Mittlerweile hat das Wort Pornos in den Suchmaschinen das Wort Sex als Suchbegriff bei weitem überholt. Doch warum ist das so und was macht die Faszination am Filmgenre „Porno“ aus? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben recherchiert, warum Pornos sich einer so großen Beliebtheit erfreuen, und wie sich der Sexfilm von früher im Laufe der Zeit gewandelt hat. Wir haben alles Wissenswerte über Pornofilme zusammengetragen und die verschiedenen Aspekte näher beleuchtet. Lass uns eine Reise beginnen in die faszinierende Welt der Pornofilme.
Früher war der Zugang zu Pornografie nicht so ohne weiteres möglich. Man hat sich die Pornomagazine oder Pornovideos persönlich im Zeitschriftengeschäft oder der Videothek kaufen oder borgen müssen, was für viele Menschen eine Überwindung der Schamgrenze erfordert hat. Dies hat sich das im Laufe der Jahre und mit der Erfindung des Internets stark gewandelt. Der Zugang zu Pornos ist für Jedermann:frau mittlerweile so leicht wie ein Einkauf im Supermarkt und man kann bequem und vor allem anonym Filme mit Hardcore-Sex, verschiedenen Fetischen oder anderem sexuellem Kontext konsumieren.
Mittlerweile gibt es dank der Pornoindustrie im World Wide Web ein Überangebot mit sexuellen und pornografischen Inhalten. Für fast jegliche denkbare Vorliebe und jeden Fetisch gibt es viele entsprechende Angebote, welche heute ganz bequem von zu Hause aus angesehen werden können, oft sogar kostenlos.
Dunkle Ziegelmauer mit pinker Leuchtschrift "Adults only, XXX, 18+, SEX" - Yevhenii / stock.adobe.com
Auch wenn Untersuchungen ergeben haben, dass nur 25 % der Konsument:innen Frauen sind, und die Männer mit großer Mehrheit auf den einschlägigen Plattformen vertreten sind, sind die Beweggründe für den Konsum von Pornos die gleichen:
Quellennachweis: Why do people watch pornography? The motivational basis of pornography use - PubMed
Wecker mit rotem Ziffernblatt auf 3 Videokassetten mit Beschriftung "Adult Movie Time" - junce11 / stock.adobe.com
Männer bevorzugen laut Studien die typischen Hardcore-Sex Filme, wo, je nach Konstellation, verschiedene Klischees bedient werden und die „Action“ der Genitalbereiche oft auch in Großaufnahme zu sehen ist samt abschließender Ejakulation des Mannes und die Filme meist keine bzw. eine sehr rudimentäre Handlung und Dialoge beinhalten. Legendär in diesem Zusammenhang wurde der Satz „Warum liegt hier Stroh?“ aus dem Pornofilm 18 1/2. Diese Phrase gilt heute als Paradebeispiel für schlechte und inhaltslose Dialoge, die bis weit bis außerhalb des Pornogenres Berühmtheit erlangt hat. Bei den „klassischen Pornos“ steht die Befriedigung des Mannes im Vordergrund, während die Frau oft nur als Lustobjekt dargestellt wird.
Frauen sind, was die Aufmachung und Dramaturgie der Pornofilme betrifft, zumeist etwas anspruchsvoller. Im Endeffekt dürfen die Actionszenen und explizite Großaufnahmen durchaus sein, jedoch sind für einen Großteil der Frauen, die Pornos regelmäßig schauen, auch die Handlung und die Dialoge wichtig, sowie das Setting beim Filmdreh und die ausgedrückte Leidenschaft, die dabei auch mehr auf der romantischen Seite sein darf. Einige Produktionsfirmen haben das mittlerweile als Marktlücke erkannt und produzieren vorwiegend Pornos, die auf die Bedürfnisse der Frauen, aber auch der Paare, eingehen. Zudem ist bei diesen Pornos die Frau eine „gleichwertige“ Spielpartner und wird nicht zum „Lustobjekt degradiert“. Der Fokus dieser Filme liegt auf der Lust und der Befriedigung von Frau und Mann, also beider Partner.
Mann vor Notebook mit verpixelter Pornoseite und eingeblendeter Warnung - Andrey Popov / stock.adobe.com
Bei reinen Pornos oder Hardcore-Sexfilmen liegt der Schwerpunkt auf dem Sex, der in all seinen Facetten sehr detailreich dargestellt und auch die Körpermerkmale wie der Penis oder die Vagina, aber auch der Anus sowie Sexpraktiken wie zum Beispiel Analsex, Deepthroat, Blowjob, Cunnilingus und viele andere oft in den Mittelpunkt gerückt werden. Ziel der Pornos ist die Lust und sexuelle Erregung beim (meist männlichen) Zuschauer zu wecken.
