopt mit Cola, Kaffee und Red Bull ging es mir die ersten 48 Stunden eigentlich total supi. Durch das Schlafmanko war ich zwar ziemlich überdreht - aber subjektiv gesehen extrem leistungsfähig. Auch die Konzentration ließ nicht wirklich zu wünschen übrig.
Am dritten Tag war ich dann zwar schon etwas gereizt und ungeduldig, aber noch nicht unausstehlich.
Die dritte Nacht jedoch zeigte mir dann doch die Grenzen auf: wollte von meiner Freundin gegen Mitternacht - in bester Laune - heimfahren, allein der Gang zum Wagen wurde fast zum Albtraum: der ebene Weg fing sich plötzlich zu werfen an - wie bei einer Berg-und-Talbahn. Nicht nur, dass die Straße einer Buckelpiste glich, wurde sie vor meinen Augen auch abrupt ganz schmal - Tunnelblick. Da weder unter Alkohol-, noch Drogeneinfluss, konnten diese Halluzinationen somit nur vom Schlafmangel kommen. (Meine Freundin chauffierte mich dann heim.

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Hin und wieder mal über die Stränge hauen und durchmachen ist ja nicht schlimm. Chronischer Schlafmangel jedoch begünstigt als Risikofaktor allerdings diverse Folgekrankheiten: Infektanfälligkeit, Immunschwäche, psychosomatische Störungen, Schlaganfälle etc.
@Tänzerin: solltest halt doch a bisserl mehr auf deine Schlafhygiene achten, auch wenn es gerade in der Sturm-und-Drangperiode noch sehr schwer fällt.