Trennung - und die Kinder?

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Eine Frage an die Geschiedenen/Getrennten im Forum: wie habt ihr euer Leben mit den Kindern geregelt? Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt? Und vor allem - wie bringt man die Trennung über die Bühne ohne die Kinder dabei mehr als nötig zu verletzen?

Mir steht die Trennung bevor, ich überlege mir gemeinsame Obsorge zu definieren und die Kinder der Frau zu lassen. Nicht weil ich zu faul wäre, mich um sie zu kümmern, sondern weil sie die Kinder nie hergeben würde und wegen der Kinder nur teilzeitbeschäftigt ist. Ausserdem erlaubt die Wohnungssituation keine symmetrische Aufgabenteilung. Dafür wäre ich unterhaltspflichtig.

Gibt es hier mit bestimmten Modellen bereits positive/negative Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern können?
 
Vorallem ehrlich zu den Kindern sein, sie bekommen eh alles mit. Wichtig ist das sie halt wissen, das beide Eltern für sie da sind. Ohne Tränen wirds nicht gehen, leider.

Du ich wünsch Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und Freunde die Dich auffangen!
 
Ich schließe mich da mal Mylene an und wünsche dir ebenso viel Kraft.
Siehst du wirklich gar keine Chance mehr?
Den Rest quatsch ma mal persönlich, ok?

Halt die Ohren steif, Hengst!
 
Ich erzähls dir am Freitag, wennst dabei bist :hmm:auf jeden Fall gibt es kostenlose Rechtsauskünfte beim Bezirksgericht, frag nach.
Kopf hoch :)setzt euch mit den Kindern zusammen und erklärt es ihnen . Das haben meine Schwester und ihr Mann auch gemacht, sind alle beim weinen gewesen, aber es half ein bisschen....weil mein Neffe wusste, es sind beide für ihn da.:bussal:
 
Tja, mit'n "technischen" Teil kann ich leider a ned weiterhelfen. Schliess mich aber aber meinen Vorrednern an - alles Gute und ... es hat alles einen Sinn im Leben. Drück dir die :daumen: und falls die Kacke mal am dampfen ist ... hab immer ein offenes Ohr ...
 
So - auch ich schliesse mich Mylene und XXL an - absolute Ehrlichkeit den Kindern gegenüber - die Situation ist schwierig genug, man sollte sie nicht mit Lügen verkomplizieren!
Wichtig ist den Kindern zu vermitteln, dass sie geliebt werden und es absolut nichts mit ihnen zu tun hat, aber die Eltern halt nicht mehr miteinander können... so schwierig es für alle ist
Ansonsten: Klare Regelungen - wenn möglich kein Streit vor den Kids - sehr empfehlen würde ich Mediation - hilft alles ruhig über die Bühne zu bringen.
 
Kann dir nur den Tip geben, alles in Ruhe zu klären damit man sich auch nach der Scheidung noch in die Augen schauen kann. Es gibt vor und nach der Scheidung immer wieder Reibungspunkte und man sollte versuchen immer einen Kompromiss zu finden das alle damit Leben können, auch wenn das bedeudet manchmal tief Luft holen und schlucken. Ist aber sicher die bessere Lösung. Wie auch schon in der Beziehung man sagt reden, reden, reden dann kommt man meistens gut durchs leben und nicht auf Stur schalten. Denn das heist Rosenkrieg und den wünscht sich sicher niemand. Gemeinsame Obsorge ist voll ok. Es gibt im Inernet zum herunterladen einen Scheidungsvergleich der gilt auch gleich vor dem Richter, Setzt euch gemeinsam hin und geht die Punkte gemeinsam durch und da wo ihr euch nicht einigen könnt die lässt ihr momentan frei und klärt sie zu einen anderen Zeitpunkt. Manchmal hilft ein paar Tage darüber nachdenken und dann sieht schon wieder alles anders aus. Ist zwar eine sch... Zeit aber es geht vorbei. Ehrlichkeit gegenüber den Kindern ist sehr wichtig damit sie es auch verstehen was da passiert und ihnen immer sagt es liegt nicht an ihnen und das man sie weiterhin ganz toll lieb hat. Zum rechtlichen kann man fast alles im Internet nachlesen und was noch Unklar ist gibts eigene kostenlose Beratungsstellen. google Scheidung und du findest fast alles. Kopf hoch wird wieder
 
Wir haben zum Glück eine einvernehmliche Scheidung hinbekommen und für die Jüngste (damals 13) das gemeinsame Sorgerecht.
Ganz ohne Regelung, wenn sie sagt: "Ich fahr heut zum Papa" so ist das in Ordnung. Kommt natürlich drauf an, wie alt deine Kinder sind.
Unter 10 muss man das ein bisschen steuern, aber ich glaub, zwangsweise Besuchstage sind nicht so gut. Und man muss den Kindern das Gefühl geben, dass sie immer bei beiden Elternteilen willkommen sind. Und es auch akzeptieren, falls sie einen der beiden mal länger nicht sehen wollen.

