Vom klassischen Vibrator bis zum Paarvibrator: Welche Arten von Vibratoren gibt es? Wie funktioniert ein Vibrator?

  • Autor Autor Magazin-Jürgen
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Ein Vibrator ist wohl der Klassiker schlechthin unter den Sextoys für Frauen und die Frage nach dem „Was ist das eigentlich?“ erübrigt sich fast.

Auch wenn fast alle Frauen diesen Freudenspender in der Nachttischlade haben und er quasi zum Standrepertoire für die weibliche Masturbation zählt, wollen wir trotzdem kurz darauf eingehen, was Vibratoren sind und wie sie genau funktionieren. Aber auch Männer finden immer mehr Gefallen an diesem Klassiker. Warum das so ist, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein Vibrator?​

Ein Vibrator ist ein Sextoy, welches durch Vibrationen die erogenen Zonen stimuliert und so viele Frauen (aber auch Männer) zu sexuellen Höhenflügen verhelfen kann. Heutzutage gibt es schier unendlich viele Ausführungen, die Stärke und auch das Vibrationsmuster lassen sich bei den meisten Modellen zum Beispiel auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und dementsprechend einstellen. Doch dazu später mehr.

Verschiedene Vibratoren auf rosa Hintergrund

Verschiedene Vibratoren auf rosa Hintergrund - Евгений-Вершинин / stock.adobe.com

Warum kann ein Vibrator sexuell erregen?​

Ursprünglich sind Vibratoren für Frauen entwickelt worden, und auch wenn viele Männer entweder die Glans des Penis (Eichel) oder sich damit anal stimulieren, ist es die Anatomie der Frau, die einfallsreiche Erfinder dieses heute sehr verbreitete Sextoy entwickeln ließen. Für die Geschichte, dass früher „hysterische Frauen“ zum Orgasmus brachten und den Vibrator zur Arbeitserleichterung erfunden haben, gibt es keinerlei Belege, auch wenn sich diese Legende bis heute hartnäckig hält.

Aber warum kann ein Vibrator überhaupt sexuell erregen?
Das ist darauf zurückzuführen, dass die Klitoris einerseits ein relatives großes Organ ist und nicht nur aus der Knospe besteht, die gemeinhin als Kitzler bekannt ist, andererseits aber auch nicht nur mit sehr vielen Nervenenden ausgestattet ist, sondern darüber hinaus mit verschiedenen Sinneszellen, wobei viele dieser Zellen für die Wahrnehmung von Vibrationen zuständig sind. Werden diese Zellen „aktiviert“ führt das bei vielen Frauen zu sexueller Erregung bis hin zum Orgasmus.

Hand hält Pulsator-Sextoy vor orangem Hintergrund

Hand hält Pulsator-Sextoy vor orangem Hintergrund - Alona / stock.adobe.com

FAQ's zu Vibratoren​

↘ Wie finde ich den für mich passenden Vibrator?
Sicherlich kennst du deine Vorlieben, wie du dich am liebsten bei der Masturbation stimulierst. Ja nach Vorliebe gibt es unterschiedliche Modelle. Um dir die Entscheidung für DEIN passendes Modell zu erleichtern, haben wir weiter unten die unterschiedlichen Modelle aufgelistet.
↘ Mein Freund/Partner ist eifersüchtig auf den Vibsi!
Immer wieder hört man, dass der Partner eifersüchtig ist auf den Vibrator, doch dazu besteht überhaupt kein Grund. Erkläre ihm, dass der Vibrator eine Ergänzung zum Penis ist, aber keinesfalls ein Ersatz. Schließlich kann der Vibsi etwas, was ein Penis so nicht kann, oder hast du schon mal einen vibrierenden und brummenden Penis gesehen?
↘ Ist ein Vibrator nur geeignet zur Masturbation?
Auf diese Frage gibt es ein klares Nein! Vibratoren lassen sich sehr gut ins gemeinsame Liebesleben einbauen, überlasse die Steuerung durchaus dem Mann, so kann er sich zwischendurch eine Pause gönnen und lernt so "ganz nebenbei", auf welche Art der Stimulation du besonders ansprichst.