Fakt ist, dass trotz aller Versuche, die Filme eindeutig einem Genre zuzuordnen, eine klare Trennlinie oft nicht gezogen werden kann und die Grenzen sehr oft miteinander verschwimmen.
S/W-Nahaufnahme einer Tastatur mit roter Entertaste und XXX VIDEOS Beschriftung - Thomas Vogt / stock.adobe.com
Porno vs. Sex - Wie ein Genre die Welt erobert
Seit jeher üben Erotik, Sex und Pornos eine besondere Anziehungskraft auf uns Menschen aus. Das kommt unter anderem daher, dass in den Genen von uns Menschen die Arterhaltung fest verankert ist, und in der Natur Sex der Fortpflanzung dient und somit der Weiterbestand der Spezies gesichert ist. Sehen wir nun Bilder oder Videos mit sexuellem Kontext, wird dieser Trieb aktiviert und wir bekommen Lust.Früher war der Zugang zu Pornografie nicht so ohne weiteres möglich. Man hat sich die Pornomagazine oder Pornovideos persönlich im Zeitschriftengeschäft oder der Videothek kaufen oder borgen müssen, was für viele Menschen eine Überwindung der Schamgrenze erfordert hat. Dies hat sich das im Laufe der Jahre und mit der Erfindung des Internets stark gewandelt. Der Zugang zu Pornos ist für Jedermann:frau mittlerweile so leicht wie ein Einkauf im Supermarkt und man kann bequem und vor allem anonym Filme mit Hardcore-Sex, verschiedenen Fetischen oder anderem sexuellem Kontext konsumieren.
Mittlerweile gibt es dank der Pornoindustrie im World Wide Web ein Überangebot mit sexuellen und pornografischen Inhalten. Für fast jegliche denkbare Vorliebe und jeden Fetisch gibt es viele entsprechende Angebote, welche heute ganz bequem von zu Hause aus angesehen werden können, oft sogar kostenlos.
Dunkle Ziegelmauer mit pinker Leuchtschrift "Adults only, XXX, 18+, SEX" - Yevhenii / stock.adobe.com
Warum schauen so viele Menschen Pornos?
Aber abgesehen vom Triggern des Triebes zur Arterhaltung gibt es noch viele andere Beweggründe, und ja, auch darüber gibt es sogar wissenschaftliche Studien. Ein Forscherteam von der University of Montreal in Kanada hat jüngst Zahlen über die Motivationsgründe für das Ansehen von Pornos veröffentlicht.Auch wenn Untersuchungen ergeben haben, dass nur 25 % der Konsument:innen Frauen sind, und die Männer mit großer Mehrheit auf den einschlägigen Plattformen vertreten sind, sind die Beweggründe für den Konsum von Pornos die gleichen:
| Sexuelles Vergnügen | 45,2 % |
| Sexuelle Neugier | 12,3 % |
| Fantasie | 9,6 % |
| Selbsterkundung | 6,6 % |
| Fehlende sexuelle Befriedigung | 5,9 % |
| Vorbeugung vor Langeweile | 4,0 % |
| Emotionale Unterdrückung oder Ablenkung | 2,2 % |
| Stressreduktion | 2,1 % |
| Anderes, wie zufälliger Porno-Konsum | 7,3 % |
| Unspezifische positive Antworten, wie „Weil Pornos gut sind“ | 4,9 % |
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Welche Pornos schauen Männer und Frauen?
Die Motivation zum Ansehen der Filme sind also bei den Männern und den Frauen annähernd gleich, trotzdem gibt es Unterschiede. Nämlich in der Art der Filme, die von den verschiedenen Geschlechtern bevorzugt konsumiert werden.Männer bevorzugen laut Studien die typischen Hardcore-Sex Filme, wo, je nach Konstellation, verschiedene Klischees bedient werden und die „Action“ der Genitalbereiche oft auch in Großaufnahme zu sehen ist samt abschließender Ejakulation des Mannes und die Filme meist keine bzw. eine sehr rudimentäre Handlung und Dialoge beinhalten. Legendär in diesem Zusammenhang wurde der Satz „Warum liegt hier Stroh?“ aus dem Pornofilm 18 1/2. Diese Phrase gilt heute als Paradebeispiel für schlechte und inhaltslose Dialoge, die bis weit bis außerhalb des Pornogenres Berühmtheit erlangt hat. Bei den „klassischen Pornos“ steht die Befriedigung des Mannes im Vordergrund, während die Frau oft nur als Lustobjekt dargestellt wird.