Ich wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit und gute Freunde!
 
Das meiste wurde ja bereits geschrieben, will nur nicht versäumen, dir in Erinnerung zu rufen, dass auch ich da bin, wenn du einen Buddy zum Quatschen oder einfach nur mal für ein rasches Bier brauchst weißt schon, wie ich's meine.
Den Rest besprechen wir Donnerstag beim Chinesen (wennst magst)

Genießer :winke:
 
Eine Frage an die Geschiedenen/Getrennten im Forum: wie habt ihr euer Leben mit den Kindern geregelt? Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt? Und vor allem - wie bringt man die Trennung über die Bühne ohne die Kinder dabei mehr als nötig zu verletzen?

Mir steht die Trennung bevor, ich überlege mir gemeinsame Obsorge zu definieren und die Kinder der Frau zu lassen. Nicht weil ich zu faul wäre, mich um sie zu kümmern, sondern weil sie die Kinder nie hergeben würde und wegen der Kinder nur teilzeitbeschäftigt ist. Ausserdem erlaubt die Wohnungssituation keine symmetrische Aufgabenteilung. Dafür wäre ich unterhaltspflichtig.

Gibt es hier mit bestimmten Modellen bereits positive/negative Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern können?

Lieber Donjoe,

Ich geb dir aus meinen eigenen Erfahrungen etwas weiter.. schau mal, ob etwas für dich dabei ist:

zuerst mal - es gibt kein Patentrezept. Das heißt auch, auf sich selbst und das Innere hören - die Kinder hören (zum Äußern bewegen)..,, die Partnerin hören. Sie wird immer deine Partnerin sein, solange es um die Kinder, die Erziehung - die gemeinsame Zeit geht.

Dann - mit der Partnerin eine Art Fairness-Abkommen vereinbaren. Streiten ja - aber im geordneten Rahmen und ohne Kinder und keinesfalls über die Kinder hinweg.

Gemeinsame Obsorge hat auch Pferdefüße - vor allem aber auch entschiedene Vorteile.
Wesentlicher Vorteil - du kannst alle Handlungen und alle Verantwortung eines Elternteiles übernehmen. Ohne gemeinsame Obsorge darfst du genau genommen gar nichts. Da bist du wie ein Fremder für dein Kind - du bist eben nicht zur Obsorge und auch nicht zur Erziehung berechtigt (keine Unterschriften in Heften, keine Unterschriften vor den Behörden... zB)
Allerdings - sollte im Scheidungsvertrag geklärt werden, wer primär die Erziehungsfunktionen ausübt. Ich habe mich da immer, auch wenn es gegen meine Meinung und gegen meinen Willen war, der Mutter nachgereiht.

Alle Streits und Diskussionen VOR der Scheidung klären. Auch Unterhalt an Gattin und Kinder, auch Leistungen zur Altersvorsorge, Leistungen im Fall des Verlustes der Erwerbstätigkeit....

Besuchsrecht - auch als Minimum erklären, damit du deine Kinder flexibel auch außerhalb der vereinbarten Zeiten ohne Probleme treffen kannst. Da kann man auch Urlaube, Schifahren etc überlegen..

Wie ihr Rollen und Aufgaben verteilt - ist alleine eure Sache. Da gibt es niemanden, der das besser kann als ihr.

Günstig wäre es auch, sich Spielregeln für die Zeiten mit neuen Partnerschaften zu überlegen.
Ich habe die Partner meiner Exgattin kennengelernt und sie meine Partnerinnen.
Die gemeinsame Zeit der Beziehung ist vorbei - und sollte wirklich und auch innerlich abgeschlossen werden. Sonst tät ich die Scheidung aufschieben und bei getrennten Wohnsitzen verbleiben (mit einer Art schriftlichen Abkommen, dass dies toleriert und akzeptiert wird).