Welche Arten von Vibratoren gibt es?​

Vibrator ist nicht Vibrator, mittlerweile ist aus diesem Sextoy ein regelrechter Industriezweig entstanden und es gibt unzählige verschiedene Modelle mit den unterschiedlichsten Innovationen, so dass für ziemlich jede Vorliebe ein passendes Modell gefunden werden kann.
  • Stabvibrator
    Der klassische Vibrator und die Urform ist der Stabvibrator, der sehr oft auch die Form eines Phallus hat. Er ist gedacht für die vaginale Stimulation durch das Einführen in die Vagina. An dem Ende, wo man den Vibrator in den Händen hält, befindet sich meistens ein Drehregler, mit dem man die Intensität der Vibrationen einstellen kann. Die Formen und Größen variieren dabei sehr und der Markt bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen an. Die Entwicklung ist auch bei dem Klassiker nicht stehengeblieben, so gibt es zum Beispiel Vibratoren, die eine zusätzliche Stimulation der Klitoriseichel ermöglichen, während sich die Frau vaginal verwöhnt (oder vom Partner beim Liebesspiel mit einem Vibrator verwöhnt wird). In der Form etwas gebogen am Ende sind die G-Punkt Vibratoren, die durch den Knick eine Stimulation der G-Zone ermöglichen.

  • G-Punkt-Vibrator
    Durch seine spezielle Form ist es besonders leicht möglich, die G-Zone der Frau zu erreichen und diese zu stimulieren.

  • Auflegevibrator
    Auflegevibratoren sind meist flach und liegen gut in der Hand. Diese werden nicht eingeführt, sondern schlicht und einfach nur – wie der Name schon verrät – aufgelegt. Dabei muss das Objekt der Begierde nicht unbedingt die Klitoriseichel sein, auch ein Auflegen auf die Vulva kann sehr erregend sein, da sich die Schenkel der Klitoris direkt unter den Schamlippen verbergen.

  • Hitachi
    Eine Sonderform der Auflegevibratoren sind die sogenannten Hitachis, die bekannt dafür sind, dass sie besonders starke Vibrationen erzeugen. Das sind große Vibratoren um dementsprechend starke Motoren einbauen zu können mit einem Massagekopf, der meist leicht beweglich gelagert ist. Die großen Motoren sind dementsprechend „stromhungrig“, deshalb waren die ursprünglichen Vibratoren dieser Bauform auch kabelgebunden. Erst mit der Weiterentwicklung stärkerer Akkus sind auch kabellose Geräte auf dem Markt erschienen.

  • Vibro-Ei
    Vibro-Eier ähneln der Form nach einem Ei, die sich lediglich in der Größe unterscheiden und an einem Ende eine Rückholschlaufe eingearbeitet ist, damit man nach dem Sexspiel dieses Toy auch wieder problemlos entfernen kann. Die Vibro-Eier werden zur Gänze in die Vagina eingeführt und entweder über eine kabelgebundene oder kabellose Fernbedienung ein- und ausgeschaltet. Die kabellosen Modelle eignen sich zum Beispiel für frivoles Ausgehen, diese können unauffällig in der Vagina verbleiben, der Partner kann je nach Lust und Laune die Kontrolle und somit die Macht übernehmen, wann, wie stark und wie lange die Partnerin in der Öffentlichkeit stimuliert wird.

  • Fingervibrator
    Fingervibratoren sind klein und handlich und eignen sich besonders als „Helferlein“ zur manuellen Stimulation. Diese werden ganz einfach über den Finger gestülpt und bieten zusammen mit den Fingern eine tolle Möglichkeit für ein intensives Erlebnis.