Frauen sind, was die Aufmachung und Dramaturgie der Pornofilme betrifft, zumeist etwas anspruchsvoller. Im Endeffekt dürfen die Actionszenen und explizite Großaufnahmen durchaus sein, jedoch sind für einen Großteil der Frauen, die Pornos regelmäßig schauen, auch die Handlung und die Dialoge wichtig, sowie das Setting beim Filmdreh und die ausgedrückte Leidenschaft, die dabei auch mehr auf der romantischen Seite sein darf. Einige Produktionsfirmen haben das mittlerweile als Marktlücke erkannt und produzieren vorwiegend Pornos, die auf die Bedürfnisse der Frauen, aber auch der Paare, eingehen. Zudem ist bei diesen Pornos die Frau eine „gleichwertige“ Spielpartner und wird nicht zum „Lustobjekt degradiert“. Der Fokus dieser Filme liegt auf der Lust und der Befriedigung von Frau und Mann, also beider Partner.
Professionelle Videos vs. Amateurvideos
Einen wesentlichen Unterschied im Genre gibt es auch zwischen den professionellen Filmen, die den typischen Magazin-„Hochglanz“-Effekt haben und wo alles perfekt inszeniert ist. Für viele Konsumenten der „Inbegriff“ des Porno-Films. Da diese Filme aber wenig bis gar nichts mit der Realität und dem Sexleben der Gesellschaft zu tun haben, gibt es mittlerweile viele Konsumenten, die Amateurvideos oder „Home-Videos“ bevorzugen. Diese Videos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da viele Konsumenten sich bei diesen Filmen eher in der Rolle der Darsteller:innen sehen, da eben nicht immer alles perfekt ist, die Sexpartner nicht multiple Orgasmen haben (oder besser: vortäuschen), die Männer nicht alle einen Riesenpenis haben und eben nicht alles nach Drehbuch abgehandelt wird. Für Nachschub dieser Filme ist bestens gesorgt, immer mehr Paare holen sich den Kick, wenn sie sich beim Sex filmen und dank Web 2.0 finden auch immer mehr dieser Videos den Weg ins Netz, da sie von den Machern oft hochgeladen und der Community somit zugänglich gemacht werden.Mann vor Notebook mit verpixelter Pornoseite und eingeblendeter Warnung - Andrey Popov / stock.adobe.com
Abgrenzung Erotik zu Porno
Hardcore-Sex und Erotik, wo ist da der Unterschied? Bei reiner Erotik ist der sexuelle Inhalt Teil der Geschichte, im Vordergrund steht einerseits die Ästhetik der Szenerie und andererseits die Schönheit der Körper beim Liebesspiel. Dadurch soll auch die Fantasie angeregt werden und so eine „knisternde“ Atmosphäre geschaffen werden. Der wesentliche Unterschied zu Pornos für Frauen ist der, dass bei Erotikaufnahmen, egal ob Bild oder Video, auf die explizite Darstellung der Genitalien und der sexuellen Aktivitäten in Großaufnahme verzichtet wird. Du ahnst es vielleicht schon: Dickpics fallen daher eher in die Kategorie Porno und nicht in die Sparte Erotikbilder.Bei reinen Pornos oder Hardcore-Sexfilmen liegt der Schwerpunkt auf dem Sex, der in all seinen Facetten sehr detailreich dargestellt und auch die Körpermerkmale wie der Penis oder die Vagina, aber auch der Anus sowie Sexpraktiken wie zum Beispiel Analsex, Deepthroat, Blowjob, Cunnilingus und viele andere oft in den Mittelpunkt gerückt werden. Ziel der Pornos ist die Lust und sexuelle Erregung beim (meist männlichen) Zuschauer zu wecken.
Fakt ist, dass trotz aller Versuche, die Filme eindeutig einem Genre zuzuordnen, eine klare Trennlinie oft nicht gezogen werden kann und die Grenzen sehr oft miteinander verschwimmen.
S/W-Nahaufnahme einer Tastatur mit roter Entertaste und XXX VIDEOS Beschriftung - Thomas Vogt / stock.adobe.com
FAQ's zum Thema Porno
- ↘ Ab wann darf ich legal Pornos schauen oder in ein Pornokino gehen?
- ↘ Wie ist das Schutzalter, um bei einem Porno- oder Sexfilm mitzuwirken?
Pornografie erobert die Welt
Wusstest du,…- dass der älteste erhaltene Erotikfilm aus dem Jahr 1896 stammt? Dieser Kurzfilm zeigt einen Striptease.
- dass der erste pornografische Film aus der Stummfilmzeit stammt und 1908 entstand?
- dass 1910 ein deutscher 10-Minuten-Film die Masturbation einer Frau und anschließendem Geschlechtsverkehr, mit einem Blowjob und Analsex zeigte?
- dass die Pornoindustrie in den 1980ern mitentscheidend war, dass sich das VHS-Videosystem gegenüber dem Video-2000-System durch setzte, weil sie sich entschied, Pornofilme mehrheitlich auf VHS in den Handel zu bringen? Dasselbe passierte übrigens 2007, als es darum ging, ob der Blue Ray Disc oder der HD-DVD die Zukunft gehört.