Du wirst alle Arten von positiven und negativen Erfahrungen machen. Wie du damit umgehen wirst, kann dir heute niemand sagen. Aber im Fall des Falles scheue dich nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Spätestens wenn du in einer anderen leeren Wohnung sitzt.... mein bester Freund, selbst Psychiater, schlitterte in eine tiefe Depression... da ist keiner gefeit. Auch wenn man noch so sehr die Trennung herbeigewünscht hat.

Auf keinen Fall rasch eine andere Beziehung eingehen und schon gar nicht zusammenziehen. Gönne dir bewusst und aktiv ein Trauerjahr. Glaub mir, ich weiß warum ich dir das schreibe.

Die Kinder werden viel Aufmerksamkeit brauchen, und sie können durchaus aggressiv und unzugänglich reagieren.
Selbst mit 36, als meine Eltern sich trennten und ich auch schon geschieden war, ging es mir schlicht 'dreckig'.
Kinder funktionieren nicht - sie reagieren, auf sich und auf andere und anderes... wichtig ist zB, dass sie nicht in eine Isolation geraten. Rollenspiele, gemeinsame Unternehmungen aber klare Strukturen und Distanz. Ehrlich denken, tun, handeln.

...na ok, hab ich mir ein wenig was runtergeschrieben... denk einfach daran - jeder Schritt wird in Zukunft neu sein und du wirst kaum jemals im Vorhinein wissen, was passieren wird. Sei auf vieles, vielleicht sogar alles gefasst.

Und schließe mich allen anderen an - Mediation ist auf jeden Fall sinnvoll. Jetzt zuerst einmal eine, die die Beziehungs- und Familiensituation betrachtet. Wenn ihr dann zum Ergebnis Trennung/Scheidung kommt - regelt ihr die materiellen und organisatorischen Angelegenheit viel leichter.

Und - man sollte sich trotz aller Schmerzen bewusst halten - da war ein Mensch, mit dem habe ich (in meinem Fall fast 15) Jahre meines Lebens geteilt. Und es war gut so. Nun beginnt etwas Neues.

Ich wünsch dir bewusst nicht viel - es bleibt nur zu sagen, Kraft Mut Anstand - und die Hoffnung, dass eines Tages wieder Ruhe und Liebe einkehrt.

Ciao Cernunnos
 
Eine Frage an die Geschiedenen/Getrennten im Forum: wie habt ihr euer Leben mit den Kindern geregelt? Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt? Und vor allem - wie bringt man die Trennung über die Bühne ohne die Kinder dabei mehr als nötig zu verletzen?

Mir steht die Trennung bevor, ich überlege mir gemeinsame Obsorge zu definieren und die Kinder der Frau zu lassen. Nicht weil ich zu faul wäre, mich um sie zu kümmern, sondern weil sie die Kinder nie hergeben würde und wegen der Kinder nur teilzeitbeschäftigt ist. Ausserdem erlaubt die Wohnungssituation keine symmetrische Aufgabenteilung. Dafür wäre ich unterhaltspflichtig.

Gibt es hier mit bestimmten Modellen bereits positive/negative Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern können?

Viele Kinder haben das Gefühl, schuld an der Trennung der Eltern zu sein. Dieses Denken sollte man Ihnen nehmen, indem man gemeinsam mit ihnen Klartext redet. Und sie leiden unter Ihrer Machtlosigkeit, die Eltern dazu zu bringen, dass sie zusammen wohnen und gemeinsam für die Kinder Ansprechpartner sind - das dauert so seine Zeit.
Bei der Trennung von meiner ersten Frau, mit der ich eine Tochter habe, hatte ich das Glück, dass es keine Trennung im Streit war, trotzdem wusste ich ein dreiviertel Jahr nicht, wie ich mit meiner Tochter und der Trennung von Ihr umgehen sollte und unterliess es daher auch - ich hielt es für besser, mich gänzlich fern zu halten. Dass es der falsche Weg war, sah ich aber bald ein ( das nur um zu veranschaulichen, dass es nicht immer nur die Kinder sind, die nicht wissen, wie sie mit einer Trennung umgehen sollen ).
Wir haben nun seit fast 14 Jahren keine wirkliche Regelung was Besuchsrecht etc. angeht. Unsere Tochter entscheidet, wann sie wo und bei wem sein möchte und dmit sind wir bis jetzt gut gefahren.
 
Cernunnos, wirklich ein sehr guter Beitrag :daumen:

Das Hauptproblem sehe ich darin, in diesen ganzen Emotionen die Ratio noch einigermaßen zu bewahren. Ich war auch schon so weit...