  • Paarvibrator
    Paarvibratoren erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das sind meist sehr flache, um 180 Grad gebogene Vibratoren, wo ein Ende in die Vagina eingeführt und der Teil, der außerhalb des Körpers bleibt, am Venushügel aufliegt. So hat die Frau nicht nur Freude an den Stößen und der Penetration durch den Penis, zusätzlich wird sowohl die Vagina als auch der obere Teil der Vulva mit Vibrationen zusätzlich stimuliert. Aber nicht nur Frauen genießen die Vorzüge dieses Sextoys, viele Männer empfinden es ebenfalls als sehr erregend, wenn ihr Penis nicht nur von der Vagina umschlossen ist sondern zusätzlich mit Vibrationen stimuliert wird.

  • Analvibrator
    Analvibratoren sind vom Prinzip her klassische Stabvibratoren, die sich meist nur vom Umfang her von den „normalen“ Vibratoren unterscheiden. Auch Analvibratoren haben manchmal einen Knick am Ende und eignen sich dadurch hervorragend zum Stimulieren der Prostata, was mit ein Grund ist, warum diese Vibratoren auch bei Männern sehr beliebt sind.

  • Pulsator
    Als jüngere Entwicklung gelten der Pulsator oder Druckwellenvibrator und treten seither einen Siegeszug durch die heimischen Schlafzimmer an. Das sind Vibratoren, die speziell auf die Erregbarkeit der Klitoriseichel zugeschnitten sind. Die Klitoriseichel gilt als besonders erogen und viele Frauen können nur durch Stimulation dieser zum Orgasmus kommen. Das Problem dabei ist manchmal, dass die Klitoriseichel auf Berührungen jeglicher Art sehr (über)empfindlich reagiert, was es für viele Frauen (fast) unmöglich macht, sich dort zu stimulieren. Hier kommt der Druckwellenvibrator ins Spiel. Am Kopf des Vibrators liegt eine Schale, die groß genug ist, um rund um die Glans aufzuliegen, ohne dass diese selbst berührt wird. Im Inneren werden Druckwellen erzeugt, die denen einer Vibrationen sehr ähnlich sind. Durch diese berührungslose Technologie werden diese Geräte nicht selten als Orgasmusgarant bezeichnet.

  • Fernbedienbare Vibratoren
    Mit dem Zeitalter des Web 2.0 haben auch immer mehr Sextoys Einzug in die Welt der Erotik gehalten, die man im Zusammenhang mit Webcam Sex sehr gut verwenden kann. Dazu gehören auch die fernbedienbaren Vibratoren, die – ähnlich wie ein Vibro-Ei – zur Gänze eingeführt werden, lediglich eine kleine „Antenne“ ragt aus der Vagina heraus (und mittlerweile sehr oft nicht einmal das). Über eine Smartphone App kann dann jeder, der die richtigen Zugangsdaten hat, Kontrolle über den ferngesteuerten Vibrator übernehmen. Über die App lassen sich Intensität und Vibrationsmuster, sogenannte Patterns, einstellen. Dass diese Vibratoren nicht nur beim Webcam Sex zum Einsatz kommen sondern auch im privaten Bereich immer beliebter werden, ist da fast schon eine logische Schlussfolgerung.

Wie sind deine Erfahrungen mit Vibratoren?​

Jetzt bist du gefragt? Verwendest du Vibratoren und wenn ja welchen? Hast du ein paar Tipps für uns, mit welchen Modell man deiner Meinung nach am besten sexuelle Höhenflüge erreichen kann? Wie oft verwendest du Vibratoren und wie lange genießt du den kleinen Freudenspender? Hast du spezielle Ratschläge für die hygienische Reinigung danach? Hinterlasse uns im Forum doch einen kleinen Erfahrungsbericht über deine Erlebnisse mit den Vibratoren!

Über den Autor
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Mein Name ist Jürgen. Ich bin beruflich schon lange in die Themen Sex, Erotik und zu einem großen Teil auch Gesundheit involviert. Aber auch in meiner Freizeit bin ich sehr oft mit diesen Bereichen in Berührung, ständig auf der Suche nach neuen Erkenntnissen oder aber auch Themen, die kontroversiell diskutiert werden.

Kategorie Sextoys

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