ich habe das buch noch nicht gelesen, habe es aber vor.
ich denke, daß kein mensch, der nicht selber als prostituierte (r) gearbeitet hat, wirklich wissen kann, was in einem vorgeht.
ich weiß es ja oft selber nicht, was in mir vorgeht...
manchmal ist alles einfach, dann wieder nicht, wie der w.ambros gesungen hat.
manchmal graust es einem vor nichtigkeiten, ein anderesmal kann einen nichts vom hocker werfen.
manchmal zuckt man aus, wenn einer blöd redet, manchmal geht es einem links am a... vorbei (hoppla

, habe heute ein gelübde abgelegt, weniger fäkalausdrücke in meinem sprachgebrauch zuzulassen, um nicht als ungebildete funzn ohne grips abgestempelt zu werden

)
egal, jetzt stehts schon da.
manchmal hat man minderwertigkeitsgefühle und wäre gerne nochmal jungfrau (selten!!!) an anderen tagen ist man froh und glücklich, so einen tollen beruf zu haben!
in meinem fall habe ich mir einen jugendtraum erfüllt.
mit 13 habe ich zum ersten mal die schmutzheftln meines vaters in die finger bkeommen - und was sah ich da
lauter schöne frauen mit langen haaren, kurzen röcken und wunderschönen schuhen.
mondän, schön, bewundernswert.
und was taten sie?
sie hatten sex und bekamen geld dafür
ich hatte meine wahre berufung gefunden!
die visionen vom dasein als fernfahrerin und reiseleiterin in fremde ferne länder traten in den hintergrund.
callgirl wollte ich werden!
leider war ich zu diesem zeitpunkt noch jungfrau, obwohl ich stark dagegen ankämpfte.
es hat dann noch 14 jahre gedauert, bis ich meinen traum in die realität umsetzen konnte, und manchmal, wenn es mir schlecht geht und ich unzufrieden mit meinem dasein bin, denke ich an das kleine mädchen, und wieviel schlimmer sie es treffen hätte können:
* verrotten in einem büro (die ansätze dazu hatte ich schon!)
* einen unpassenden mann heiraten und mißratene kinder in die welt setzen (die vielleicht noch mir nachgeraten wären...)
* in einem goldenen käfig sitzen mit gestutzten flügeln.
dies ist keine ironie, sondern mein voller ernst!
bitte fühlt ihr braven hausfrauen und sekretärinnen nicht beleidigt - eure jobs sind sicher lobenswert und wertvoll für die gesellschaft (stellt euch nur mal vor, um wieviel mehr gewaltverbrechen an unschuldigen prostituierten es gäbe, würden die chefs und familienväter nicht pünktlich ihren kaffee bekommen!

), aber ich möchte sie nicht machen!