Aber im Fall des Falles scheue dich nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Spätestens wenn du in einer anderen leeren Wohnung sitzt.... mein bester Freund, selbst Psychiater, schlitterte in eine tiefe Depression... da ist keiner gefeit. Auch wenn man noch so sehr die Trennung herbeigewünscht hat.
Da ist schon was dran.
Wennst möchtest, gebe ich dir die Daten von einem Psychotherapeuten, der meine Ehe letztendlich in letzter Sekunde gerettet hat (auch wenn viele Probleme nach wie vor bestehen). Ihn kann ich dir wirklich wärmstens Empfehlen, egal ob es um eine Rettung oder Mediation bei der Trennung geht.
 
hab das thema erst jetzt gefunden.
wie ja einige mitbekommen haben, bin ich seit einiger zeit getrennt.
das kind lebt bei mir in der alten umgebung.
ich finde das ein wichtiger aspekt, damit das kind nicht noch mehr belastet wird...ausser das kind wünscht beim vater zu wohnen und dies auch irgendwie umsetzbar ist.
aber das war bei uns bis anhin kaum ein thema.
ich war zu der kleinen immer ehrlich, habe versucht, ihre fragen zu klären, so dass sie es versteht.
auch ist mir sehr wichtig, dass sie ihren papa soviel sehen kann wie sie will, er auch noch ein mitspracherecht hat, und sie weiss, dass wir beide für sie da sind.
tränen wird es immer und immerwieder geben, ich denke das kann man nicht verhindern.
aber das wichtigste finde ich, dass man niemals in der gegenwart des kindes etwas schlechtes über den ex partner sagt, das kind soll nicht dazwischen stehen, soll beide elternteile geniessen können.

wenn du sonst noch fragen hast, weisst ja eh:bussal:
ich wünsche dir das beste und dass es so gut es geht, überstanden wird für alle beteiligten
 
Cernunnos, wirklich ein sehr guter Beitrag :daumen:

Das Hauptproblem sehe ich darin, in diesen ganzen Emotionen die Ratio noch einigermaßen zu bewahren. Ich war auch schon so weit...

Da ist schon was dran.
Wennst möchtest, gebe ich dir die Daten von einem Psychotherapeuten, der meine Ehe letztendlich in letzter Sekunde gerettet hat (auch wenn viele Probleme nach wie vor bestehen). Ihn kann ich dir wirklich wärmstens Empfehlen, egal ob es um eine Rettung oder Mediation bei der Trennung geht.

kannst du mir die adresse und die nummer von den Psychotherapeuten
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DON
 
Eine Frage an die Geschiedenen/Getrennten im Forum: wie habt ihr euer Leben mit den Kindern geregelt? Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt? Und vor allem - wie bringt man die Trennung über die Bühne ohne die Kinder dabei mehr als nötig zu verletzen?

Mir steht die Trennung bevor, ich überlege mir gemeinsame Obsorge zu definieren und die Kinder der Frau zu lassen. Nicht weil ich zu faul wäre, mich um sie zu kümmern, sondern weil sie die Kinder nie hergeben würde und wegen der Kinder nur teilzeitbeschäftigt ist. Ausserdem erlaubt die Wohnungssituation keine symmetrische Aufgabenteilung. Dafür wäre ich unterhaltspflichtig.

Gibt es hier mit bestimmten Modellen bereits positive/negative Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern können?


Zwar nicht mehr ganz aktuell, hab aber das Bedürfnis hier einige Zeilen zu hinterlassen.

Ich habe zwar keine persönlichen Erfahrungen, aber bin immer wieder in meinen Beratungen mit Themen wie
„Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt?“
konfrontiert.

Aus meiner Aufstellungsarbeit (Familienstellen) weiß ich, die ideale Lösung wäre, wenn die Töchter bei der Mutter und die Söhne beim Vater blieben, damit die Ordnung im Familiensystem nicht gestört ist.

....und Kindern das Gefühl zu übermitteln SIE HABEN ELTERN – was ja auch stimmt – nur gehen sie halt getrennte Wege. :)
 
:hmm: ... interessanter Aspekt. Wobei, hab grad ne'n Blick in meinen Kaffeesud geworfen und der meint hingegen ... "pfeiff ma auf die Ordnung und lassen die Kinder selber entscheiden wo's hinwollen".

Andererseits, ob auf mein Nespresso in solchen Sachen auch wirklich Verlass ist ... :fragezeichen: :mrgreen:
 
:hmm: ... interessanter Aspekt. Wobei, hab grad ne'n Blick in meinen Kaffeesud geworfen und der meint hingegen ... "pfeiff ma auf die Ordnung und lassen die Kinder selber entscheiden wo's hinwollen".

