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In weiten Bereichen hast du recht. Aber:
Der dritte Präsident konnte nicht rechtswirksam zurücktreten, er wäre also trotz Rücktrittserklärung im Amt verblieben. Allerdings hat Dollfuß hier seine Chance gesehen, das Parlament auszuschalten und damit zu begründen, dass es sich selbst ausgeschaltet hätte. Dieser Vorgang war rechtswidrig. Dollfuß hat mMn revolutionär agiert.
Hitler hat das Ergebnis der Volksabstimmung nicht abgewartet. Das kam uns später zugute, weil wir somit als "besetzt" galten. Wer weiß, wie sonst die Nachkriegsverhandlungen ausgesehen hätten.
Es ist nicht wahr, daß Dollfuß das Parlament ausgeschaltet hat, das hat es selbst getan. Daß heißt - eigentlich war es die SDAP, die sich erhofft hat, durch den Rennerrücktritt eine Stimme mehr zu erhalten und somit eine Abstimmung doch noch für sich entscheiden zu können. Sein Chr.soz. Nachfolger tat dann das gleiche und der 3. Präsident, ein Großdeutscher ebenfalls. Damit war wieder Stimmengleichheit, allerdings kein Parlament mehr existent. So blöd muß man einmal sein.![]()
Der dritte Präsident konnte nicht rechtswirksam zurücktreten, er wäre also trotz Rücktrittserklärung im Amt verblieben. Allerdings hat Dollfuß hier seine Chance gesehen, das Parlament auszuschalten und damit zu begründen, dass es sich selbst ausgeschaltet hätte. Dieser Vorgang war rechtswidrig. Dollfuß hat mMn revolutionär agiert.
Und: es ist immerhin die Wehrmacht einmarschiert, Österreich hat sich nicht freiwillig angeschlossen. Die Volksabstimmung war ein geschobener Witz aber kein Plebiszit - ist also aussagelos.
Hitler hat das Ergebnis der Volksabstimmung nicht abgewartet. Das kam uns später zugute, weil wir somit als "besetzt" galten. Wer weiß, wie sonst die Nachkriegsverhandlungen ausgesehen hätten.

Der von Amore beschriebene "Pflichttermin" im zur Gedenkstätte gegen den Holocaust eingerichteten ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen hat sicherlich prägende Spuren bei mir hinterlassen. Heute weis ich durch unzählige Gespräche mit zum Teil damals noch lebenden "Zeitzeugen" viel mehr als ich wissen wollte. Die Person des als GröFaZ bezeichneten Herrn aus Braunau ist in meinem Augen nur als "Marionette" seiner Zeit anzusehen. Er verfügte weder über Macht und Geld um derartige Macht zu erreichen. Seine einzige Größe war seine Rhetorik die er (wie man heute aus sicheren Quellen weis) stets zu perfektionieren trachtete. Erst durch die Herrschaften mit den unmenschlichen Ansichten konnte er so hoch kommen. Durch seine Redegewandtheit scharrten die Nazionalsozialisten "das Geld" und "die (w)richtigen Personen" um sich. Denn ich bin überzeigt das heute viele nicht einmal mehr wissen das die NSDAP zu Beginn der 1930.er Jahre kurz vor dem Bankrott stand 