Andererseits, ob auf mein Nespresso in solchen Sachen auch wirklich Verlass ist ... :fragezeichen: :mrgreen:

:lehrer: im zweifelsfall nimmst halt einmal den ristretto und einmal den cosi und schaust ob da das gleiche steht :mrgreen:
 
Eine Frage an die Geschiedenen/Getrennten im Forum: wie habt ihr euer Leben mit den Kindern geregelt? Welcher Elternteil hat die Hauptaufsicht? Gemeinsame Obsorge? Wie sind Rollen- und Aufgabenverteilung geregelt? Und vor allem - wie bringt man die Trennung über die Bühne ohne die Kinder dabei mehr als nötig zu verletzen?

Mir steht die Trennung bevor, ich überlege mir gemeinsame Obsorge zu definieren und die Kinder der Frau zu lassen. Nicht weil ich zu faul wäre, mich um sie zu kümmern, sondern weil sie die Kinder nie hergeben würde und wegen der Kinder nur teilzeitbeschäftigt ist. Ausserdem erlaubt die Wohnungssituation keine symmetrische Aufgabenteilung. Dafür wäre ich unterhaltspflichtig.

Gibt es hier mit bestimmten Modellen bereits positive/negative Erfahrungen, die meinen Horizont erweitern können?

Oiso

ich bin jetzt seit etwas mehr als 2 Jahren geschieden, ca. 2 1/2 Jahre getrennt. Mein Sohn war damals erst 2 1/2 Jahre.

Logischerweise hab ich damals die gemeinsame Obsorge fallen gelassen und meiner Ex das alleinige Sorgerecht zugestanden - heute bin ich mir nimmer sicher, ob das gscheit war, es war halt nur "einfacher", weil ich mit Wohnung einrichten und Job und neues Leben anfangen eh schon genug am Hals hatte.

Unsere Regelung - sozusagen in beiderseitigem Einverständnis - ist, dass derzeit mein Sohn am Wochenende bei mir ist, entweder FR-SA oder SA-SO, so in etwa 24 h. Zusätzlich spezielle Feiertage und Urlaube.

Das Ganze funktioniert mal gut, mal schlecht, weil es sehr von den Launen meiner Ex abhängt, und die lebt sie halt sehr aus. Jetzt hat sie grad den xten neuen Partner und der papa muss halt jede Woche improvisieren, weil kurzfristig Termine verschoben werden und alles umgeplant wird - Madame muss ja keine Rücksicht nehmen, denn die Regelung ist ja Goodwill ihrerseits. Das geht halt auch nur, weil wir doch recht viel Kontakt haben und daher genug Möglichkeiten zu diskutieren.

Mein Sohn hat sich sehr gut damit abgefunden, der freut sich regelmäßig aufs Papa-Wochenende - ich mach halt auch sehr viel, Ausflüge, immer unterwegs, und bei mir ist halt manches "anders", das mag er schon sehr...gibt dann halt auch regelmäßig Konflikte bringt, weil er halt länger auf ist und daher länger schläft, oder Sachen zum Essen kriegt, die Madame nicht passen, oder mit dem papa einen Film anschauen darf, wo sie Fernsehen ablehnt usw.

Nachteilig ist, dass Du überhaupt keine Einflussnahme auf das Leben deines Kindes hast, was diverse Entscheidungen angeht. Z.B. hab ich mich seinerzeit geweigert, unseren Sohn taufen zu lassen, weil ich nicht will, dass ein Kind ohne eigene Entscheidung lebenslang einem Verein beitritt, den ich total ablehne - jetzt lässt meine Ex ihn "nachtaufen", ich hab kein Einspruchsrecht. Und Schulwahl etc...
und dass halt jeder neue Hapschi nach 2 Wochen bei ihr einzieht und der neue Wahlpapa ist...da hast halt keine Meter mehr. Laut österreichischem Recht, das die Väter ja total benachteiligt, darfst Du nur zahlen bis zum Ende der Ausbildungszeit, aber wenn Deine Ex wieder heiratet, kann der "Neue" Dein Kind adoptieren, ohne dass Du überhaupt "gehört" werden musst.

Naja...is schwierig. Ich bin bis heute mit dieser Situation unglücklich, weil mein Sohn das Wichtigste in meinem Leben ist und ich ihn über alles liebe. Nach einem mehrtägigen Urlaub oder einfach nur einem schönen Wochenende bricht mir immer noch das Herz.

Aber einfach ist das sowieso nie....
 
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